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Sebeș

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Sebeș
Mühlbach
Szászsebes
Datei:ROU AB Sebes CoA.png
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Alba
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(26490) 45° 57′ N, 23° 34′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(26490) 45° 57′ 17″ N, 23° 34′ 12″ O
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Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 248 m
Fläche: 115,54 km²
Einwohner: 26.490 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>)
Bevölkerungsdichte: 229 Einwohner je km²
Postleitzahl: 515800
Telefonvorwahl: (+40) 02 58
Kfz-Kennzeichen: AB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 21. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 3 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Lancrăm, Petrești, Răhău
Bürgermeister : Dorin Gheorghe Nistor (PNL)
Postanschrift: Str. Piața Primăriei, nr.1
loc. Sebeș, jud. Alba, RO-515800
Website:

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Sebeș [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈsebeʃ] (veraltet Sebeșul Săsesc, d. h. Sächsisch Seben, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), siebenbürgisch-sächsisch Melembåch, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine rumänische Stadt im Kreis Alba in der Region Siebenbürgen.

Geographische Lage

Die Stadt Sebeș liegt im sogenannten Unterwald auf einer Ebene im südlichen Teil des Kreises Alba in der Nähe der Mündung des Flusses Sebeș (Mühlbach) in den Mureș (Mieresch). In Sebeș kreuzen sich die Europastraßen E 81 mit der E 68. Von Sebeș liegt in 10 km Entfernung Alba Iulia (Karlsburg), in 50 km Hermannstadt und in 63 km Deva (Diemrich). Im Norden grenzt Sebeș an die Stadt Alba Iulia, im Osten an die Gemeinden Daia Română (Dallendorf), Cut (Kokt) und Câlnic (Kelling), im Süden an Săsciori (Schweis) und im Westen an Vințu de Jos (Winz) und Pianu de Jos (Deutschpien). Durch die Stadt verläuft die Bahnstrecke Sibiu–Vințu de Jos.

Stadtgliederung

Lancrăm (Langendorf) liegt etwa 2 km entfernt nördlich der Stadt Sebeș, Petrești (Petersdorf) liegt südlich am Fluss Sebeș. Dort befindet sich ein Stausee, der für die Trinkwasser- und Stromversorgung genutzt wird. Răhău (Reichau) liegt östlich von Sebeș.

Geschichte

Datei:Mühlbach Stadtkirche, 1966 ret.PNG
Evangelische Stadtpfarrkirche Mühlbach (1966)

Der Landstrich, in dem Mühlbach gegründet wurde, war bereits in vorchristlichen Jahrhunderten von den Dakern besiedelt worden. Kurzzeitig war er auch Teil des Römischen Reichs. Im 11. Jahrhundert gelangte das Gebiet unter ungarische Herrschaft. Die ungarischen Könige verbrachten zur Grenzsicherung das Hilfsvolk der Szekler dorthin, welches aber bereits Mitte des 12. Jahrhunderts zur neuen, sich weiter östlich befindlichen Reichsgrenze umgesiedelt wurde. Direkt danach wurden deutsche Siedler in der damals Terra Sebus genannten Gegend sesshaft gemacht (Siebenbürger Sachsen). Sie nannten ihre neue Ortschaft Mühlbach und bestimmten bis ins 20. Jahrhundert hinein die Geschicke der Stadt. Wie auch viele andere Orte Siebenbürgens wurde Mühlbach 1241 von den Mongolen verwüstet. 1243 wurde der Ort als Malembach erstmals erwähnt. Um 1300 zählte er bereits um die 2000 Einwohner. 1341 wird Mühlbach zum ersten Mal als Stadt erwähnt. 1342 wird die Stadt zudem erstmals auch als Sitz des Mühlbacher Stuhls genannt. Ende des 14. Jahrhunderts erhielt die Stadt ihre zum Großteil heute noch sichtbaren Befestigungen. 1438 wurde die Stadt von den Türken belagert. Nach der Kapitulation wurde Mühlbach geplündert und die überlebende Bevölkerung in die Sklaverei geführt, wovon sich die Stadt in nächster Zeit nicht wieder erholen sollte. Überfälle durch die Kuruzen 1706 und eine Pestepidemie 1738–1739 forderten 1040 Opfer.<ref>Adina-Lucia Nistor, Transsilvanische Straßennamen. Von der Herren- und Szekler-Gasse, zur Mihai Viteazul-, V.I.Lenin- und Lucian Blaga-Straße in Mühlbach/Sebus, in: Christoph Mauerer (Hrsg.), Mehrsprachigkeit in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (Regensburg 2017), S. 361.</ref> 1778 wurde die erste rumänisch-orthodoxe Kirche erbaut. 1891 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen und von 1906 an besaß die Stadt ein eigenes Elektrizitätswerk.

Der Großteil der Siebenbürger Sachsen siedelte Anfang der 1990er Jahre nach Deutschland über.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Sebes Biserica romano catolica.JPG
Franziskanerkirche
  • Evangelische Stadtpfarrkirche aus dem 13./14. Jahrhundert: An ihrer Stelle befand sich ursprünglich eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert, welche 1241 im Mongolensturm zerstört wurde. Die heutige Kirche wurde danach im gotischen Stil wiederaufgebaut und mit Wehrbauten versehen.
  • Stadtmauer: Der Verlauf der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Stadtmauer ist auch heute noch deutlich auf Stadtplänen zu erkennen. Sie ist in großen Teilen erhalten.
  • Franziskanerkirche: Ursprünglich ein Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert. Die gotische Kirche wurde im 18. Jahrhundert barockisiert. Gut erhalten sind die gotischen Chorfenster.

Bevölkerung

Bei der Volkszählung 2002 hatte die gesamte Gemeinde Sebeș (inkl. der Dörfer Lancrăm, Petrești und Răhău) 27.698 Einwohner, davon 25.632 Rumänen, 411 Deutsche, 1385 Roma, 212 Magyaren und 58 anderer Nationalität. Die Stadt hat 9860 Haushalte, davon 6874 in Sebeș, 411 in Lancrăm, 1192 in Petrești und 340 in Răhău.

Die Bevölkerung von Sebeș entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung<ref>Varga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).</ref> Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 4456 2695 39 1568 154
1910 8504 4980 875 2345 304
1941 9389 6720 255 1757 657
1977 19.191 15.935 399 1733 1124
1992 23.227 21.117 294 557 1259
2002 21.077 19.303 166 231 1377
2021<ref name="vz2021" /> 26.490 21.149 70 173 5098 (1236 Roma)

Wirtschaft

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Industrie, Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen sowie Kommunikation. In Sebeș sind 1.484 Firmen ansässig. Zu nennen ist insbesondere die Holzverarbeitung durch SC Kronospan Sebes SA und SC Kronospan Sepal SA (Deutschland/Österreich – einer der größten Hersteller von Holzwerkstoffen – z. B. MDF-Platten, Spanplatten und Laminatfußböden – in Europa), direkt nebenan SC Holzindustrie Schweighofer SRL (Österreich), Savini Due SRL (Italien) und Ciatti SRL (Italien). Im Bereich der Textilwarenproduktion sind SC Ciserom SA sowie SC Anversa Est Textil SA (Italien) tätig. Für Lederwaren stehen SC Capris SA (Deutschland), SC Confexpeli SA und SC Rapel SA.

Seit 2013 produziert Star Assembly in Sebeș Antriebskomponenten für Mercedes-Benz. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz AG und beschäftigt laut eigener Angaben etwa 1.400 Menschen. Gefertigt werden dort verschiedene Getriebetypen, darunter das Neungang-Automatikgetriebe 9G-TRONIC und das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe 8G-DCT. Star Assembly arbeitet eng mit dem Schwesterwerk Star Transmission im nahegelegenen Cugir zusammen und betreibt eine eigene Ausbildungsstätte im Rahmen des dualen Bildungssystems.<ref>Star Assembly SRL, Sebeș. Abgerufen am 16. Oktober 2025.</ref>

Mitte Oktober 2025 kündigte Mercedes den Produktionsstart elektrischer Antriebseinheiten an. Bei Star Assembly werden zunächst Systeme für das Modell GLC gefertigt. Im Jahr 2026 sollen Antriebssysteme für die C-Klasse folgen. Für die neuen Produkte wurde die Produktion um über 30.000 Quadratmeter erweitert. Diese Erweiterung macht Sebeș zum zweiten globalen Mercedes-Standort, der Fahrzeugwerke mit elektrischen Antriebseinheiten beliefert. Der andere ist Untertürkheim.<ref>Star Assembly beginnt mit Montage elektrischer Antriebe. 16. Oktober 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025.</ref>

Die landwirtschaftlich genutzte Gesamtfläche beträgt 5.628 ha. Davon werden 4.695 ha durch Bauernvereine und der Rest von Einzelbauern bewirtschaftet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die mit Sebeș in Verbindung stehen

Städtepartnerschaften

Weblinks

Commons: Sebeș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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