Zum Inhalt springen

Schapfenmühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
SchapfenMühle GmbH & Co KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Schapfen Mühle Logo.svg
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1452
Sitz Ulm, Deutschland
Leitung Ralph Seibold
Mitarbeiterzahl 175 (2014)
Umsatz 61,7 Mio. Euro (2013)
Branche Müllereiprodukte
Website www.schapfenmuehle.de
Datei:Schapfenmuehle.jpg
Nord-West-Ansicht des Getreidesilos
Datei:Schapfenmuehle Northface.png
Entwurf des Siloturms mit Wirtschaftsgebäuden

Die Schapfenmühle ist eine Getreidemühle in Jungingen, einem nördlichen Stadtteil von Ulm am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb. Sie wurde 1452 erstmals urkundlich erwähnt und ist damit das älteste noch produzierende Unternehmen in der Stadt Ulm.<ref name="abz">Der höchste Getreidespeicher der Welt. In: Allgemeine Bäcker-Zeitung. Nr. 17, 30. April 2005, S. 7</ref>

Mühle

Die heutige Mühle wurde im Jahre 1985 fertiggestellt, nachdem die Mühle am ursprünglichen Standort am Weinhof im Ulmer Fischerviertel am Pfingstsonntag 1983 einem Brand zum Opfer gefallen war. Sie hat eine Mahlleistung von rund 100 Tonnen in 24 Stunden. 1991 wurde die Mühle um eine Schälmühle erweitert, in welcher ebenfalls rund 100 Tonnen Getreide pro Tag geschält wird. Das Getreide stammt von rund 500 landwirtschaftlichen Betrieben aus Baden-Württemberg und Bayern im Umkreis von 50 bis 60 km. Verarbeitet werden alle Arten von Getreide. Zu den Produkten gehören Mehle, Flocken aller Getreidearten sowie Backmischungen. An die Mühle sind eine Mischanlage sowie eine Versuchsbäckerei angeschlossen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Getreidesilo

Das Getreidesilo der Schapfenmühle wurde von Juni 2004 bis Januar 2005 erbaut und erreicht auf einer Grundfläche von 10,1 × 16,7 m² eine Höhe von 116 m bis zur Gebäudeoberkante und knapp 125 m inklusive Antennenmast des Mobilfunkbetreibers E-Plus. Damit ist es das zweithöchste Getreidesilo der Welt, nachdem der damals 120 m hohe Henninger-Turm in Frankfurt am Main im Jahr 2013 abgerissen wurde. Lediglich der Swissmill Tower in Zürich ist mit 118 m bis zur Gebäudeoberkante höher<ref>In Zürich steht der höchste Kornspeicher der Welt. Bericht auf watson.ch, 14. September 2015</ref>. Den Entwurf des Silos verantwortet das heimische Büro Seidel Architekten.<ref>InformationsZentrum Beton: Turm in Gleitbauweise – Getreidesilo Zur Schapfenmühle in Ulm, abgerufen am 5. August 2019.</ref><ref name=seidel>Seidel:Architekten: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Industriebau: Silogebäude – Ein Turm am Stadteingang (Memento vom 21. Februar 2019 im Internet Archive), abgerufen am 5. August 2019.</ref> In Ulm ist der Siloturm, der zwischen 2005 und 2008 mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichnet wurde<ref name=seidel></ref>, das dritthöchste Bauwerk und das zweithöchste Gebäude (neben dem Fernmeldeturm Ulm-Ermingen mit 162 m und dem Ulmer Münster mit 161,53 m).

In 30 Zellen im Inneren des Turms können rund 8.500 Tonnen Getreide gelagert werden. Die Aufnahmeleistung beträgt 120 Tonnen pro Stunde. Die Fassade der Südseite ist mit einer aus 1300 CIS-Solarmodulen bestehenden Photovoltaikanlage versehen, die jährlich etwa 70.000 kWh Strom produziert.<ref>Mit Solarenergie hoch hinaus. In: Leuchtturmprojekte zur Nutzung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg. Umweltministerium Baden-Württemberg, Stuttgart 2007, S. 15</ref> Durch die senkrechte Montage erbringt die Anlage jedoch nur rund 70 Prozent der theoretisch möglichen Ausbeute.<ref>Strom aus der Folie. In: Spiegel Online. 12. Mai 2007</ref>

Die Gesamtkosten des Bauwerks betrugen 6,24 Mio. Euro, davon wurden 1,56 Mio. Euro wegen der erwarteten Verbesserung der Marktstruktur vom Land Baden-Württemberg übernommen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.mlr.baden-wuerttemberg.deGetreide aus der Region hat Vorfahrt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive ). Pressemitteilung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg. 15. April 2005</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Schapfenmühle – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 25′ 57″ N, 9° 58′ 58″ O

 {{#coordinates:48,4325|9,9827777777778|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BW
   |type=landmark
  }}