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Sandelermöns

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Sandelermöns
Stadt Jever
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Sandelerm%C3%B6ns 53° 32′ N, 7° 50′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 53° 31′ 31″ N, 7° 50′ 17″ O
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Postleitzahl: 26441
Vorwahl: 04461
Lage von Sandelermöns in Niedersachsen

Sandelermöns (auch Sandeler Möns geschrieben<ref>A. Sander, Albrecht Eckardt: Artikel Sandeler Möns. In: Oldenburgisches Ortslexikon. Band 2: L–Z (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Isensee Verlag: Oldenburg 2011. ISBN 978-3-89995-757-0. S. 864, Sp II; S. 865, Sp I</ref>) ist ein Stadtteil von Jever im niedersächsischen Landkreis Friesland in Niedersachsen. Der Ort liegt sechs Kilometer südwestlich von Jever an der L 813.

Name

Der Ortsname Sandelermöns (auch Sandeler Möns geschrieben) besteht aus zwei Teilen: Der erste Namensteil Sandeler verweist auf das in der Nähe liegende Kirchdorf Sandel, der zweite, Möns, kommt im Raum Jever / Wittmund mehrfach vor.<ref>Fakten und Daten dieses Abschnitts orientieren sich (wenn nicht anders angegeben) an Arend Remmers: Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jad. Schuster Verlag: Leer, 2004. ISBN 3-7963-0359-5. S. 152, Sp II (Möns); S. 192, Sp I (Sandelermöns)</ref> Arend Remmers vermutet deshalb, dass Möns auf eine Bodenbeschaffung verweist und sich vom mittelniederdeutschen Mode für Schlamm herleitet und damit Sumpfige Gegend bedeuten würde. Andere denken an einen Personennamen und deuten Möns als Land des Mode.

Die erste belegte Nennung des Ortsnamens als Modensze stammt aus dem Jahr 1420 und befindet sich im Stader Copiar. Um 1602 lautet der Name Moense, 1645 Moens und ab 1871 Möns, auch Wester-Möns. Im Ortschaftsverzeichnis 1946 findet sich der Name Sandel-Möns.<ref>A. Sander, Albrecht Eckardt: Artikel Sandeler Möns. In: Oldenburgisches Ortslexikon. Band 2: L–Z (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Isensee Verlag: Oldenburg 2011. S. 865 Sp I</ref> Der heutige Name Sandelermöns (Sandeler Möns) stammt aus dem Jahr 1955.

Geschichte

Die Geschichte der Bauernschaft Sandelermöns reicht bis ins Mittelalter zurück. Auf ihrem Gebiet befand sich eine Burganlage, die vermutlich den Häuptlingen von Sandel gehörte und deren Reste um 1800 noch zu sehen waren.

Für das 17./18. Jahrhundert ist die Existenz einer Wassermühle belegt und für 1681 der Bau einer Pumpe, die das überschüssige Wasser über die Sandeler Sietwendung entsorgte. Um 1800 bestand die Bauernschaft aus drei Landgütern und fünf Landarbeiterstellen und galt als adeligfrei. Im Jahr 1817 verfügte die Ortschaft über 22 Feuerstellen und 121 Einwohner. Für 1855 sind im Ortschaftsverzeichnis 15 Wohnhäuser mit 18 Haushaltungen und 95 Einwohnern angegeben. 1925 lebten in Sandelermöns (mit der inzwischen eingemeindeten Ortschaft Heidhäuser) 145 Personen; 1950 hatte der Ort 115 und 1961 123 Einwohner. 1970 hatte sich die Einwohnerzahl auf 242 erhöht und damit fast verdoppelt.<ref>A. Sander, Albrecht Eckardt: Artikel Sandeler Möns. In: Oldenburgisches Ortslexikon. Band 2: L–Z (Hrsg. Albrecht Eckhardt). Isensee Verlag: Oldenburg 2011. S. 864, Sp II; S. 865, Sp I</ref>

Bis 1972 war Sandelermöns ein Ortsteil der bis 1972 selbständigen Gemeinde Cleverns-Sandel.

Im Jahr 2010 wurde der Kindergarten in Sandelermöns zugunsten eines Kindergartens im benachbarten Cleverns aufgelöst. Dies führte dazu, dass auch die Spielgeräte auf dem einzigen Spielplatz in Sandelermöns demontiert und nach Cleverns versetzt wurden. In der Bevölkerung regte sich heftiger Widerstand gegen diese Aktion sowie gegen den Verkauf des 1839 errichteten Gebäudes, in dem der Kindergarten untergebracht gewesen war.<ref>Dorfbürgerverein Sandelermöns und Umgebung e.V. – Chronik 2009, abgerufen am 13. Januar 2013</ref> Die Proteste führten am 20. Juni 2009 zur Gründung des Dorfbürgerverein Sandelermöns und Umgebung e.V., der im Oktober 2011 den Zuschlag für die leerstehende Immobilie des ehemaligen Kindergartens erhielt. Der Verein will das Gebäude in Zukunft als Begegnungsstätte nutzen.<ref>Kindergarten Sandelermöns – Zuschlag für Dorfbürgerverein, abgerufen am 13. Januar 2013</ref>

Vereine

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Cleverns | Jever (Kernbereich) | Moorwarfen | Rahrdum | Sandel | Sandelermöns

Vorlage:Klappleiste/Ende