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Parasitischer Röhrling

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(Weitergeleitet von Schmarotzerröhrling)

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Parasitischer Röhrling
Datei:2011-07-19 Pseudoboletus parasiticus 1 71875 cropped.jpg

Parasitischer Röhrling (Pseudoboletus parasiticus) an Dickschaligem Kartoffelbovist (Scleroderma citrinum)

Systematik
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Steinpilzartige (Boletales)
Unterordnung: Boletineae
Familie: Steinpilzverwandte (Boletaceae)
Gattung: Schmarotzerröhrlinge (Pseudoboletus)
Art: Parasitischer Röhrling
Wissenschaftlicher Name
Pseudoboletus parasiticus
(Bull. : Fr.) Šutara

Der Parasitische Röhrling (Pseudoboletus parasiticus, Syn. Xerocomus parasiticus),<ref name="speciesfungorum" /> auch Schmarotzer-Röhrling oder Parasitischer Filzröhrling genannt, ist eine seltene Pilzart, die einerseits als Parasit ausschließlich an Kartoffelbovisten wächst, andererseits aber in der Lage ist, Ektomykorrhizen auszubilden<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>.

Merkmale

Datei:Boletus parasiticus on Scleroderma citrinum.jpg
Der Parasitische Röhrling (Pseudoboletus parasiticus) entzieht dem Dickschaligen Kartoffelbovist (Scleroderma citrinum) Nährstoffe fürs Wachstum seiner eigenen Fruchtkörper.
Datei:Boletus parasiticus — Flora Batava — Volume v15.jpg
Abbildungen des Parasitischen Röhrlings in Jan Kops’ Flora Batava, Band 15 (1877)

Sein Hut ist 1–8 cm breit, feinfilzig, trocken und hell-olivbraun. Seine Röhren sind sandbraun bis schmutzig-oliv, sein Stiel ist schlank, graugelb, stets gebogen, da er um den Wirt herumwächst, und zur Basis hin zugespitzt. Seine Poren sind sehr weit, das Fleisch ist weißlich und nicht blauend. Die Fruchtkörper erscheinen gesellig bis büschelig, oft zu mehreren an einem Kartoffelbovist.

Ökologie und Phänologie

Der Parasitsche Röhrling wird in der Regel als Parasit auf Kartoffelbovisten angesehen. In Kultur bildet er jedoch Ektomykorrhizen, wenn sein Myzel mit Kiefernwurzeln in Kontakt gebracht wurde.<ref name=":0" /> Der Parasitische Röhrling befällt mit seinem Myzel jedoch die Rhizomorphen von Kartoffelbovisten, wächst in den Rhizomorphen in Richtung der Wirtsfruchtkörper und befällt diese, um selbst Fruchtkörper auszubilden<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>. Er bevorzugt dabei den Dickschaligen Kartoffelbovist, Funde auf anderen Arten der Gattung Scleroderma sind selten. Er ist ein ausgesprochener Säurezeiger und bevorzugt sandige Böden, stellt aber keine besonderen Ansprüche an die Wasserversorgung. Er ist sowohl in trockenen, heideartigen Biotopen als auch im Randbereich von Mooren zu finden. Er kommt in diversen Waldtypen bis hin zu bodensauren Fichtenforsten vor.

Die Fruchtkörper erscheinen in Mitteleuropa meist im August und September.

Verbreitung

Der Parasitische Röhrling ist in ganz Europa verbreitet, er kommt wahrscheinlich auch in Nordamerika und Nordafrika vor.

Gefährdung

Die Art wird in den Roten Listen gefährdeter Großpilze von Hessen<ref name="Langer2000" /> und Nordrhein-Westfalen<ref name="Sonneborn1999" /> als stark gefährdet (Kategorie 2) eingestuft, in Roten Listen gefährdeter Großpilze von Bayern<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> als gefährdet (Kategorie 3). In Österreich nimmt die Zahl gemeldeter Fundstellen hingegen zu, weshalb der Parasitische Röhrling in der Roten Liste der Pilze Österreichs nicht als gefährdet eingestuft wird<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>.

Systematik

Der Parasitische Röhrling teilt die Lebensweise, an Vertretern der Sclerodermatineae zu parasitieren, mit Pseudoboletus astraeicola<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>. Zusammen bilden sie die innerhalb der Boletaceae basal stehende, kleine Gattung der Schmarotzerröhrlinge<ref name="speciesfungorum" /><ref name=":1">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>. Trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit sind die Schmarotzerröhrlinge nicht nah mit anderen filzröhrlingsartigen Gattungen (z. B. Xerocomus, Xerocomellus etc.) verwandt.<ref name=":1" />

Bedeutung

Im Unterschied zu seinem giftigen Wirtspilz ist er ungiftig, sein Wert als Speisepilz ist jedoch umstritten und im Hinblick auf die Gefährdung fragwürdig.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Langer2000"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Sonneborn1999"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="speciesfungorum"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (Bull.) Šutara, Česká Mykol. 45(1-2): 2 (1991)Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Parasitischer Röhrling (Pseudoboletus parasiticus) – Album mit Bildern, Videos und AudiodateienSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.