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Sandra Hüller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Sandra Hüller bei der Berlinale 2026

Sandra Hüller (* 30. April 1978 in Suhl) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin und -dozentin. 2024 wurde sie von der National Society of Film Critics für ihre Rollen in Anatomie eines Falls und The Zone of Interest als beste Schauspielerin ausgezeichnet.<ref name="SPON-07adc9c34af5">fla/dpa: US-Kritiker küren Sandra Hüller zur besten Schauspielerin. In: Spiegel Online. 7. Januar 2024, abgerufen am 7. Januar 2024.</ref> Für ihre Rolle in Anatomie eines Falls wurde sie zudem mit dem César ausgezeichnet sowie für den Golden Globe und Oscar nominiert.<ref name="deadline-660995">Patrick Hipes, Nellie Andreeva: Golden Globe Nominations 2024: Complete List of Nominees. In: deadline.com. 11. Dezember 2023, abgerufen am 8. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Sandra Hüller für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. In: spiegel.de. 23. Januar 2024, abgerufen am 23. Januar 2024.</ref><ref>deutschlandfunkkultur.de: Sandra Hüller auch für César nominiert. Abgerufen am 24. Januar 2024.</ref>

Leben und Werk

Herkunft und Ausbildung

Sandra Hüller wuchs in einer Pädagogen-Familie zunächst in Oberhof auf und zog als Kind mit ihrer Familie nach Friedrichroda.<ref>Sandra Hüller im Munzinger-Archiv, abgerufen am 11. August 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Ihre schulische Ausbildung erhielt sie am Körnberg-Gymnasium Friedrichroda. Während ihrer Schulzeit besuchte sie den Theaterkurs und nahm später an Theaterworkshops teil, aus denen unter anderem die Inszenierung „Wir Voodookinder“<ref>Hüller. Abgerufen am 12. Dezember 2023.</ref> (Regie: Robert Lehniger) entstand, die 1996 zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen wurde. Nach dem Abitur in Friedrichroda studierte sie von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.<ref>Sandra Hüller bei filmportal.de

, abgerufen am 22. Dezember 2021</ref>

Theater

Nach Abschluss ihres Schauspielstudiums war sie von 1999 bis 2001 Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena und dann von 2001 bis 2002 am Schauspiel Leipzig. Der Jenaer Dramaturg Oliver Held empfahl sie dem Theater Basel, wo sie ab der Spielzeit 2002/03 bis 2005/06 (bis zum Sommer 2006) dem Ensemble angehörte. Von 2012 bis 2015 gehörte sie zum Ensemble der Münchner Kammerspiele, 2018 wechselte sie ans Schauspielhaus Bochum.<ref>Sandra Hüller beim Schauspielhaus Bochum, abgerufen am 5. Mai 2023</ref> Gastengagements führten sie an die Volksbühne Berlin, das Staatsschauspiel Hannover, das Theater am Neumarkt Zürich, das Theater Freiburg und das neue theater in Halle. Sie spielte außerdem 2008, 2015, 2016 und 2017 bei der Ruhrtriennale und 2018 bei den Salzburger Festspielen.

Seit 2016 gehört Hüller außerdem dem freien Theaterkollektiv FARN.collective an.<ref>Christine Dössel: Sandra Hüller spricht in ihrer Theater-Performance mit Pflanzen. In: Süddeutsche Zeitung. 20. Juni 2021, abgerufen am 20. Juni 2021.</ref>

Auf der Theaterbühne verkörperte Hüller z. B. 2009 im Tanzschauspiel For Love (Regie: Tom Schneider) die Rocksängerin und Witwe von Kurt Cobain, Courtney Love. Im Prater der Volksbühne Berlin spielte sie im selben Jahr in Virgin Queen Königin Elisabeth I. Das Stück unter der Regie von Claudia Bauer war ein Solo mit Hüller und drei Musikern sowie zahlreichen Puppen, die von den Musikern gespielt wurden.<ref>Hartmut Krug: Puppenkrieg und blaues Blut. In: Deutschlandfunk. 14. Juni 2009, abgerufen am 20. Juni 2021.</ref>

In der Spielzeit 2024/2025 gab Sandra Hüller mit dem Theaterstück Penthesile:a:s von Marie Dilasser alias MarDi (nach Heinrich von Kleist) am Neuen Theater in Halle ihr Regie-Debüt.<ref>Gefeiertes Regiedebüt: Sandra Hüller inszeniert "Penthesile:a:s", mdr.de vom 18. April 2025.</ref>

Film und Fernsehen

Ihre erste bedeutende Filmrolle hatte Hüller 2006 als Michaela Klingler in Hans-Christian Schmids Film Requiem. Für ihre Darstellung der an Epilepsie erkrankten jungen Frau wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2008 stand sie für Max Färberböcks Verfilmung von Anonyma – Eine Frau in Berlin vor der Kamera. Weitere bedeutende Projekte waren unter anderem die Spielfilme Brownian Movement (2010) und Toni Erdmann, der im Wettbewerb der Internationale Filmfestspiele von Cannes 2016 vertreten war. Im selben Jahr wurde Hüller für den Part der Ines Conradi mit dem Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin ausgezeichnet.

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Hüller bei der Berlinale 2018

Nachdem sie 2017 neu in die Akademie der Künste Berlin gewählt worden war und 2018 im mehrfach preisgekrönten Eröffnungsfilm der Berlinale, In den Gängen, die Hauptrolle Marion gespielt hatte, wurde sie 2019 in die Wettbewerbsjury der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin berufen.<ref>Jurys 2019. Abgerufen am 2. August 2022.</ref>

Im Juli 2020 veröffentlichte Hüller das Mini-Album Be Your Own Prince mit Eigenkompositionen, die sie mit dem Musiker Daniel Freitag aufnahm.<ref>Sandra Hüller: „Be Your Own Prince“ – Lächeln, schwelgen, verstecken. 24. Juli 2020, abgerufen am 23. Januar 2024.</ref>

2023 war sie als Irma Sztáray in Sisi & Ich unter der Regie von Frauke Finsterwalder zu sehen. Diese Leistung brachte ihr erneut eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis ein. Im selben Jahr bekleidete sie Rollen in Justine Triets Anatomie eines Falls und Jonathan Glazers The Zone of Interest, die beide Einladungen in den Wettbewerb um die Goldene Palme des 76. Filmfestivals von Cannes erhielten. Anatomie eines Falls gewann den Hauptpreis, während The Zone of Interest mit dem Großen Preis der Jury die zweitwichtigste Auszeichnung gewann.<ref name=":0">Mariam Schaghaghi: Sandra Hüller: „Ich rede nicht gern über mich“. In: Die Presse. 5. November 2023, abgerufen am 5. November 2023.</ref> Bei den Nominierungen für den Europäischen Filmpreis im selben Jahr wurde Hüller für beide Filmrollen berücksichtigt. Es war das erste Mal in der Geschichte des Filmpreises, dass eine Schauspielerin oder ein Schauspieler eine Doppel-Nominierung in einer der Darsteller-Kategorien erhielt. Hüller gewann die Auszeichnung für Anatomie eines Falls. Auch für die British Academy Film Awards 2024 erhielt sie eine Doppel-Nominierung als beste Haupt- und Nebendarstellerin.<ref>2024 EE BAFTA Film Awards: The Nominations. In: bafta.org, 18. Januar 2024 (abgerufen am 18. Januar 2024).</ref> Sie wurde für ihre Hauptrolle im Drama Anatomie eines Falls ebenfalls für einen Oscar nominiert.<ref>dpa/tba/jr: Sandra Hüller als beste Hauptdarstellerin für Oscar nominiert. In: welt.de. 23. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref> Für diese Rolle wurde sie nach Romy Schneider als zweite deutsche Schauspielerin mit dem César als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Für ihre Titelrolle in Markus Schleinzers Historiendrama Rose (2026) gewann sie im Rahmen der 76. Berlinale einen zweiten Silbernen Bären.

Dozentin

Seit 2023 ist Hüller Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.<ref>mdr.de: Traumjob Schauspieler? Der harte Weg auf die Theaterbühne | MDR.DE. Abgerufen am 11. März 2024.</ref>

Patenschaft

Sie übernahm im Juni 2024 die Patenschaft des Kreuzers Sea-Eye 5, der Flüchtlingen im Mittelmeer helfen soll. Er war bisher für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im Einsatz.<ref>Sandra Hüller tauft Rettungsschiff für Geflüchtete im Hafen von Ancona. In: Der Spiegel. 23. Juli 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 21. Juli 2025]).</ref>

Privates

Sandra Hüller lebt im Leipziger Stadtteil Plagwitz sowie in Bochum und hat eine Tochter.

Filmografie

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Musikvideos:

Theaterengagements

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Hüller bei der Berlinale 2017

Hörspiele (Auswahl)

Hörbücher

  • 2013: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Mein kaputtes Königreich. (Hörcompany)
  • 2014: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Warten auf Wunder. (Hörcompany)
  • 2015: Finn-Ole Heinrich: Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt – Ende des Universums (Hörcompany)
  • 2015: Karen Köhler: Wir haben Raketen geangelt (tacheles!/Roof Music)
  • 2017: Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann (tacheles!/Roof Music)
  • 2018: Wolfgang Herrndorf: Bilder deiner großen Liebe: Ein großer Monolog mit Musik (tacheles!/Roof Music)
  • 2019: Mariana Leky: Die Herrenausstatterin (tacheles!/Roof Music)
  • 2019: Mariana Leky: Erste Hilfe (tacheles!/Roof Music)

Auszeichnungen

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Hüller mit dem Silbernen Bären bei der Berlinale 2026

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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