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Sebastian Nübling

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Sebastian Nübling (* 19. Juli 1960 in Lörrach)<ref name="munzinger">Nübling, Sebastian im Munzinger-Archiv, abgerufen am 3. November 2012 (Artikelanfang frei abrufbar).</ref> ist ein deutscher Regisseur und war Mitbegründer, Schauspieler und Musiker der freien Gruppe „Theater Mahagoni“.

Leben

Nübling studierte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim und lehrte später als Dozent.<ref name="munzinger" /> 1997 begann er mit der Realisierung eigener Projekte, darunter Gier von Sarah Kane am Theater Basel (2000), Die Schaukel von Eda Maazya am Jungen Theater Basel (2000) sowie John Gabriel Borkman von Henrik Ibsen (2001), das 2002 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde.<ref name="munzinger" /><ref>Irene Bazinger: Lauter alte Rechnungen. „John Gabriel Borkman“ aus Basel beendet das Theatertreffen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 115, 21. Mai 2002, S. BS1.</ref> Für sein Hooligan-Drama I furiosi nach dem Roman des italienischen Autors Nanni Balestrini am Staatstheater Stuttgart bekam er den ersten Preis des Hamburger Festivals „Politik im Theater“. Mit dieser Inszenierung setzte er sich auch überregional durch.<ref name="goetheinstitut">Jürgen Berger: Sebastian Nübling. Goethe-Institut, abgerufen am 3. November 2012.</ref> 2006 inszenierte er mit Carmen an der Staatsoper Stuttgart seine erste Oper. Nübling arbeitet wiederholt mit dem britischen Dramatiker Simon Stephens zusammen, von dem er mehrere Stücke zur deutschen Uraufführung brachte; 2003 Reiher am Württembergischen Staatstheater Stuttgart, 2007 zusammen mit dem Schauspiel Hannover am Deutschen Schauspielhaus Hamburg im Rahmen des Festivals Theaterformen Pornographie, später auch Ubu (2010) und Three Kingdoms (2011).

Auszeichnungen

2002 wurde er von der Zeitschrift Theater heute als Nachwuchsregisseur des Jahres ausgezeichnet und mit seiner Basler Inszenierung von John Gabriel Borkman (von Henrik Ibsen) wurde er zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Am Schauspiel Hannover inszenierte er Don Quixote nach Miguel de Cervantes, ferner die deutschsprachige Erstaufführung von Joanna Laurens' Die drei Vögel<ref>Sebastian Nübling. Abgerufen am 1. Februar 2026.</ref> und Tom Lanoyes Mamma Medea<ref>Tom Lanoye: Mamma Medea. Verlag der Autoren GmbH & Co. KG, abgerufen am 1. Februar 2026.</ref>, wobei er mit Wilde oder der Mann mit den traurigen Augen von Klaus Händl dann 2004 erneut zum Berliner Theatertreffen<ref>Wilde – Der Mann mit den traurigen Augen. 1. Mai 2025, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> eingeladen wurde. Im selben Jahr erhielt er eine Nestroy-Nominierung für die „Beste Regie“. 2007 erfolgte eine weitere Nominierungen zum Berliner Theatertreffen mit Dido und Aeneas nach Henry Purcell und Christopher Marlowe (Theater Basel) mit einem Sparten übergreifenden Theaterabend. Hierfür erhielt er auch den 3sat-Preis<ref name="Quelle4"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />3sat-Preis (Memento vom 15. Januar 2008 im Internet Archive). Abgerufen am 5. April 2024.</ref> für eine „zukunftsweisende Leistung“. Seine Inszenierung von Tennessee WilliamsOrpheus steigt herab wurde 2013 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mit dieser Inszenierung belegte er in der Kritikerumfrage von Theater heute für die Spielzeit 2012/2013 zusammen mit drei weiteren Werken den geteilten Ersten Platz der Inszenierungen des Jahres.<ref>Spiegel online: Kritikerumfrage: Münchner Kammerspiele sind "Theater des Jahres", 5. September 2013</ref> Seine Uraufführung von Und dann kam Mirna von Sibylle Berg am Maxim-Gorki-Theater in Berlin wurde mit dem Friedrich-Luft-Preis als „beste Berliner und Potsdamer Aufführung des Jahres 2015“ ausgezeichnet.<ref>Katrin Pauly: 'Und dann kam Mirna' mit Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet In: Berliner Morgenpost, 5. März 2016.</ref>

Inszenierungen (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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