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Schabiha

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(Weitergeleitet von Schabiha-Milizen)

Als Schabiha (arabisch شبّيحة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder auch Schabiha-Milizen werden die irregulären, bewaffneten Gruppen bezeichnet, die von den Cousins des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Fawaz al-Assad und Mundhir al-Assad geführt werden.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/kurier.atSchabiha-Miliz: Syriens bewaffnete Banden (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. In: Kurier. 14. Juni 2012</ref><ref>Syrien: Menschenrechtler berichtet von Massenexekution an Sunniten. In: Spiegel Online. 6. Dezember 2011</ref>

Herkunft des Begriffs und Bedeutung

Zum Ursprung des Begriffs gibt es unterschiedliche Theorien. Eine Theorie leitet den Namen von dem arabischen Wort „schabh“ (arabisch شَبْح {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Gespenst‘) ab, als Referenz zum verbreiteten umgangssprachlichen Spitznamen für ein oft von Gangstern gefahrenes Modell der Automarke Mercedes-Benz. Eine weitere Theorie leitet den Begriff von der Umschreibung körperlicher Gewalt im Sinne des Dehnens und Stoßens von Armen und Beinen her.<ref>Salwa Ismail: The Rule of Violence - Subjectivity, Memory and Government in Syria. Cambridge, 2018, S. 84f</ref>

Der Begriff wird auch generell für Unterstützer des Assad-Regimes, zum Beispiel Milizionäre oder Informanten außerhalb der Gruppe der namensgebenden kriminellen Vereinigungen, breiter verwendet.<ref>Adam Baczko, Gilles Dorronsoro, Arthur Quesnay: Civil War in Syria - Mobilization and Competing Social Orders. Cambridge, 2017, S. 90n32</ref> Diese wurden mit dem arabischen Wort „schabh“ (arabisch شَبْح {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Gespenst‘) belegt, was sich auch aus dem arabischen Verb „schabbah“ ableitet, was mit "herumgeistern" im Sinne von "herumspionieren" für das Asssad-Regime übersetzt werden kann.<ref>Christoph Leonhardt: Religion und Gewalt in Syrien. Legitimierung und Mobilisierung unter der Assad-Dynastie (1970–2020), in: Konfrontation und Kooperation im Vorderen Orient 19, Münster 2024, S. 395, ISBN 978-3-643-25119-0 Religion und Gewalt in Syrien. In: lit-verlag.de. Abgerufen am 10. Juli 2025.</ref>

Ursprung

Die Schabiha formierten sich in den 1970er Jahren als Schmugglerbande in der Hafenstadt Latakia und ihrem Umland aus armen Alawiten.<ref name="Richter">Steffen Richter: Syrien-Krieg: Erst Schmuggler, dann Schläger für das Assad-Regime. In: Die Zeit. 7. Juni 2012, abgerufen am 14. Juni 2012.</ref> Durch die ethnische Verbindung mit der ebenfalls größtenteils alawitischen Elite Syriens genossen sie den Schutz des Regimes.<ref>Christoph Leonhardt: Religion und Gewalt in Syrien. Legitimierung und Mobilisierung unter der Assad-Dynastie (1970–2020), in: Konfrontation und Kooperation im Vorderen Orient 19, Münster 2024, S. 395, ISBN 978-3-643-25119-0 Religion und Gewalt in Syrien. In: lit-verlag.de. Abgerufen am 10. Juli 2025.</ref> Heute gehören zur Schabiha etwa 10.000 meist jüngere alawitische Männer, die aus den Gebirgsregionen Nordwestsyriens stammen, dem traditionellen Siedlungsgebiet der Alawiten.<ref name="Chimelli">Rudolph Chimelli: Syrien – In den Fängen des Assad-Clans. In: Süddeutsche Zeitung. 15. April 2011</ref>

Rolle im Syrischen Bürgerkrieg

Als sich im Vorfeld des syrischen Bürgerkriegs die Demonstrationen vom peripheren Dar'a nach Nord- und Zentralsyrien ausbreiteten, begannen die Schabiha, sich an der Gewalt gegenüber den Demonstranten zu beteiligen.<ref name="Chimelli" /> Erstmals traten sie in größerem Ausmaß in Erscheinung, als Anfang April 2011 Massenproteste in Baniyas stattfanden, einer Stadt, die im traditionellen Kerngebiet der Schabiha liegt.<ref>Silke Lode: Assad lässt zurückschlagen. In: Süddeutsche Zeitung. 13. April 2011, S. 7</ref>

Mit zunehmender Intensität des Konflikts wurden die Schabiha immer mehr zu einem Werkzeug des Assad-Regimes zur Niederschlagung des Aufstands.<ref name="Richter" /> Die Miliz soll an der Verhaftung von Demonstranten beteiligt und für die Exekution von desertierten Soldaten verantwortlich sein. Ihnen wurde häufig nachgesagt die "Drecksarbeit" für das Assad-Regime zu erledigen.<ref>Christoph Leonhardt: Religion und Gewalt in Syrien. Legitimierung und Mobilisierung unter der Assad-Dynastie (1970–2020), in: Konfrontation und Kooperation im Vorderen Orient 19, Münster 2024, S. 395f., ISBN 978-3-643-25119-0 Religion und Gewalt in Syrien. In: lit-verlag.de. Abgerufen am 10. Juli 2025.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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