Schmalblättrige Esche
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| Schmalblättrige Esche | ||||||||||||
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| Datei:Fraxinus angustifolia A.JPG
Schmalblättrige Esche (Fraxinus angustifolia) in Paris im Jardin des Plantes | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Fraxinus angustifolia | ||||||||||||
| Vahl |
Die Schmalblättrige Esche oder Quirl-Esche (Fraxinus angustifolia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Eschen (Fraxinus). Sie ist der Gemeinen Esche in Aussehen und Ökologie sehr ähnlich.
Beschreibung
Die Schmalblättrige Esche ist ein laubabwerfender<ref name="WeedsAustralia" /> Baum, der Wuchshöhen von etwa 20 bis über 30 Meter erreicht. Der Stammdurchmesser erreicht über 1 Meter. Die grobe, braun-graue Borke ist rissig bis furchig. Die Baumkrone ist hoch und unregelmäßig und sehr dicht belaubt. Die dünnen, kurzen und hängenden Zweige besitzen eine olivgrüne bis olivbraune Rinde. Die Knospen sind dunkel purpurbraun.
Die gegenständig und oft zu dritt quirlständig angeordneten,<ref name="Fischadler2008"/> in Blattstiel sowie -spreite gegliederten Laubblätter sind 15 bis 20 cm lang und schlanker als die der Gemeinen Esche. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert und besteht aus 7 bis 13 schmalen, eiförmigen bis -lanzettlich oder elliptischen, lanzettlichen Fiederblättchen. Die Rhachis ist rinnig. Die gröber oder feiner, teils spitzig, gesägten, manchmal gezähnten und spitzen bis zugespitzten, oben dunkelgrünen, unten helleren und kahlen Blättchen weisen eine Länge von 3 bis 8 cm und eine Breite von 1 bis 3 cm auf.
Die Schmalblättrige Esche ist andromonözisch, das bedeutet ein Exemplar besitzt sowohl männliche als auch zwittrige Blüten. Sie besitzt traubige Blütenstände. Die Blüte sind ohne Blütenhülle.
Die einsamigen, flachen Flügelnüsse (Samara) sind einseitig geflügelt und 2,5 bis 3 cm lang.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46.<ref name="IPCN" />
Vorkommen
Die Schmalblättrige Esche ist in Südeuropa, Nordafrika und Westasien heimisch. Fundortangaben gibt es für Portugal, Spanien, Frankreich (inklusive Korsika), Italien (inklusive Sardinien und Sizilien), das ehemalige Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, Griechenland, die Türkei, Syrien, das nördliche Algerien, Marokko, Tunesien, Afghanistan, Iran, Irak, Israel, Jordanien, Libanon, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Turkmenistan und auf der Krim<ref name="GRIN" />. In Südafrika und in Australien ist sie ein Neophyt<ref name="GRIN" />. Die Schmalblättrige Esche kommt hauptsächlich in Auwäldern vor. In Mitteleuropa ist sie frosthart und hin und wieder in Parks zu sehen. Das nördlichste natürliche Vorkommen findet sich in Österreich entlang der March und der Leitha.
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Fraxinus angustifolia erfolgte 1804 durch Martin Vahl in Enumeratio Plantarum ..., Band 1, S. 52.<ref name="biodiversitylibrary" /><ref name="tropicos" /> Synonyme für Fraxinus angustifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Vahl sind: Fraxinus angustifolia var. lentiscifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Desf.) A.Henry, Fraxinus lentiscifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Desf.<ref name="GRIN" />
Fraxinus angustifolia gehört zur Sektion Fraxinus in der Gattung Fraxinus<ref name="GRIN" />.
Von der Art Fraxinus angustifolia gibt es vier Unterarten<ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" />:
- Fraxinus angustifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Vahl subsp. angustifolia: Sie kommt im westlichen Mittelmeergebiet vor und von Bulgarien bis zur Türkei.<ref name="WCSP" />
- Fraxinus angustifolia subsp. oxycarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />(M.Bieb. ex Willd.) Franco & Rocha Afonso (Syn.: Fraxinus oxycarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd., Fraxinus oxyphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />M.Bieb., Fraxinus angustifolia subsp. danubialis <templatestyles src="Person/styles.css" />Pouzar): Sie kommt in Nordwestafrika, in Mittel- und Südeuropa bis zur Türkei vor.<ref name="WCSP" />
- Fraxinus angustifolia subsp. persica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Azadi (Syn.: Fraxinus persica <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss., Fraxinus rotundifolia subsp. persica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) A.E.Murray): Sie kommt im westlichen und im südwestlichen Iran vor.<ref name="WCSP" />
- Fraxinus angustifolia subsp. syriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Yalt. (Syn.: Fraxinus syriaca <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss., Fraxinus rotundifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Mill.): Sie kommt von der Türkei bis Pakistan vor.<ref name="WCSP" />
Nutzung
Einige Sorten der Schmalblättrigen Esche werden als Zierpflanzen verwendet<ref name="GRIN" />.
Die Zuchtform 'Monophylla' (auch 'Veltheimii' genannt) hat einfache (ungefiederte) Blätter und ähnelt damit der Einblatt-Esche (Fraxinus excelsior cv. 'Diversifolia').
Siehe auch
Quellen
- Alan Mitchell, übersetzt und bearbeitet von Gerd Krüssmann: Die Wald- und Parkbäume Europas: Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde. Paul Parey, Hamburg und Berlin 1975, ISBN 3-490-05918-2.
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chapter 5 - Fraxinus angustifolia (narrow leaved ash) - PDF ( vom 5. März 2016 im Internet Archive) aus Oxford University Herbaria, Fraxigen – Ash species in Europe and the leaflets Practical guidelines for sustainable use. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online ( vom 4. März 2016 im Internet Archive).
- G. Caudullo, T. Houston Durrant: Fraxinus angustifolia in Europe: distribution, habitat, usage and threats. In: J. San-Miguel-Ayanz et al.: European Atlas of Forest Tree Species. European Union, 2016, ISBN 978-92-79-36740-3, S. 97, PDF, online auf researchgate.net.
Weblinks
- Datenblatt bei Baumkunde.
- Desert ash - Fraxinus angustifolia subsp. angustifolia - Datenblatt bei Weeds of Australia.
- Fraxinus angustifolia bei Trees and Shrubs Online.
Einzelnachweise
<references> <ref name="WeedsAustralia">Weeds of Australia.</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="tropicos">Fraxinus angustifolia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="IPCN">Fraxinus angustifolia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="Fischadler2008"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>