Sayn (Fluss)
Vorlage:Infobox Fluss Die Sayn (häufig auch Saynbach genannt) ist ein kleiner Fluss von knapp 43 km Länge im Süden des Westerwaldes, der zur Gänze in Rheinland-Pfalz verläuft und sie ist ein nordöstlicher und rechter Zufluss des Rheins.
Name
Die Sayn wurde im Jahr 959 („usque in seinam“ bzw. „seina sursum“) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name könnte keltischen Ursprungs sein und möglicherweise *Sagina gelautet haben, was sich von urkeltisch *sag- „suchen“ ableiten könnte.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>
Geographie
Verlauf
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Die Sayn entspringt bei Himburg im Oberwesterwald. Ihr Quellgebiet liegt zwischen den Ortschaften Wölferlingen, Bellingen, Langenhahn und Himburg auf etwa Vorlage:Höhe in einem Waldgebiet nördlich des Wetzsteins. Fälschlicherweise wird häufig der Wölferlinger Weiher als Quelle angegeben, dieser wird jedoch nur vom Saynbach durchflossen.
Der Unterlauf des Flusses bildet genähert die Südgrenze des Naturparks Rhein-Westerwald und berührt auch das Naturschutzgebiet Hüttenweiher. In diesem Bereich des Sayntales liegen mehrere Teiche, die bereits um die Jahrhundertwende von der Preußischen Regierung unter Landschaftsschutz gestellt wurden.
Die Sayn mündet schließlich in Bendorf (zwischen den Städten Koblenz und Neuwied) auf einer Höhe von Vorlage:Höhe von rechts in den Rhein.
Der etwa 42,7 km lange Lauf der Sayn endet ungefähr 360 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 8,4 ‰. Vorlage:Absatz
Zuflüsse und Seen
Liste einer Auswahl der direkten Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="Länge" group="WW" />, Seefläche<ref name="Abgemessen-Seefläche" group="LANIS" />, Einzugsgebiet<ref name="EZG" group="WW" /> und Höhe<ref name="Abgefragt-Höhe" group="LANIS" /> nach den entsprechenden Layern auf der amtlichen Gewässerkarte bzw. der amtlichen topographischen Karte. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung der Sayn auf etwa Vorlage:Höhe nordwestlich von Rothenbach-Himburg am Nordrand des Steinbruchs am Wetzstein.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt auf Vorlage:Höhe<ref name="Blau-Höhe" group="LANIS" /> den Wölferlinger Weiher vor Wölferlingen, ca. 4,0 ha.<ref name="Abgemessen-Seefläche" group="LANIS" />
- Klärgraben, von rechts und Nordosten auf etwa Vorlage:Höhe in Maxsain-Zürbach, 0,9 km und 0,7 km². Entspringt auf etwa Vorlage:Höhe westlich von Freilingen.
- Wetzelbach<ref name="Name-erschlossen" group="LANIS" />, von rechts und Nordosten auf etwa Vorlage:Höhe zwischen Zürbach und Maxsain, ca. 1,5 km<ref name="Abgemessen-Länge" group="LANIS" /> und ca. 1,1 km².<ref name="Abgemessen-EZG" group="LANIS" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nordnordwestlich von Zürbach.
- Herschbach<ref name="Name-erschlossen" group="LANIS" />, von rechts und Nordosten auf etwa Vorlage:Höhe kurz vor Maxsain, ca. 1,2 km<ref name="Abgemessen-Länge" group="LANIS" /> und ca. 0,4 km².<ref name="Abgemessen-EZG" group="LANIS" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nordöstlich von Maxsain.
- Steinchesbach, von links und Osten auf etwa Vorlage:Höhe in Maxsain, 6,5 km und 9,4 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe östlich von Weidenhahn am Westhang des Hellebergs.
- Maxsainer Bach, von rechts und Nordosten auf etwa Vorlage:Höhe kurz vor Selters, 3,3 km und 6,3 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe Südlich von Hartenfels.
- Kälberbach, von links und Ostsüdosten auf etwa Vorlage:Höhe in Selters, 2,5 km und 2,1 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe im Wald östlich von Hof Hasselberg.
- Bruchsfloß, von rechts und Norden auf etwa Vorlage:Höhe gegen Ende von Selters, 4,4 km und 6,5 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Westrand von Rückeroth.
- → (Abgang des Kohlenmühlgrabens), nach links auf etwa Vorlage:Höhe nach dem Ortsende von Selters
- Weiherwiesenfloß oder Krümmelbach, von rechts und Norden auf etwa Vorlage:Höhe zwischen Selters und Ellenhausen, 2,0 km und 3,3 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nördlich von Sessenhausen.
- ← (Rückfluss des Kohlenmühlgrabens), von links auf etwa Vorlage:Höhe nach der Kohlenmühle, 1,2 km und 1,9 km². Nimmt den Urbach<ref name="Name-erschlossen" group="LANIS" /> auf.
- Kleiner Saynbach, von links und Osten auf etwa Vorlage:Höhe südwestlich und gegenüber von Ellenhausen, 16,5 km und 33,8 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südöstlich von Rothenbach-Obersayn an der Elbinger Lei.
- Kutscheider Floß, von rechts und Nordwesten auf etwa Vorlage:Höhe nach Deesen, 1,9 km und 3,3 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe.
- Rödgesbach, von links und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe bei Breitenau, 2,7 km und 3,8 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südöstlich von Wittgert.
- Backesbach, von links und Ostsüdosten auf etwa Vorlage:Höhe an der Straßenbrücke bei Breitenau-Adenroth, 1,6 km und 1,2 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nahe Breitenau-Forsthaus Rembserhof.
- Stebach, von rechts und Nordwesten auf etwa Vorlage:Höhe, 4,8 km und 6,6 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nördlich von Großmaischeid.
- Neuhäuselbach, von links und Süden auf etwa Vorlage:Höhe vor Großmaischeid-Kausen, 0,9 km und 0,7 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe.
- Wirscheider Floß, von links und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe auf der Grenze der Ortsgemeinden Wirscheid und Sessenbach, 2,3 km und 2,2 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südlich von Wirscheid.
- Maischeider Waldbach oder Aselbach<ref name="Name-erschlossen" group="LANIS" />, von rechts und Norden auf etwa Vorlage:Höhe, 1,5 km und 1,3 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südlich von Großmaischeid.
- Sessenbacher Floß, von links und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe an der Grenze der Ortsgemeinden Sessenbach und Caan, 3,3 km und 4,4 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe bei Nauort-Waldfelderhof.
- (Bach aus der Steinkaul), von rechts und Norden auf etwa Vorlage:Höhe, 1,3 km und 0,8 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südwestlich von Großmaischeid.
- Scheldebach<ref name="Name-erschlossen" group="LANIS" />, von rechts und Nordnordosten auf etwa Vorlage:Höhe westlich des Jagdschlosses Sayneck, 1,6 km und 1,0 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe.
- Caanwiesenbach, von links und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe, 0,6 km und unter 0,3 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nordwestlich von Caan.
- Caaner Graben, von links und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe am oberen Ortsrand von Isenburg, 1,0 km und 0,8 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe westlich von Caan.
- Ommelsbach, von rechts und Nordnordosten auf etwa Vorlage:Höhe in Isenburg, 5,7 km und 7,4 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südöstlich von Kleinmaischeid.
- Wibelsbach, von links und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe in Isenburg, 1,6 km und 1,6 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe Südwestlich von Caan.
- Iserbach, von rechts und Norden auf etwa Vorlage:Höhe in Isenburg, 8,8 km und 10,1 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Südhang des Dernbacher Kopfes.
- Hattenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa Vorlage:Höhe gegenüber Dierdorf-Lachnitsmühle, 1,2 km und 0,9 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe östlich der Limeslinie.
- Telegrafenbach, von links und Ostsüdosten auf etwa Vorlage:Höhe an der Grenze zwischen Isenburg und Bendorf, 0,5 km und über 0,3 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe.
- Waldbach, von links und Osten auf etwa Vorlage:Höhe, 1,1 km und 0,6 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe westlich von Bendorf-Stromberg.
- Obergraben, von links auf etwa Vorlage:Höhe bei der Sayner Hütte, 2,2 km und 0,8 km². Geht kurz nach dem vorigen auf etwa Vorlage:Höhe nach links von der Sayn ab.
- Brexbach, von links und Osten auf etwa Vorlage:Höhe im Schlosspark von Bendorf-Sayn, 21,7 km und 53,3 km². Entsteht als Hinterster Bach (längerer rechter Oberlauf) auf etwa Vorlage:Höhe am Nordabfall der Montabaurer Höhe.
- Mühlenbach, von rechts auf etwa Vorlage:Höhe kurz vor der Mündung, 2,2 km und 5,4 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe in Sayn.
Mündung der Sayn von rechts und Nordosten auf etwa Vorlage:Höhe in Bendorf in den Rhein. Die Sayn ist 42,7 km lang und hat ein 222,5 km² großes Einzugsgebiet.
Orte
Die wichtigsten Orte am Mittel- und Unterlauf der Sayn sind (flussabwärts):
- Maxsain, Selters, Ellenhausen, Deesen, Breitenau, Isenburg, die Vorstadt Sayn und die Stadt Bendorf.
Mühlen am Saynbach
Im 19. Jahrhundert wurde das Sayntal durch eine Straße erschlossen. Da der Saynbach ein großes Gefälle hatte, wurden dort Mühlen gebaut. Insgesamt waren es 17. In Sayn waren es die Rote Mühle und die Wolfsmühle. Dem Bachlauf folgend stand die Mühle Peter Kretzer, die 1840 von Johann Kretzer erbaut wurde. Kretzer entstammte einem Vallendarer Müllergeschlecht, das schon im 13. Jahrhundert das Müllerhandwerk ausübte. Diese Mühle wurde bis 1924 betrieben. Die nächste Mühle ist die Mühle Bemb die 1844 von Jakob Queng erbaut wurde. 1929 erwarb Jean Bemb die Mühle, die er bis 1953 betrieb. 100 Meter stromaufwärts liegt die größte Mühle, sie wurde 1842 von einem gewissen Schröder errichtet, später an Johann Kretzer verkauft und von dessen Kindern bis 1914 betrieben. Das Mühlrad hatte einen Durchmesser von 7,80 m und eine Breite von 1,80 m.
Die nächste Mühle, der Lindenhof, auch als Hartmanns Mühle bekannt, diente nicht lange als Mühle, sie wurde 1886 von der Firma Krupp aus Essen erworben, die dort Hunde züchtete. Wo die Straße den Saynbach quert, liegt die Mühle Lachnit aus dem Jahr 1835. Jakob Kretzer kaufte 1868 das Anwesen, das 1898 an Wilhelm Lachnit veräußert wurde. Hinter der Saynbrücke lag die Schröders Mühle, die bis 1929 unter wechselnden Besitzern in Betrieb war. In Isenburg gab es vier Mühlen, die Schneiders Mühle, die Schnats Mühle, die Siegels Mühle und die Nolls Mühle. Am Wibbelsbach lag die Witsch-Mühle. Gegenüber der Isenburger Schule war die Bannmühle. In Ommelsbach gab es die Kettemersmühle und die Ommelsbacher Mühle und in Kausen die Bannmühle. Einige dieser Mühlengebäude gibt es noch, sie werden jedoch anderweitig verwendet.<ref>Heimatkalender für den Kreis Neuwied, 1959. Die Mühlen im Sayntal, S. 81–83, Verf. Willibald Luchs</ref>
Verkehr
Einmal jährlich, in der Regel im Juni, wird das Sayntal (oder auch Saynbachtal) von Selters (Westerwald) über Isenburg bis Bendorf-Sayn für motorisierte Fahrzeuge gesperrt und an diesem Tag von Radfahrern genutzt. Überhaupt eignet sich das Sayntal sehr gut für Freizeitradfahrer aufgrund seines gleichmäßigen und geringen Gefälles.
Weblinks
Einzelnachweise
WW
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: [KEINE KARTE]
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
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Länge:
<ref name="Länge" group="WW">Länge nach der Layergruppe Gewässer.</ref>
EZG:
<ref name="EZG" group="WW">Einzugsgebiet nach der Layergruppe Gewässer.</ref>
</references>
LANIS
Amtliche Topographische Karte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Sayn
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
<references group="LANIS">
Höhe:
<ref name="Abgefragt-Höhe" group="LANIS">Höhe abgefragt auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte Farbe.</ref> <ref name="Blau-Höhe" group="LANIS">Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte Farbe.</ref>
Länge:
<ref name="Abgemessen-Länge" group="LANIS">Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte Farbe.</ref>
EZG:
<ref name="Abgemessen-EZG" group="LANIS">Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte Farbe.</ref>
Seefläche:
<ref name="Abgemessen-Seefläche" group="LANIS">Seefläche abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte Farbe.</ref>
Sonstige:
<ref name="Name-erschlossen" group="LANIS">Name erschlossen aus dem eines durchlaufenen Gewanns.</ref>
</references> <references> </references>