Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Rispiges Gipskraut – Wikipedia Zum Inhalt springen

Rispiges Gipskraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Schleierkraut)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Rispiges Gipskraut
Datei:Gypsophila paniculata.jpg

Schleier-Gipskraut (Gypsophila paniculata)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Gattung: Gipskräuter (Gypsophila)
Art: Rispiges Gipskraut
Wissenschaftlicher Name
Gypsophila paniculata
L.

Das Rispige Gipskraut (Gypsophila paniculata), auch Rispen-Gipskraut und Schleier-Gipskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gipskräuter (Gypsophila) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sie wird gärtnerisch einfach Schleierkraut genannt und als Zierpflanze verwendet.

Beschreibung

Datei:Illustration Gypsophila paniculata0.jpg
Illustration von Otto Wilhelm Thomé
Datei:Gypsophila paniculata sl32.jpg
Makroaufnahme einer Blüte
Datei:Gypsophila paniculata sl50.jpg
Reife Kapselfrucht mit Samen

Vegetative Merkmale

Das Rispige Gipskraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 90 Zentimetern. Es bildet eine rübenartig verdickte Wurzel von bis zu 2,4 Meter Länge aus.<ref name="Hegi1979" /> Die Stängel stehen aufrecht und sind kahl, lediglich am Grund sind sie mit weichen Drüsenhaaren besetzt.

Die Blätter sind gegenständig am Stängel angeordnet. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 20 bis 70 Millimetern sowie einer Breite von 2,5 bis 10 Millimetern lanzettlich mit scharf zugespitztem oberen Ende.

Generative Merkmale

Viele Blüten sind locker in einem rispigen Blütenstand angeordnet, der drüsig behaart oder kahl ist.

Die meistens zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von etwa 4 Millimetern radiärsymmetrisch. Der Kelch ist 1,5 bis 2 Millimeter lang und die Kelchzähne sind eiförmig mit stumpfem oberen Ende. Die Kronblätter sind 3 bis 4 Millimeter lang, am oberen Ende gerundet und weiß, selten rosafarben. Die Staubblätter sind länger als die Blütenkrone.

Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von 3 bis 5 Millimetern rundlich. Die Samen tragen stumpfe Höcker.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28, 34.

Ökologie und Phänologie

Die Blüten sind meistens zwittrig und proterandrisch. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem durch Zweiflügler und Hautflügler. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Das Rispige Gipskraut ist ein Steppenroller.

Vorkommen

Das Rispige Gipskraut ist von Mittel-, Ost- und Südosteuropa bis Westsibirien und zur Mongolei weitverbreitet.<ref name="GRIN" /> In Nord- und Südamerika, in Australien und Neuseeland ist es ein Neophyt.<ref name="GRIN" /> In Mitteleuropa reichen die natürlichen Vorkommen bis nach Wien und ins Marchfeld (Niederösterreich) und Südmähren. Es wird häufig als Zierpflanze verwendet und verwildert in Mitteleuropa selten, so in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Baden-Württemberg und Südtirol.

Es wächst in Sandsteppen und auf sandigen Hügeln. Verwildert kommt es auch in Sandtrockenrasen, auf Schutt und entlang von Bahn- und Uferdämmen vor. Es ist auf die colline Höhenstufe beschränkt.

Taxonomie und Systematik

Das Rispige Gipskraut wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1, Seite 407 als Gypsophila paniculata erstbeschrieben.

Man kann eine besondere Varietät unterscheiden:

  • Gypsophila paniculata var. araratica <templatestyles src="Person/styles.css" />Hub.-Mor.: Sie wurde 1967 aus der östlichen Türkei beschrieben.<ref name="POWO" />

Nutzung

Das Rispige Gipskraut wird als Zierpflanze vielseitig verwendet. Es wird hauptsächlich als "Schleierkraut" in Trockensträußen genutzt. In der Vergangenheit wurden die saponinreichen Wurzeln als Seifenwurzeln verwendet, die Pflanzen dafür kultiviert.<ref name="Friedrich1979" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Hegi1979"> Hermann Meusel: Gypsophila. In: . </ref> <ref name="POWO">Datenblatt Gypsophila paniculata bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> <ref name="Friedrich1979">Hans-Christian Friedrich: Familie Caryophyllaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band III, Teil 2, Seite 964–966. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1979. ISBN 3-489-60020-7</ref> </references>

Weblinks