Schatten-Mönch
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| Schatten-Mönch | ||||||||||||
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| Datei:Cucullia umbratica01.jpg
Schatten-Mönch (Cucullia umbratica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cucullia umbratica | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Der Schatten-Mönch (Cucullia umbratica) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).
Merkmale
Der Schatten-Mönch erreicht eine Flügelspannweite von etwa 42 bis 52 Millimetern<ref name="Kimber"/>. Die Vorderflügel sind aschgrau, schmal und lang und laufen im Apex spitz zu. Der Außenrand der Vorderflügel verläuft nahezu gerade. Im Mittelfeld findet man einen mehr oder weniger deutlichen ockerfarbenen Wisch, der den Schattenmönch von anderen Cucullia-Arten unterscheidet. Im Saumfeld befinden sich sehr dünne schwarze, weißlich gerandete Striche und unter der verloschenen Nierenmakel ist ein kurzer, schwarzer Bogenstrich zu sehen. Die Saumlinie ist schwarz gefärbt und in Strichflecke aufgelöst. Die Hinterflügel der Männchen haben eine weißliche Grundfärbung mit einem dunklen Geäder, während die Hinterflügel der Weibchen bräunlich und an der Basis mehr oder weniger aufgehellt sind.
Die Raupen zeichnen sich durch eine schwarz-braun marmorierte Tarnfärbung aus, die sie von anderen Cucullia-Arten unterscheidet. Die Spitzen der Bauchbeine und des Nachschiebers (letztes Beinpaar) sind weißlich, die Unterseite und die Beine sind schwarz.
Ähnliche Arten
- Kamillen-Mönch (Cucullia chamomillae) (Denis & Schiffermüller, 1775)
- Lattich-Mönch (Cucullia lactucae) (Denis & Schiffermüller, 1775)
- Rainfarn-Mönch (Cucullia tanaceti) (Denis & Schiffermüller, 1775)
- Kräuter-Mönch (Cucullia lucifuga) (Denis & Schiffermüller, 1775)
- Cucullia fraterna (Butler, 1878)
- Cucullia syrtana (Mabille, 1888). Nordafrika, Teneriffa, Fuerteventura
- Glockenblumen-Mönch (Cucullia campanulae) (Freyer, 1831)
- Dunkelgrauer Goldaster-Mönch (Cucullia xeranthemi) (Boisduval, 1840)
Geographische Verbreitung und Lebensraum
Man findet den Schattenmönch in ganz Europa mit Ausnahme des südlichen Mittelmeerraums, wo die Art entweder fehlt oder nur in den Gebirgen vorkommt (Südspanien, Süditalien, Griechenland). Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis zu den Orkney-Inseln und in das mittlere Fennoskandien. Außerhalb von Europa ist der Schattenmönch von Vorderasien und dem Kaukasusgebiet bis nach Ostsibirien, Turkestan und die Mongolei verbreitet.<ref name="Ebert"/> Seit 1998 ist die Art auch in der Nähe von Havre-aux-Maisons, Magdalenen-Inseln (Québec, Kanada) nachgewiesen, wohin sie vermutlich eingeschleppt worden ist.<ref name="Handfield"/>
Er ist ein häufiger und weit verbreiteter Nachtfalter. Er besiedelt hauptsächlich Offenlandbiotope wie Heiden, Ödländer, Wiesen, Waldränder, Gärten, Parks.
Lebensweise
Der Schatten-Mönch bildet eine Generation im Jahr, deren Falter von Mitte Mai bis Mitte August fliegen. Die dämmerungs- und nachtaktiven Falter werden von künstlichen Lichtquellen angezogen. Die Falter findet man tagsüber ruhend an Zaunpfählen, Telegrafenmasten oder anderen verwitterten Holzoberflächen, wo sie wegen ihrer Färbung gut getarnt sind. Sie fliegen in der Dämmerung und am Abend verschiedene Blüten an, u. a. von
- Pechnelken (Lychnis spec.)<ref name="Skinner"/>
- Leinkräutern (Silene spec.)<ref name="Skinner"/>
- Heckenkirschen (Lonicera spec.)<ref name="Skinner"/><ref name="Ebert"/>
- Bartnelke (Dianthus barbatus)<ref name="Skinner"/>
- Rote Spornblume (Centranthus ruber)<ref name="Skinner"/>
- Disteln<ref name="Skinner"/>
- Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii)<ref name="Ebert"/>
- Wohlriechendes Geißblatt (Lonicera caprifolium)<ref name="Ebert"/>
- Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus)<ref name="Ebert"/>
- Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)<ref name="Ebert"/>
- Hoher Stauden-Phlox (Phlox paniculata)<ref name="Ebert"/>
- Türkenbundlilie (Lilium martagon)<ref name="Ebert"/>
Die Raupen können von Ende Juni bis September angetroffen werden.<ref name="Koch"/> Eine zweite Generation in klimatisch günstigen Gebieten wird diskutiert.<ref name="Schön"/>
Die Raupen sind nachtaktiv und verstecken sich am Tag unter den Blättern in Bodennähe. Sie fressen an folgenden Futterpflanzen:
- Gänsedisteln (Sonchus spec.)<ref name="Koch"/>
- Habichtskräuter (Hieracium spec.)<ref name="Koch"/>
- Wegwarten (Cichorium spec.)<ref name="Koch"/>
- Ferkelkräuter (Hypochocris spec.)<ref name="Koch"/>
- Löwenzahn (Taraxacum) (Taraxacum spec.)<ref name="Koch"/>
- Löwenzahn (Leontodon) (Leontodon spec.)<ref name="Koch"/>
Sie verpuppen sich im Herbst im Boden, wobei die Puppen häufig ein bis zwei Jahre überliegen.<ref name="Koch"/>
Quellen
Einzelnachweise
<references> <ref name="Kimber">Guide to the moths of Great Britain and Ireland. Ian Kimber, abgerufen am 15. Dezember 2006.</ref> <ref name="Ebert">Günter Ebert (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs Band 6, Nachtfalter IV. Ulmer Verlag Stuttgart 1997 (Eulen (Noctuidae) 2. Teil), ISBN 3-8001-3482-9</ref> <ref name="Handfield">Louis Handfield1 und Daniel Handfield: Cucullia umbratica (Lepidoptera, Noctuidae), a new European noctuid in North America. ZooKeys 39: 183–186, 2010 doi:10.3897/zookeys.39.426</ref> <ref name="Skinner">Bernard Skinner: Colour Identification Guide to Moths of the British Isles, Penguin UK 1999, ISBN 0-670-87978-9</ref> <ref name="Koch">Manfred Koch: Wir bestimmen Schmetterlinge. Band 3: Eulen. 2., erweiterte Auflage. Neumann, Leipzig/Radebeul 1972, DNB 760072930.</ref> <ref name="Schön">Portal für Schmetterlinge und Raupen. Schattenmönch Cucullia umbratica. Walter Schön, abgerufen am 15. Dezember 2006.</ref> </references>
Literatur
- Gábor Ronkay, Lázló Ronkay: Cuculliinae I. - Noctuidae Europaeae, Volume 6., Sorø, 1994, ISBN 87-89430-03-4
Weblinks
- www.lepiforum.de Taxonomie und Fotos
- www.schmetterling-raupe.de Portal für Schmetterlinge und Raupen
- Moths and Butterflies of Europe and North Africa (englisch)