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Ockergelbe Fetthenne

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(Weitergeleitet von Sedum ochroleucum)

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Ockergelbe Fetthenne
Datei:Sedum ochroleucum.JPG

Ockergelbe Fetthenne

Systematik
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Sedeae
Gattung: Fetthennen (Sedum)
Art: Ockergelbe Fetthenne
Wissenschaftlicher Name
Sedum ochroleucum
Chaix

Die Ockergelbe Fetthenne (Sedum ochroleucum <templatestyles src="Person/styles.css" />Chaix; Syn.: Sedum anopetalum <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Petrosedum ochroleucum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Chaix) Niederle), auch Blassgelbe Fetthenne oder Blassgelber Mauerpfeffer genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fetthennen (Sedum) in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Beschreibung

Datei:Sedum ochroleucum 1.JPG
Ockergelbe Fetthenne (Sedum ochroleucum)

Vegetative Merkmale

Die Ockergelbe Fetthenne ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Ihre Sprosse sind kriechend, am Grund ästig und grau bereift.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Laubblätter bleiben lange erhalten, die vertrockneten fallen rasch ab.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Laubblätter sind linealisch, fast walzlich und oberseits etwas abgeflacht.<ref name="HegiHuber1961" /> Sie sind am Grund kurz gespornt, aufrecht-abstehend und haben eine kurze Stachelspitze.<ref name="HegiHuber1961" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die Blütenstände nicken vor dem Aufblühen der aufrechten Blüten nicht und besitzen voll entwickelt keine zurückgebogenen Äste. Die blühenden Stängel sind nur locker beblättert.<ref name="HegiHuber1961" />

Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind bei einer Länge von 6 bis 7 Millimetern lanzettlich mit spitzem oberen Ende und drüsig.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Kronblätter sind etwa 1,5-mal so lang wie die Kelchblätter.<ref name="HegiHuber1961" /> und mehr als 8 Millimeter lang.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die Krone ist weißlichgelb bis blassgelb gefärbt. Es sind zehn Staubblätter vorhanden.<ref name="HegiHuber1961" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34, 68 oder 102.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Sedum ochroleucum kommt vom westlichen Südeuropa bis zum warmgemäßigten Westeuropa (Frankreich) vor.<ref name="Rothmaler 5">Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.</ref> Es gibt Fundortangaben für die Länder Spanien, Frankreich, Italien, Sizilien, Deutschland, die Schweiz, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Nordmazedonien, Griechenland, Bulgarien, die Ägäis, die Türkei, Rumänien, die Slowakei und Tschechien.

Aus Deutschland sind nur wenige Vorkommen in Thüringen und Sachsen<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> bekannt. Sie wächst in Kalkfels- und -schotterfluren und Weinbergsmauern auf trockenen, meist kalkreichen, nährstoffarmen Steinböden. Der erste sichere Beleg dieser Art aus Deutschland stammt aus dem Jahr 1882. Sie wächst in Pflanzengesellschaften des Verbands Xerobromion.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1w+ (sehr trocken aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Ockergelbe Fetthenne wurde 1786 als Sedum ochroleucum von Dominique Chaix in Dominique Villars Histoire des plantes du Dauphiné, Band 1, S. 325 erstbeschrieben. Diese Art wurde 2014 von Josef Niederle in Skalničkářův rok, Volume 69, S. 56 als Petrosedum ochroleucum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Chaix) Niederle in die Gattung Petrosedum gestellt. Synonyme sind Sedum rupestre subsp. ochroleucum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Chaix) Hegi & Em.Schmid, Sedum anopetalum <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Petrosedum rupestre subsp. anopetalum <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Velayos.

Nutzung

Die Ockergelbe Fetthenne wird selten als bodendeckende Zierpflanze für Steingärten genutzt.<ref name="Rothmaler 5" />

Literatur

  • Otto Schmeil, Jost Fitschen, Siegmund Seybold: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. 93. Auflage, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co., Wiebelsheim 2003, ISBN 3-494-01413-2.
  • Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch und Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Weissdorn-Verlag, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
  • Wolfgang Lippert: Crassulaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage Band IV, Teil 2 A, Seite 120. Blackwell-Wissenschaftsverlag Berlin 1995, ISBN 3-8263-3016-1.

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN"> Sedum ochroleucum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="InfoFlora"> Sedum anopetalum DC. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="HegiHuber1961"> Gustav Hegi, Herbert Huber: Familie Saxifragaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage, Band IV, Teil 2, Seite 89. Verlag Carl Hanser, München 1961. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Petrosedum. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 361.</ref> </references>

Weblinks