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Ysopblättriges Gliedkraut

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(Weitergeleitet von Sideritis hyssopifolia)

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Ysopblättriges Gliedkraut
Datei:Sideritis hyssopifolia kz06.jpg

Ysopblättriges Gliedkraut (Sideritis hyssopifolia)

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Lamioideae
Gattung: Gliedkräuter (Sideritis)
Art: Ysopblättriges Gliedkraut
Wissenschaftlicher Name
Sideritis hyssopifolia
L.

Das Ysopblättrige Gliedkraut (Sideritis hyssopifolia, Synonym: Sideritis scordioides) oder Felsen-Gliedkraut<ref name="HegiGams1964" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gliedkräuter (Sideritis) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Früher wurde die Art auch Berufkraut<ref>Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 156 (Sideritis).</ref> genannt. Der Name ist nicht zu empfehlen, da er zu Verwechslungen mit den Arten der Gattung Conyza führen könnte.

Beschreibung

Datei:Sideritis scoridioides0.jpg
Ausschnitt eines Blütenstandes mit zygomorphen Blüten
Datei:Sideritis hyssopifolia Gojnik hyzopolistny 2019-06-07 02.jpg
Blüten

Vegetative Merkmale

Das Ysopblättrige Gliedkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 10 bis 30,<ref name="InfoFlora" /> selten bis zu 80 Zentimetern erreicht. Die Stängel sind aufsteigend oder aufrecht, im untern Teil zweireihig, oben ringsum behaart mit weißen aufrecht abstehenden Haaren.<ref name="HegiGams1964" />

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind sitzend oder kurz gestielt. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 35 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 10 Millimetern linealisch bis eiförmig oder verkehrt-eiförmig, verkehrt-lanzettlich bis verkehrt-spatelförmig. Der Blattrand ist ganzrandig, schwach gezähnt oder gekerbt.

Generative Merkmale

In einem dichten ährigen Blütenstand stehen 5 bis 15 Scheinquirle, die jeweils meist sechs Blüten enthalten. Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist röhrig-glockig und 6 bis 8 Millimeter lang und auf der Innenseite mit einem Ring aus Trichomen besetzt. Er ist anliegend seidig behaart; seine Zähne sind so lang wie die Röhre und dornig begrannt.<ref name="HegiGams1964" /> Die Krone ist etwa 10 Millimeter lang, blassgelb und gelegentlich purpurfarben überzogen. Die Kronröhre ist etwa 7 Millimeter lang, die Oberlippe 5 Millimeter und die Unterlippe fast ebenso lang.<ref name="HegiGams1964" /> Die Unterlippe hat einen fast kreisrunden Mittellappen.<ref name="HegiGams1964" /> Die Staubblätter sind kahl, die hinteren haben ein 1 Millimeter langes Filament, die vorderen ein 1,5 Millimeter langes.<ref name="HegiGams1964" /> Die Nüsschen sind eiförmig und glatt.<ref name="HegiGams1964" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.<ref name="Flora Helvetica" />

Vorkommen

Sideritis hyssopifolia kommt im Südwesteuropa vor und ist häufig in Bergen zu finden,<ref name="FloraEuropaea1972" /> im Nord-Osten reicht ihr Verbreitungsgebiet bis zum Schweizer Jura. Es gibt Fundortangaben für Spanien, Frankreich, Italien einschließlich Sizilien und die Schweiz.<ref name="FloraIbérica" />

Die Art wächst in Mitteleuropa oft an felsigen Standorten auf Kalk<ref name="Flora Helvetica" />, in Wäldern und auf Wiesen. Im Schweizer Jura kommt sie in 1400 bis 1600 Meter Meereshöhe vor.<ref name="HegiGams1964" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (kollin), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffram), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Ökologie

Blütenbesucher sind Hummeln, Bienen, Falter und Fliegen.<ref name="HegiGams1964" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Sideritis hyssopifolia erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 575.<ref name="InfoFlora" />

Quellen

Literatur

  • Thomas Gaskell Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea, Volume 3: Diapensiaceae to Myoporaceae. Cambridge University Press, 1972, ISBN 978-0521-08489-5. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.
  • R. Morales: Sideritis. S. 235–288 in S. Castroviejo, R. Morales, A. Quintanar, F. Cabezas, A. Pujadas, S. Cirujano (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas Vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Volume XII: Verbenaceae – Labiatae – Callitrichaceae. liv + 650 Seiten, Real Jardín Botánico, CSIC, Madrid, 2010, ISBN 978-84-00-09041-8. PDF.

Einzelnachweise

<references> <ref name="FloraEuropaea1972"> Thomas Gaskell Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea, Volume 3: Diapensiaceae to Myoporaceae. Cambridge University Press, 1972, ISBN 978-0521-08489-5. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="FloraIbérica"> R. Morales: Sideritis. S. 235–288 in S. Castroviejo, R. Morales, A. Quintanar, F. Cabezas, A. Pujadas, S. Cirujano (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas Vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Volume XII: Verbenaceae – Labiatae – Callitrichaceae. liv + 650 Seiten, Real Jardín Botánico, CSIC, Madrid, 2010, ISBN 978-84-00-09041-8. PDF. </ref> <ref name="Flora Helvetica"> Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Flora der Schweiz. Verlag Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. 846. </ref> <ref name="InfoFlora"> Sideritis hyssopifolia L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="HegiGams1964">Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 4. Verlag Carl Hanser, München 1964. S. 2405–2406.</ref> </references>

Weblinks