Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Schneeberg (Rax-Schneeberg-Gruppe) – WikipediaZum Inhalt springen
Das markante Bergmassiv aus Wettersteinkalk mit mehreren Gipfeln zwischen 1800 und Vorlage:Höhe hat steile Bergflanken auf drei Seiten und bildet mit der westlich gelegenen Rax (Vorlage:Höhe) – getrennt durch das tiefe Höllental – eine geologische Einheit. Der Hochschneeberg weist einen Doppelgipfel auf: Ein sanfter Kamm verbindet das weiter südwestlich gelegene Klosterwappen mit dem Kaiserstein (Vorlage:Höhe) unmittelbar oberhalb der Fischerhütte. Unmittelbar neben dem Gipfel am Klosterwappen befindet sich eine Richtfunkstation des österreichischen Bundesheeres zur Luftraumüberwachung.
Die stark gegliederte, verkarstete Hochfläche versorgt seit 1873 über die 120 km lange I. Wiener Hochquellenwasserleitung die österreichische Hauptstadt mit Trinkwasser. Die Grundstücke auf dem Schneeberg gehören bis auf wenige Ausnahmen (Trasse der Schneebergbahn, Berghaus Hochschneeberg) seit 1935 der Stadt Wien.<ref>Grundbuch Bezirksgericht Neunkirchen, Katastralgemeinde 23328 Puchberg am Schneeberg, Einlagezahl 1076, Grundstück im Ausmaß von 5300802 m² = 5,3 km². (abgerufen am 12. August 2018).</ref>
Im Nordwesten des Massivs befindet sich der Kuhschneeberg, eine markante Hochfläche auf rund Vorlage:Höhe.
Touristische Erschließung
Gemeinsam mit der 13 km südwestlich gelegenen Rax (Vorlage:Höhe) ist der Schneeberg einer der Wiener Hausberge und an klaren Tagen von Wien (65 km Luftlinie) gut zu erkennen, und auch vom Neusiedler See und dem ungarischen Sopron aus. Der Berg ist seit 1897 mit der Schneebergbahn, einer Zahnradbahn, bis in eine Höhe von Vorlage:Höhe erschlossen. Die Zahnradbahn fährt mit dem „Salamander“ Dieseltriebwagen-Zug in 40 Minuten zum Bergbahnhof Hochschneeberg auf 1800 m Seehöhe. Am Wochenende und an Feiertagen wird sie durch einen dampfbetriebenen Nostalgiezug ergänzt. Alle Züge bleiben an der Mittelstation (Haltestelle „Baumgartner“) stehen, um entgegenkommenden Zügen auszuweichen. Der Gastronomiebetrieb an dieser Haltestelle ist für seine „Schneebergbuchteln“ bekannt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Der Schneeberg und seine umliegenden Gebiete sind an schönen Tagen beliebte Familienausflugsziele und werden unter dem Begriff "Schneebergland" zusammengefasst. Die Region mit und um die Hohe Wand, den Myrafällen und die Johannesbachklamm werden hier touristisch hinzugezählt,<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> obwohl sie schon zu den nördlich anschließenden Gutensteiner Alpen gehört.
Die beiden Gipfel des Schneebergs sind von der Bergstation über den Ochsenboden in ein bis zwei Stunden erreichbar. 1927 wurde der Bau einer Drahtseilbahn auf den Schneeberg erwogen.<ref>Vorlage:ANNO</ref> Unweit der Bergstation der Schneebergbahn befindet sich die Elisabethkirche.
Neben der Zahnradbahntrasse wurden im Jahr 2003 sowohl Wasser- und Abwasserleitungen bis zur Bergstation der Bahn verlegt. Im Jahr 2009 wurden auch die Hütten (Damböckhaus, Fischerhütte) angeschlossen. Da der gesamte Kalkstock einen wichtigen Teil des Wasserschutzgebietes der I. Wiener Hochquellenwasserleitung darstellt, war der Bau der Infrastruktur ein großer Schritt zur Reinhaltung.<ref>Fischerhütte – Geschichte Abgerufen am 31. Oktober 2014</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Versorgung mit elektrischem Strom und einer Telefonleitung konnte schon Ende der 1970er- bis Anfang der 1980er-Jahre bewerkstelligt werden (z. B. Fischerhütte 1981).
Der Fußweg von Puchberg am Schneeberg führt im Wesentlichen längs der Trasse der Zahnradbahn an der Südseite des langgestreckten Hengst zur Bergstation und weiter zum Gipfel. Diese Seite des Schneebergs ist auch von Prigglitz, Payerbach, Reichenau und Kaiserbrunn weiter südlich über den Gahns oder den Krummbachstein erreichbar.
Von Losenheim westlich von Puchberg führt der Fadensteig durch die nordseitigen Fadenwände. Dieser leitet direkt zum Kaiserstein.
Vom Höllental im Westen erschließt sich der Schneeberg durch die Weichtalklamm (Klettersteig, Schwierigkeit A–B) oder den parallel geführten Ferdinand-Mayr-Weg sowie über den Kuhschneeberg.
Die Anstiege durch die Nordostflanke des Berges (Nandlgrat, Novembergrat, Herminensteig, Schneidergraben) stellen höhere Anforderungen an die Trittsicherheit und sind stellenweise mit leichter Kletterei verbunden. Der Bürklesteig und Gamsgartlgrat sind nur mit Kletterausrüstung zu bewältigen.
Die bekannteste Skiabfahrt führt über die Breite Ries.
Die Gipfelregion weist mehrere Berghütten auf und wird im Sommerhalbjahr täglich von vielen Hunderten Wanderern, Kletterern und Mountainbikern aufgesucht.