Kaukasische Linde
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| Kaukasische Linde | ||||||||||||
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| Datei:2014 Suchum, Ogród botaniczny (15).jpg
Tilia dasystyla subsp. caucasica in Sochumi (Abchasien) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Tilia dasystyla | ||||||||||||
| Steven |
Die Kaukasische Linde<ref name=deutsch/> (Tilia dasystyla) ist ein großer Baum aus der Gattung der Linden (Tilia). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt im Kaukasus und in Iran. Sie wird manchmal als Bienenweide gepflanzt.
Beschreibung
Die Kaukasische Linde ist ein bis zu 30 Meter hoher Baum mit purpurroten und kahlen Trieben. Die Laubblätter sind 4 bis 8 Zentimeter lang, rundlich eiförmig, plötzlich zugespitzt mit schiefer, herzförmiger Basis und scharf gesägtem Blattrand. Die Zähne haben eine leicht abbrechende Grannenspitze. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite dagegen heller mit weißen Achselbärten. Die Blütenstände sind Zymen aus fünf bis sieben Blüten mit leicht behaarten Griffeln. Die Art blüht im Juni.<ref name=FdG/>
Die Chromosomenzahl beträgt für beide Unterarten 2n = 164.<ref name="IPCN" />
Vorkommen und Standortansprüche
Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt im Kaukasus und im Norden des Iran. Die Kaukasische Linde wächst in artenreichen Wäldern auf frischen bis feuchten, schwach sauren bis alkalischen, meist lehmigen, guten Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten. Die Art ist wärmeliebend und meist frosthart.<ref name=FdG/>
Systematik
Die Kaukasische Linde (Tilia dasystyla) ist eine Art aus der Gattung der Linden (Tilia). Sie wird in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) der Unterfamilie der Lindengewächse (Tilioideae) zugeordnet.<ref name=GRIN/> Die Art wurde 1832 von Christian von Steven erstmals gültig wissenschaftlich beschrieben.<ref name=PL/> Der Gattungsname Tilia stammt aus dem Lateinischen und wurde schon von den Römern für die Linde verwendet.<ref name=Gen_Gat/> Das Artepitheton dasystyla leitet sich vom Griechischen dasys „dicht“, „rau“ und stylos für Griffel ab, und verweist damit auf den behaarten Griffel der Blüten.<ref name=Gen_Art/>
Es werden zwei Unterarten unterschieden:<ref name=GRIN/>
- Tilia dasystyla subsp. caucasica <templatestyles src="Person/styles.css" />(V. Engl.) Pigott (Syn.: Tilia caucasica <templatestyles src="Person/styles.css" />Rupr.; Tilia platyphyllos <templatestyles src="Person/styles.css" />Scop. subsp. caucasica <templatestyles src="Person/styles.css" />(V. Engl.) Loria): Die Heimat ist die Krim, die Türkei, Aserbaidschan, Georgien, der Kaukasus und der Iran.
- Tilia dasystyla <templatestyles src="Person/styles.css" />Steven subsp. dasystyla: Die Heimat ist die Krim.
Verwendung
Die Kaukasische Linde wird manchmal als Bienenweide verwendet.<ref name=FdG/>
Nachweise
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 652.
- Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 841–842.
- Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).
Einzelnachweise
<references> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 652 und nach Fitschen: Gehölzflora, S. 842 </ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 652 </ref> <ref name=GRIN> Tilia dasystyla. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 8. Dezember 2015 (englisch). </ref> <ref name=PL> Tilia dasystyla. In: The Plant List. Abgerufen am 25. Mai 2012. </ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 645 </ref> <ref name=Gen_Art> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 199 </ref> <ref name="IPCN">Tilia dasystyla bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>