Zum Inhalt springen

Schmalblättriger Klebalant

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Schmalblättriger Klebalant
Datei:Dittrichia graveolens sl19.jpg

Schmalblättriger Klebalant (Dittrichia graveolens)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Klebalant (Dittrichia)
Art: Schmalblättriger Klebalant
Wissenschaftlicher Name
Dittrichia graveolens
(L.) Greuter

Der Schmalblättrige Klebalant (Dittrichia graveolens) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klebalant (Dittrichia) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="FloraWeb" />

Beschreibung

Datei:Dittrichia graveolens.jpg
Illustration
Datei:Dittrichia graveolens Habitus 20September2009 DehesaBoyaldePuertollano.jpg
Habitus im Habitat
Datei:Dittrichia graveolens sl4.jpg
Der Stängel ist infolge von Drüsenhaaren klebrig.
Datei:Dittrichia graveolens sl14.jpg
Die Früchte sind behaart und oben, d. h. unterhalb des Pappus, drüsig.
Datei:Dittrichia graveolens -21609 (22783196456).jpg
Herbarbeleg

Vegetative Merkmale

Dittrichia graveolens ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50, selten bis 100 Zentimetern erreicht. Sie ist stark ästig und weist im Umriss einen pyramidenförmigen Aufbau auf. Die linealischen Laubblätter sind 1 bis 2 Millimeter breit und riechen nach Kampfer.<ref name="Jahn-Schönfelder1995" />

Generative Merkmale

Die Blütenkörbe haben einen Durchmesser von bis zu 10 Millimetern. Die Zungenblüten sind mit einer Länge von 4 bis 7 Millimetern entweder nicht oder höchstens geringfügig länger als die Hüllblätter.<ref name="Jahn-Schönfelder1995" />

Die Blütezeit reicht von Juli bis Dezember.<ref name="Jahn-Schönfelder1995" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16, 18 oder 20.<ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Dittrichia graveolens ist ein Schaft-Therophyt.

Vorkommen

Dittrichia graveolens kommt ursprünglich im Mittelmeerraum, in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, in Vorderasien, Pakistan und Indien vor.<ref name="GRIN" /> Dittrichia graveolens wurde außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes verschleppt.<ref name="Jahn-Schönfelder1995" /> Sie ist ein Neophyt in Mitteleuropa, Großbritannien, Ägypten, Südafrika, Australien, Neuseeland und in den Vereinigten Staaten.<ref name="GRIN" /> In Deutschland ist sie seit 1950 nachgewiesen und gilt als eingebürgerter Neophyt.<ref name="FloraWeb" /><ref name="Düll2011" />

Dittrichia graveolens wächst an trockenen Ruderalstellen und in Flussbetten,<ref name="Jahn-Schönfelder1995" /> vor allem aber entlang der Autobahnen und Eisenbahngeleise.<ref name="Düll2011" /> Die Standorte können von Salz beeinflusst sein.<ref name="Jahn-Schönfelder1995" /> Dittrichia graveolens wächst vor allem in Pflanzengesellschaften der Verbände Sisymbrion und Salsolion.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w (mäßig trocken aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch), Salztoleranz 1 (tolerant).<ref name="InfoFlora" />

Verwendung

Dittrichia graveolens eignet sich als Insektizid, z. B. als Mottenmittel.<ref name="Düll2011" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1755 unter dem Namen (Basionym) Erigeron graveolens durch Carl von Linné. Das Artepitheton graveolens bedeutet stark duftend. Die Neukombination zu Dittrichia graveolens <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Greuter wurde 1973 durch Werner Greuter veröffentlicht. Weitere Synonyme für Dittrichia graveolens <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Greuter sind: Inula graveolens <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Desf., Jacobaea graveolens <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Merino, Cupularia graveolens <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Godr. & Gren. und Inula quadridentata <templatestyles src="Person/styles.css" />Lag.<ref name="Euro+Med" /> Die einzige Schwesterart ist Dittrichia viscosa.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Dittrichia graveolens (L.) Greuter, Klebalant. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Jahn-Schönfelder1995"> </ref> <ref name="Düll2011"></ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae.: Datenblatt Dittrichia graveolens In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="InfoFlora"> Dittrichia graveolens (L.) Greuter In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>

Weblinks