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Schweizer Moosfarn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Selaginella helvetica)

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Schweizer Moosfarn
Datei:Illustration Selaginella helvetica1.jpg

Schweizer Moosfarn (Selaginella helvetica), Illustration

Systematik
Unterabteilung: Lycopodiophytina
Klasse: Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida)
Ordnung: Moosfarnartige (Selaginellales)
Familie: Moosfarngewächse (Selaginellaceae)
Gattung: Moosfarne (Selaginella)
Art: Schweizer Moosfarn
Wissenschaftlicher Name
Selaginella helvetica
(L.) Spring

Der Schweizer Moosfarn (Selaginella helvetica)<ref name="FloraWeb" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Moosfarne (Selaginella) und der Familie der Moosfarngewächse (Selaginellaceae). Er ist von Europa über Kleinasien und den Kaukasusraum bis Ostasien verbreitet.

Beschreibung

Datei:2009-06-21 Selaginella helvetica.jpg
Habitus und Sporophyllstände
Datei:Selaginella helvetica sl9.jpg
Niederliegende, abgeflachte, dorsiventrale Sprosse mit gegenständigen Laubblättern in vier Reihen

Der Schweizer Moosfarn ist eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze.<ref name="FloraWeb" /> Er wird 1 bis 5 Zentimeter hoch, die niederliegenden Sprosse werden 3 bis 20 Zentimeter lang. Die abgeflachten, dorsiventralen Laubsprosse sind niederliegend. Die gegenständigen Laubblätter sind in vier Reihen angeordnet, liegen jedoch in einer Ebene. Die Blätter der beiden unteren, bodenseitigen Reihen sind größer als die der beiden oberen (Anisophyllie). Alle Blätter sind ganzrandig und eiförmig mit einer breiten, stumpfen Spitze versehen. Sie sind einnervig und besitzen eine Ligula.

Auch die Sporophylle sind gegenständig. Der Sporophyllstand ist aufrecht bis aufsteigend und 3 bis 6 Zentimeter hoch. Vom Laubspross ist er durch einen undeutlichen Stiel abgesetzt. Die Sporenreife ist im Juni und Juli.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Beim Schweizer Moosfarn handelt es sich um einen Chamaephyten.<ref name="FloraWeb" />

Vorkommen

Der Schweizer Moosfarn ist von Europa über Kleinasien und den Kaukasusraum bis Ostasien verbreitet. Im deutschsprachigen Raum sind nur zwei Selaginella-Arten heimisch. In Deutschland kommt der Schweizer Moosfarn nur in Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen vor (Alpen, Alpenvorland, Fichtelgebirge, Thüringer Wald), in Österreich in allen Bundesländern. In Europa findet man ihn vor allem in den Gebirgen der submediterranen Zone, beispielsweise in den Alpen und im Alpenvorland, in Höhenlagen meist unter 1000 Metern, selten (bei Saas-Fee) bis zu 2100 Metern<ref name="Dostál1984" />. Außerdem kommt er in den Karpaten, in Südosteuropa und bis zum Riesengebirge vor.<ref name="Sebald1993" /> In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Anstieg von Vils zur Hundsarsch-Scharte bis zu 1050 m Meereshöhe auf.<ref name="Dörr und Lippert" />

Er tritt in Europa zerstreut bis selten von der collinen bis zur montanen Höhenstufe auf. Der Schweizer Moosfarn wächst in lückigen, meist basenreichen Magerrasen und Trockenrasen, auf halbschattigen Felsen und Mauern, auch auf Dämmen und in Auen. Er kommt vor in Gesellschaften der Klasse Festuco-Brometea und in denen der Verbände Caricion davallianae oder Molinion.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w (feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="FloraWeb"> Schweizer Moosfarn. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Sebald1993"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dörr und Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 101.</ref> <ref name="InfoFlora"> Selaginella helvetica (L.) Link In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Dostál1984">Josef Dostál: Selaginella. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 1. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1984, ISBN 3-489-50020-2. Seite 43–49.</ref> </references>

Weblinks