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Sepia (Farbstoff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Sepiabraun)
Sepia
Farbcode: #704214
Informationen zu C.I. Natural Brown 9
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 278-691-5
ECHA-ID Vorlage:ECHA
Wikidata Q767608

Sepia (C.I. Natural Brown 9) ist ein braun- bis grauschwarzer Farbstoff, der aus dem Tintenbeutel von Tintenfischen (Sepien) gewonnen wird, die ihn als Wehrsekret einsetzen. Er wurde zum Färben von Stoffen und als Tusche zum Zeichnen verwendet.<ref name="roempp">Eintrag zu Sepia. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Nach diesem Farbstoff ist der Farbton der Sepia-Fotografie und der Sepia-Zeichnung benannt.

Datei:Sepiapterin k.svg
Strukturformel von Sepiapterin

Heute nutzt man Sepia vor allem zum Färben von Lebensmitteln, besonders von Pasta (Schwarze Pasta, Sepia),<ref>M. Bischoff, K. Velten, K. Sanders: Seafood – TEUBNER Kochkurs für Genießer. Graefe & Unzer Verlag, 2008, ISBN 3-8338-0769-5, S. 48.</ref> Gebäck<ref>Halloween Weckerl, 100 g, Weizenkleingebäck mit Sepia-Tinte und Cranberries. Zutaten: ... 0,7% Tintenfisch Tinte (Sepia Tinte, Salz, Konservierungsstoff E202) ..., Billa 31. Oktober 2021.</ref> sowie in der Aquarellmalerei.<ref name="roempp" /> Der Sepienfarbstoff besteht hauptsächlich aus einem grau-schwarzen Melanin, das aus Tyrosin über das 3,4-Dihydroxyphenylalanin (Dopa) hergestellt wird, sowie Spuren des gelben Farbstoffs Sepiapterin. Melanin ist ein sogenanntes Heteropolymer, das aus Dopachinon, Indol-5,6-chinon und Indol-5,6-chinoncarbonsäure im Verhältnis 3:2:1 gebildet wird.<ref>Lang, G.: @1@2Vorlage:Toter Link/www1.tu-darmstadt.deChemie der Körperpflegemittel – Kosmetikchemie 1, Teil 4 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2017. Suche im Internet Archive ) (PDF; 8,1 MB) TU Darmstadt, Vorlesungsscript</ref> Die schwache Arzneiwirkung des Farbstoffs beruht dagegen auf dem Vorhandensein des Pteridin-Derivats Sepiapterin.<ref>Volker Dietz: Die pharmakologische Beeinflussung des Sepiapterin-induzierten Anstiegs von zyklischen [zyklischem] Guanosinmonophosphat in humanen Endothelzellen. Heidelberg 2003, DNB 969472862 (Dissertation, Universität Heidelberg).</ref>

Einzelnachweise

<references />