Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Geoglyphe – Wikipedia (Deutsch) – Lokale KopieZum Inhalt springen
Eine Geoglyphe (auch derGeoglyph,<ref>Duden online: die Geoglyphe und der Geoglyph</ref> Erd- oder Bodenzeichnung genannt) ist eine großflächig auf dem Erdboden geformte, in Linien gezeichnete oder durch Straßen- und Wegezüge gebildete Figur. Geoglyphen können sich über mehrere hundert Meter erstrecken und sind wegen dieser Ausdehnung oftmals nur aus der Luft erkennbar.
Ein Scharrbild entsteht durch das Entfernen der dunkleren Oberschicht von Gestein, Geröll oder Erdreich, so dass die helle Unterschicht sichtbar wird. Die helleren Partien ergeben die Zeichnung des Scharrbildes. Beispiele für diese Geoglyphen sind die Nazca-Linien in Peru und das Uffington White Horse als eines der Scharrbilder in England.
Prähistorische Geoglyphen
Geoglyphen können bei günstigen klimatischen Bedingungen lange Zeiträume überdauern, ohne von Denudations-Prozessen ausradiert zu werden. Prähistorische Geoglyphen stellen häufig Tiere dar, zum Beispiel: Affe, Ameisenbär, Condor, Eidechse, Elch, Flamingo, Fregattvogel, Hund, Kolibri (siehe Bild oben), Libelle, Papagei, Pelikan, Pferd, Schlange, Spinne und Wal.<ref>Stanislav A. Grigoriev, Nikolai M. Menshenin: Discovery of a geoglyph on the Zjuratkul Ridge in the southern Urals antiquity.ac.uk. Koordinaten: {{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=54/56/33/N|EW=59/11/32/E|type=landmark|region=RU-CHE|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=Zjuratkul}}|article=|text=/|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5
}}}}.</ref> Es gibt auch Darstellungen von Bäumen und Blumen. Oft sind mit den Bildern bestimmte Bedeutungen verbunden.
Die indianischenMounds in Nordamerika sind meist Grabbauten. Bei den sogenannten effigy mounds werden Tierfiguren mit Geoglyphen dargestellt. Im Effigy Mounds National Monument in Iowa gibt es 31 solche Mounds mit Tierfiguren. Ein weiteres Beispiel ist der Great Serpent Mound in Ohio.<ref>Josleen Wilson: The Passionate Amateur’s Guide to Archaeology in the United States. Collier Books, New York 1980, Stichwort mound building.</ref>
Die Nazca-Linien in Peru sind Scharrbilder. Überwiegend handelt es sich um gerade Linien, es sind aber auch geometrische Figuren (Trapez, Spirale) und zahlreiche Tierfiguren vertreten. Zur Bedeutung der Nazca-Linien sind zahlreiche Theorien und Hypothesen entwickelt worden. Im Vordergrund steht die Annahme einer religiösen Bedeutung. Es könnte aber auch ein Zusammenhang mit der Astronomie bestehen – oder mit unterirdischen Wassersammelanlagen. Eine Veränderung des Klimas mit zunehmender Wüstenbildung könnte ein Auslöser für die Erschaffung der Nazca-Linien gewesen sein.
Im Amazonasgebiet wurden seit 1999 bei Rodungsarbeiten bislang mehr als 200 geometrische Formen wie Kreise und Quadrate entdeckt, viele durch gerade Straßen verbunden. Ihr Zweck ist unklar.
Der personelle Aufwand für deren Erstellung steht im Widerspruch zur bisherigen Annahme, die in dem Gebiet nur kleinere Siedlungen für möglich hielt. Die Geoglyphen verteilen sich über 250 km und werden auf die Jahre 200–1283 datiert.<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|Vorlage:FormatDate/Wartung/Error}}| |}}}}{{#if:John Roach|John Roach: }}{{#if:|{{#if:"Lost" Amazon Complex Found; Shapes Seen by Satellite|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel="Lost" Amazon Complex Found; Shapes Seen by Satellite}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:http://news.nationalgeographic.com/news/2010/01/100104-amazon-lost-civilization-circles/%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1="Lost" Amazon Complex Found; Shapes Seen by Satellite}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=http://news.nationalgeographic.com/news/2010/01/100104-amazon-lost-civilization-circles/}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1="Lost" Amazon Complex Found; Shapes Seen by Satellite}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:National Geographic2010-01-04{{#if: 2018-01-02 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
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Auch zeitgenössische Künstler der Land Art haben Geoglyphen geschaffen. Bekannte Beispiele sind:
die Begleiterscheinung XI auf Lanzarote von Eberhard Bosslet (Teil der Werkreihe Bauzeichnungen, Reformierungen und Begleiterscheinungen auf den Kanarischen Inseln, Beginn 1983)
die Werkreihe Rhythms of Life von Andrew Rogers (Beginn 1999), bestehend aus derzeit 51 monumentalen Geoglyphen in sechzehn Ländern auf sieben Kontinenten (Stand 2018)<ref>Rhythms of Life andrewrogers.org</ref>
Wie alle anderen Strukturen auf der Erdoberfläche können Geoglyphen zur Orientierung durch Luftfahrzeuge genutzt werden. Eigens für die Piloten der Edwards Air Force Base in Kalifornien wurde die weltgrößte Windrose auf dem Boden des Salzsees Rogers Dry Lake als Geoglyphe geschaffen.
Kornkreise sind den Bodenzeichnungen sehr ähnlich. Sie werden aber nicht direkt auf dem Erdboden gezeichnet und haben auch nur eine kurze Lebensdauer.
Anklänge im Städtebau und bei Landgewinnungsprojekten
Im Städtebau werden gelegentlich figürliche Grundrisse gewählt, die mit Geoglyphen vergleichbar sind („figurativer Städtebau“). Beim Blick auf den Stadtplan kann dann ein ähnlicher Eindruck entstehen wie bei großformatigen Geoglyphen. Auch künstlichen Inseln wird manchmal eine besondere Gestalt verliehen.
Städtebau
Der Grundriss der alten Inka-Stadt Cusco soll einen liegenden Puma darstellen. Die Festung Sacsayhuamán bildet dabei den Kopf und der Hauptplatz den Bauch des Pumas. Der Körper des Pumas wird von zwei Flüssen begrenzt, die sich am hinteren Ende vereinigen.<ref>Cusco: Heart of the Inka Universe Webseite des National Museum of the American Indian, mit Zeichnung und Erläuterung im Video.</ref> Einige Forscher zweifeln diese Theorie allerdings an.<ref>Mark Cartwright: Cusco Ancient History Encyclopedia, 30. Januar 2015.</ref> Sie wurde unter anderem von George Kubler vertreten.<ref>George Kubler: The Art and Architecture of Ancient America. Penguin Books, 1962, S. 314. Zitat: “The city itself between the rivers was a sacred thing, and it was likened to a puma, with the tail at the confluence of the rivers, the head at the fortress, and the body at the main plaza, surrounded by courtyard dwellings.”</ref> Datei:Cuzco1860.jpgCuzco, Karte von Ephraim George Squier, um 1860: Die Festung Sacsayhuamán im Norden der Stadt gibt den Kopf des liegenden Puma (puma yacente) an,<ref>http://maps.google.com/maps?ll=-13.518333,-71.978056&spn=0.1,0.1&t=h&q=-13.518333,-71.978056 Google Maps</ref> dessen Umrisse durch die noch erhaltenen Inkamauern gebildet sind.
In den Niederlanden wurde im Jahr 2007 das Projekt diskutiert, in der Nordsee eine rund 50 Kilometer lange künstliche Insel in der Form einer Tulpe zu erschaffen.<ref>100.000 Hektar groß: Niederlande planen künstliche Tulpen-Insel spiegel.de, 10. Dezember 2007.</ref>
Literatur
Rudolf Drößler: Kulturen aus der Vogelschau. Archäologie im Luftbild. Jena / Berlin 1987.
Viola Zetzsche: Ein Modellhelikopter über versunkenen Städten. In: Antike Welt. 1/2006.
Karsten Lambers: The Geoglyphs of Palpa, Peru: Documentation, Analysis, and Interpretation. Lindensoft Verlag, Aichwald 2006, ISBN 3-929290-32-4. (Angaben zum Buch)
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