Scheibenschötchen
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| Scheibenschötchen | ||||||||||||
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| Datei:Peltaria alliacea3.JPG
Lauch-Scheibenschötchen (Peltaria alliacea) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Peltaria | ||||||||||||
| Jacq. |
Die Scheibenschötchen (Peltaria) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).<ref name="Brassibase" /> Der deutsche Trivialname Scheibenschötchen leitet sich aus der Form der Früchte ab, ebenso wie der wissenschaftliche Gattungsname Peltaria, das sich von griechischen Wort πέλτη = pelte für „kleiner Schild“ herleitet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Scheibenschötchen-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher.
Die Laubblätter sind am Stängel verteilt. Die Pflanzen sind kahl oder mit spärlichen Gabelhaaren besetzt und oft blaugrün bereift. Die Scheibenschötchen besitzen (wenige) langgestielte Grundblätter und sitzende Stängelblätter mit geöhrtem oder verschmälertem Grund.
Generative Merkmale
Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter besitzen an der Spitze einen häutigen Rand. Die vier weißen oder rötlichen Kronblätter sind kurz genagelt.
Die Früchte hängen an einem kurzen Fruchtstiel. Die Schötchen sind scheibenförmig und völlig flach und enthalten nur ein bis drei Samen. Die reifen Schötchen sind stark erhaben, netzaderig und von einem Randnerv umzogen.<ref name="Markgraf1958"/>
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Peltaria wurde 1762 durch Nikolaus Joseph von Jacquin in Enum. Stirp. Vindob. S. 260 aufgestellt.<ref name="Brassibase" />
Ein Synonym für Peltaria <templatestyles src="Person/styles.css" />Jacq. ist Leptoplax <templatestyles src="Person/styles.css" />O.E.Schulz.<ref name="GRIN"/>
Die Scheibenschötchen-Arten kommen von Südosteuropa über den Nahen Osten bis Zentralasien vor.
Nach Warwick, Francis und Al-Shehbaz<ref name="Checklist2006"/> und Klaus Kubitzki<ref name="Kubitzki2003"/> umfasst die Gattung vier Arten, von denen zwei Arten in Europa vorkommen<ref name="Ball1993"/>. Es sind aber wohl nur noch drei Arten.<ref name="Brassibase" />
Arten und ihre Verbreitung
Es gibt drei bis vier Arten:
- Lauch-Scheibenschötchen (Peltaria alliacea <templatestyles src="Person/styles.css" />Jacq.,<ref name="Brassibase" /> Syn.: Peltaria perennis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ard.) Markgraf): Sie kommt vom südöstlichen Österreich bis Albanien und Rumänien vor. Chromosomenzahl 2n = 14 (28, 56).
- Peltaria angustifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.:<ref name="Brassibase" /> Sie kommt im Vorderen Orient in Israel<ref name="WildflowersIL"/>: nur auf den Golan-Höhen, Hermon-Gebirge und in Jordanien, Irak sowie Iran vor. Chromosomenzahl 2n = 14.
- Peltaria emarginata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Hausskn. (Syn.: Leptoplax emarginata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) O.E.Schulz): Dieser Endemit kommt nur in Griechenland vor. Dies ist wohl ein Synonym von Bornmuellera emarginata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Rešetnik.<ref name="Brassibase" />
- Peltaria turkmena <templatestyles src="Person/styles.css" />Lipsky:<ref name="Brassibase" /> Sie kommt in Zentralasien vor. Chromosomenzahl 2n = 14.
Nicht mehr zu dieser Gattung wird gerechnet:
- Peltaria aucheri <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss. → Ricotia aucheri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) B.L.Burtt:<ref name="Brassibase" /> Sie kommt in der Türkei und im Kaukasusraum vor.
Literatur
- Gustav Hegi (Begr.), Friedrich Markgraf (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band IV Teil 1. Zweite Auflage. Carl Hanser Verlag, München 1958–1963, S. 270–273.
- S. I. Warwick, I.A. Al-Shehbaz: Brassicaceae: Chromosome number index and database on CD-Rom. In: Plant Systematics and Evolution. Band 259, Nr. 2–4, 2006, S. 237–248. DOI: 10.1007/s00606-006-0421-1
- S. I. Warwick, A. Francis, I. A. Al-Shehbaz: Brassicaceae: Species checklist and database on CD-Rom. In: Plant Systematics and Evolution. Band 259, Nr. 2–4, 2006, S. 249–258. DOI: 10.1007/s00606-006-0422-0
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Brassibase"> Datenblatt Peltaria auf Brassibase von der Uni Heidelberg. </ref> <ref name="Checklist2006"> S. I. Warwick, A. Francis, I. A. Al-Shehbaz: Brassicaceae: Species checklist and database on CD-Rom. In: Plant Systematics and Evolution. Band 259, Nr. 2–4, 2006, S. 249–258. DOI: 10.1007/s00606-006-0422-0 </ref> <ref name="Kubitzki2003"> </ref> <ref name="Markgraf1958"> Friedrich Markgraf: Familie Cruciferae. S. 270–273. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage, Band IV, Teil 1, Verlag Carl Hanser, München 1958. </ref> <ref name="Ball1993"> Peter William Ball: Peltaria Jacq. auf S. 358. In: Thomas Gaskell Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. 2. Auflage, Band 1: Psilotaceae to Platanaceae. Cambridge University Press, Cambridge 1993, ISBN 0-521-41007-X. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="WildflowersIL"> Datenblatt Peltaria angustifolia (Beschreibung, Vorkommen, Fotos) </ref> </references>