Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Schaqqa – Wikipedia Zum Inhalt springen

Schaqqa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Shakka)
شقا / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Schaqqa
Koordinaten 32° 54′ N, 36° 42′ OKoordinaten: 32° 54′ N, 36° 42′ O
 {{#coordinates:32,895833333333|36,694722222222|primary
dim=20000 globe= name= region=SY-SU type=city
  }}
Basisdaten
Staat Syrien
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink as-Suwaida
Höhe 1180 m
Einwohner 8000
Der Al-Qaysariya-Palast aus römischer Zeit
Der Al-Qaysariya-Palast aus römischer Zeit
Der Al-Qaysariya-Palast aus römischer Zeit

Schaqqa oder Schakka (arabisch شقا {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch Shaqqah oder Shakka, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), griech. Sakkaia, Maximianopolis, als Titularbistum Maximianopolis in Arabia) ist eine Ortschaft in Syrien im Gouvernement as-Suwaida, rund 25 km nordöstlich von der Hauptstadt as-Suwaida des gleichnamigen Gouvernements abseits der Straße nach Damaskus gelegen. Schaqqa hat heute rund 8000 Einwohner, überwiegend Drusen, die im 18./19. Jahrhundert aus dem Libanon zugewandert sind.

In römischer und frühbyzantinischer Zeit war Schaqqa bzw. Sakkaia Maximianopolis eine vergleichsweise bedeutendere Stadt (Polis), die von den Römern zur Colonia mit eigener Verwaltung erhoben wurde und über eine eigene, mit dem Jahr 286, dem Jahr der Kaiserakklamation Maximians, beginnende Jahreszählung verfügte.<ref>Johannes Koder, Marcel Restle: Die Ära von Sakkaia (Maximianopulis) in Arabia, in: Jahrbuch der österreichischen Byzantinistik 42 (1992), S. 79–82.</ref> Inschriftlich ist ein Tempel für Zeus Megistos belegt<ref name="trombley_344">Frank R. Trombley: Hellenic Religion & Christianization, c. 370-529, E. J. Brill, Leiden 1993 (= Religions in the Graeco-Roman world, 115), Bd. II, S. 344.</ref>, und eine weitere Inschrift mit einem Epigramm auf den Philosophen Proklos zeugt von örtlicher literarischer Kultur<ref name="trombley_344" />. Als bedeutendes Bauwerk aus römischer Zeit ist in der Lage des ehemaligen Hauptplatzes die heute al-Kaisariye genannte Ruine eines Gebäudes erhalten, das aufgrund seiner Größe nicht als gewöhnliches Wohnhaus, sondern als palastähnlicher Repräsentationsbau zu deuten ist.<ref>Abbildungen: KiBiDaNo / Kieler Bilddatenbank Naher Osten, Suchwort „Kaisariye“.</ref>

In christlicher Zeit war Sakkaia Sitz eines Bischofs, so zuerst 451 belegt durch die Teilnahme eines Serenus episcopus Maximianopulis am Konzil von Chalcedon<ref>Eduard Schwarz (Hrsg.): Acta Conciliorum Oecumeniorum, Tom. II, vol. iii, pars 3, Walter de Gruyter, Berlin/Leipzig 1937, S. 544, Nr. 89.</ref>. Als örtliche Kirchen nennen Inschriften im Jahr 594 ein von einem örtlichen Bischof namens Tiberinus errichtetes Martyrion (Reliquienkammer) des Hl. Georg und weiterer Märtyrer sowie im Jahr 596 ein Martyrion des Hl. Theodor<ref>Trombley, Hellenic Religion (1993), S. 345.</ref>. Baulich teilweise erhalten ist eine Basilika, deren älteste Anlage nicht sicher datiert ist und möglicherweise ein nachträglich für den christlichen Kultus umgebautes antikes Kult- oder Gerichtsgebäude war.<ref name="kibidano_basilika">Abbildungen: KiBiDaNo / Kieler Bilddatenbank Naher Osten, Suchwörter "Sakkaia" und "Basilika"</ref> Die Basilika ist zu weniger als einem Drittel erhalten, ein Teil des ehemaligen Seitenschiffs wird heute von den Drusen als Kultraum genutzt, andere Teile des Gebäudes dienen als Stall und Lagerraum.<ref name="kibidano_basilika" />

Literatur

  • Johannes Koder, Marcel Restle: Die Ära von Sakkaia (Maximianopulis) in Arabia, in: Jahrbuch der österreichischen Byzantinistik 42 (1992), S. 79–82.
  • Frank R. Trombley: Hellenic Religion & Christianization, c. 370–529, E. J. Brill, Leiden 1993 (= Religions in the Graeco-Roman world, 115), Bd. II, ISBN 90-04-09691-4.
  • Charles Jean Melchior de Vogüé: Syrie Centrale. Architecture civile et religieuse du Ier au VIIe siècle. Band II, Noblet & Baudry, Paris 1865.

Weblinks

Anmerkungen

<references />