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Seußling

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Seußling
Gemeinde Altendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(533)&title=Seu%C3%9Fling 49° 47′ N, 11° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(533) 49° 47′ 29″ N, 10° 59′ 59″ O
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Höhe: 257 m ü. NHN
Fläche: 4,34 km²<ref name ="Gemarkung"/>
Einwohner: 533 (31. Dez. 2018)<ref>Nahverkehrsplan Landkreis Bamberg. (PDF; 20,1 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 73, abgerufen am 28. September 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96146
Vorwahl: 09545
Datei:Seußling Kirche.jpg
St. Sigismund

Seußling ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Altendorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Seußling hat eine Fläche von 4,337 km². Sie ist in 910 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4766,46 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Seußling (092287). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref>

Geografie

Nachbarorte des Pfarrdorfes sind im Norden Hirschaid, im Osten Altendorf, im Süden Trailsdorf (Gemeinde Hallerndorf, Landkreis Forchheim), im Südwesten Großbuchfeld sowie Rothensand und im Nordwesten Sassanfahrt (alle drei Orte Markt Hirschaid).

Geschichte

Ausgrabungen belegen, dass eine slawische Besiedlung seit dem Frühmittelalter bestand. Vermutlich war Seußling der Standort einer der 14 Slawenkirchen, die Karl der Große 795 im Rahmen der Slawenmission im Gebiet zwischen Main und Regnitz erbauen ließ.<ref>Aisch im Spiegel der Geschichte. aisch.info, Dezember 2008, abgerufen am 16. August 2013.</ref> Die Reste der Vorgängerbauten unter der Krypta der Kirche St. Sigismund werden bis ins 9. Jahrhundert datiert. Die Grabungen in der Regnitzfurche brachten slawische Keramik zutage, die hier in ihrer für Franken ältesten Form vorliegt. In verschiedenen Gruben, die die Form von Gräbern hatten, wurde Brandschutt mit durchglühten Rollsteinen gefunden. Dies könnte auf Scheiterhaufen hindeuten. Weitere Funde, die mit Kult und Bestattungsbräuchen der Zuwanderer zusammenhängen dürften, sind noch nicht endgültig gedeutet. Sehr bald dürften allerdings auch die zugewanderten Slawen den Kirchhof als Bestattungsplatz genutzt haben.<ref>Archäologisches Lexikon | Slawische Funde aus Oberfranken | Frühes Mittelalter: 7.-10. Jh. n. Chr. landschaftsmuseum.de, abgerufen am 16. August 2013.</ref>

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Seußling 1013. Damals tauschte König Heinrich Groß-Gerau gegen Seußling und Amlingstadt ein. Tauschpartner war der Bischof von Würzburg.

Zum 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Seußling im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Altendorf eingemeindet.<ref> </ref>

Baudenkmäler

Der letzte Bauabschnitt der im Jahr 2000 innenrenovierten<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kath. Pfarrkirche St. Sigismund in Seußling Innenraum (Memento vom 27. Mai 2016 im Internet Archive), auf hofmann-internet.de</ref> Pfarrkirche St. Sigismund endete um 1740. Die ungewöhnlich große, im gotischen Stil aus Sandsteinquadern errichtete Kirche besitzt ein Beinhaus und war zeitweise vermutlich ein Wallfahrtsziel. Das Bauwerk steht über einer Krypta mit vier freistehenden und zehn Wandpfeilern. Im Jahr 1354 wurden dort die Reliquien des heiligen Sigismund für eine Nacht aufgebahrt, als sie von St. Maurice nach Prag in den dortigen Veitsdom überführt werden sollten, ein Arm des einstigen Burgunderkönigs blieb damals in Seußling zurück. Seitdem steht die Kirche in Seußling unter dem Patrozinium des heiligen Sigismund.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirchenrundgang Zeilitzheim (Memento vom 28. August 2017 im Internet Archive), auf zeilitzheim.de</ref> Die teilweise erhaltene Kirchhofbefestigung stammt aus dem 15. oder 16. Jahrhundert.<ref>Denis André Chevalley (Bearb.): Denkmäler in Bayern. Band 4: Oberfranken. Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-52395-3.</ref>

Neben der Kirche befindet sich das frühbarocke Pfarrhaus. Es wurde von Bischof Fuchs von Dornheim, dessen Wappen auf der Straßenseite zu sehen ist, in den Jahren 1624 bis 1627 erbaut.

Die Pfarrscheune, die als Versammlungsraum genutzt wird, stammt aus dem 18. Jahrhundert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., auf in-franken-wandern.de</ref>

Datei:Seußling Stein.jpg
Bildstock

Der heilige Sigismund ist auch auf der Seitenfläche eines Bildstocks aus dem späten 15. Jahrhundert dargestellt, der am Ortsausgang in Richtung Sassanfahrt steht. Auf der gegenüberliegenden Seitenfläche ist der heilige Sebastian zu sehen, das Hauptbild stellt die Kreuzigung Christi dar. Der Bildstock ist aus Sandstein gefertigt, etwa 4,20 Meter hoch und mit einem Ruhestein versehen.

Eine etwa vier Meter hohe Sandsteinsäule befindet sich im Garten des Hauses Regnitzstraße 2.<ref>Seußling, auf suehnekreuz.de</ref>

Hochwasserschutz

Seußling befindet sich am linken Ufer der Regnitz und war mehrfach von schwerem Hochwasser betroffen. In den Jahren 2001 bis 2004 wurden ein Deich und ein Schöpfwerk errichtet, um diesem Problem zu begegnen. Zugleich wurde durch Uferaufweitungen und Vorlandabsenkungen im Bereich des Baggersees und des Ufers der Regnitz den Folgen der Flussbegradigung entgegengewirkt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hochwasserschutz Seußling (Memento vom 28. Juni 2008 im Internet Archive), auf wwa-kc.bayern.de</ref>

Literatur

  • Heimat Bamberger Land 12, Heft 3+4, 2000
  • Annette Faber und Konrad Rainer, Kath. Pfarrkirche St. Sigismund Seußling, Lindenberg (Kunstverlag Fink) 2005, ISBN 3-89870-248-0
  • J. Haberstroh: Ausgrabungen in der Krypta von St. Sigismund von Seußling, Gde. Altendorf, Lkr. Bamberg, Oberfranken, in: Das Archäologische Jahr in Bayern 1999, S. 96–99

Weblinks

Commons: Seußling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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