Zum Inhalt springen

Sansibarische Fußballnationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sansibar
Zanzibar
Verband Zanzibar Football Federation
Konföderation CAF
Cheftrainer Hababuu Ali Omar
Heimstadion Amaan Stadium
Statistik
Erstes Länderspiel
KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia 2:3 Sansibar SansibarVereinigtes Königreich
(Sansibar; Mai 1949)
Höchste Siege
Flagge Pemba Pemba 4:0 Burundi BurundiDatei:Flag of Burundi.svg
Kenia; 10. Oktober 1967
SansibarDatei:Flag of Zanzibar.svg Sansibar 4:0 Burundi BurundiDatei:Flag of Burundi.svg
(Kenia; 29. November 2009)
Inoffiziell: SansibarDatei:Flag of Zanzibar.svg Sansibar 6:0 Flagge RaetiaRaetia
(Irak; 4. Juni 2012)
Höchste Niederlage
KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia 10:0 Sansibar TanganjikaDatei:Flag of Tanganyika (1961–1964).svg
(Kenia; 4. Oktober 1961)
(Stand: 30. Januar 2025)

Die sansibarische Fußballnationalmannschaft ist die Fußballnationalmannschaft von Sansibar, einem halbautonomen Teilstaat des ostafrikanischen Landes Tansania.

Sansibar ist lediglich assoziiertes Mitglied des Kontinentalverbandes CAF und kann daher nicht am Afrika-Cup teilnehmen. Dazu ist Sansibar kein Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA und kann daher auch nicht an Qualifikationsspielen zu Fußball-Weltmeisterschaften teilnehmen.

Geschichte

Im Rahmen des in der Regel jährlich ausgetragenen CECAFA-Cups (zentral- und ostafrikanisches Regionalturnier) hat die Fußballnationalmannschaft von Sansibar seit 1949 zahlreiche Spiele ausgetragen. Der Gewinn dieses Turniers im Jahr 1995 ist der bislang größte internationale Erfolg.

Beim FIFI Wild Cup 2006 erreichte Sansibar das Finale und unterlag dort erst im Elfmeterschießen der Nordzypriotischen Mannschaft. Im Dezember desselben Jahres nahm Sansibar am ELF-Cup in Nordzypern teil und erreichte den vierten Platz.

2012 nahm Sansibar erstmals an der VIVA World Cup teil und erreichte den dritten Platz.

Am 17. März 2017 wurde Sansibar offiziell als 55. vollwertiges Mitglied der CAF aufgenommen<ref name=":0">Zanzibar admitted as full Caf member. In: BBC Sport. 17. März 2017 (bbc.com [abgerufen am 30. Januar 2025]).</ref>, jedoch wurde die Mitgliedschaft nur vier Monate später widerrufen.<ref>Zanzibar loses Caf membership in embarrassing U-turn. In: BBC Sport. 21. Juli 2017 (bbc.com [abgerufen am 30. Januar 2025]).</ref> Der Grund dafür ist, dass der CAF keine zwei verschiedene Verbände aus einem Land aufnehmen kann, da mit der Tanzania Football Federation bereits ein Verband aus Tansania ein vollwertiges Mitglied des CAF ist.

Seit 2004 veranstaltet die Zanzibar Football Federation den Mapinduzi-Cup, einen Pokalwettbewerb für Vereine aus Sansibar und Tansania sowie seit 2013 auch Kenia und Uganda. 2025 wurde der Wettbewerb erstmals mit Nationalmannschaft ausgetragen. Im Finale besiegten Sansibar Burkina Faso mit 2:1 und holte so den Titel.<ref>Zanzibar stop Burkina Faso to win Mapinduzi Cup – CECAFA FOOTBALL. 14. Januar 2025, abgerufen am 30. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mediale Aufmerksamkeit in Deutschland

In Deutschland fand die Mannschaft erhöhte Medienbeachtung durch das Engagement des deutschen Fernsehmoderators und Comedian Oliver Pocher, der 2005 als Werbegesicht zum Teamchef ernannt wurde. Gemeinsam mit dem Produzenten Alisan Saltik und den damaligen SAT1 Redakteur Stephan Ottenbruch produzierte er als Regisseur und Drehbuchautor einen Dokumentarfilm „Der Traum von Sansibar“, der den Wunsch der Insel von einer Fifa-Mitgliedschaft thematisiert.<ref>Fußball in Afrika: Zu Besuch bei Oliver Pochers Nationalmannschaft. 4. Mai 2006, abgerufen am 30. Januar 2025.</ref> Durch das Sponsoring von Adidas als Ausrüster und Seat als Trikotsponsor<ref>IMAGO. Abgerufen am 30. Januar 2025.</ref> und der medialen Unterstützung von Pro7Sat1 gewann die Insel große Aufmerksamkeit für den eigenen Traum.

Am 14. Mai 2005 fand in der AWD-Arena in Hannover vor rund 25.000 Zuschauern im Anschluss an die Bundesligapartie Hannover 96Hamburger SV (2:1) ein Spiel gegen eine Deutschland-Auswahl statt. In der Auswahl spielten ehemalige Fußballprofis wie Jörg Sievers, Uli Stein, Bernd Hollerbach und Frank Mill sowie mehrere Prominente, darunter Guido Cantz, Mundstuhl und Nicolas Kiefer. Trainer der Deutschland-Auswahl waren Udo Lattek und der Entertainer Elton. Leiter war der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Walter Eschweiler. Das Spiel endete 3:1 für Sansibar, wobei Teamchef Oliver Pocher, der sich in der zweiten Halbzeit einwechselte, das dritte Tor selbst erzielte.<ref>Fußball: Oliver Pocher gewann mit Sansibar. 18. Mai 2005, abgerufen am 30. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ein Jahr später nahm Sansibar an der FIFI Wild Cup in Hamburg teil und wurde Zweiter.

Im Juni 2008 wurde bekannt, dass der ehemalige Bundesligaprofi Souleyman Sané (Wattenscheid, Nürnberg) Europa-Trainer des Teams werden soll. Sein Vertrag lief bis 2011 und umfasste ausschließlich die Betreuung des Teams bei Europaaufenthalten.<ref name=":0" />

Weltmeisterschaft

  • 1930 bis 2026nicht teilgenommen (kein FIFA-Mitglied)

Afrikameisterschaft

  • 1957 bis 2025nicht teilgenommen (kein vollwertiges CAF-Mitglied)

Afrikanische Nationenmeisterschaft

  • 2009 bis 2023: nicht teilgenommen (kein vollwertiges CAF-Mitglied)

Teilnahmen an Ost-/Mittelafrikameisterschaften

  • 1973 – Vorrunde
  • 1974 – Vorrunde
  • 1975 – Vorrunde
  • 1976 – Vorrunde
  • 1977 – Vorrunde
  • 1978nicht teilgenommen
  • 1979 – Vierter
  • 1980 – Vorrunde
  • 1981 – Vorrunde
  • 1982 – Vierter
  • 1983 – Vorrunde
  • 1984 – Vorrunde
  • 1985nicht teilgenommen
  • 1987 – Vierter
  • 1988 – Vorrunde
  • 1989 – Vorrunde
  • 1990 – Vierter
  • 1991 – Vorrunde
  • 1992 – Vorrunde
  • 1994nicht teilgenommen
  • 1995Ost-/Mittelafrikameister
  • 1996 – Vorrunde
  • 1999 – Vorrunde
  • 2000zurückgezogen
  • 2001 – Vorrunde
  • 2002 – Vorrunde
  • 2003 – Vorrunde
  • 2004 – Vorrunde
  • 2005 – Dritter
  • 2006 – Vorrunde
  • 2007 – Viertelfinale
  • 2008 – Vorrunde
  • 2009 – Dritter
  • 2010 – Viertelfinale
  • 2011 – Viertelfinale
  • 2012 – Dritter
  • 2013 – Vorrunde
  • 2015 – Vorrunde
  • 2017 – Zweiter
  • 2019 – Vorrunde
  • 2021nicht teilgenommen (als U-23-Meisterschaft ausgetragen)

Trainer

Erfolge

Regionale Wettbewerbe

Keine FIFA-Wettbewerbe

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Aktuelle Verbände CAF:
Ägypten | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Eswatini | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Kongo, Demokratische Republik | Kongo, Republik | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Réunion | Ruanda | Sambia | Sansibar | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Südsudan | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik

Ehemalige Verbände:
Vereinigte Arabische Republik

Sonstige Verbände:
Mayotte | St. Helena | Westsahara

Verbände der übrigen Konföderationen der FIFA:
AFC (Asien) | CONCACAF (Nord- und Zentralamerika, Karibik) | CONMEBOL (Südamerika) | OFC (Ozeanien) | UEFA (Europa)

Assoziiertes Mitglied der CAF, jedoch kein FIFA-Mitglied.

Vorlage:Klappleiste/Ende