Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Samuel Heinrich Fröhlich – Wikipedia Zum Inhalt springen

Samuel Heinrich Fröhlich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Samuel Fröhlich)

Samuel Heinrich Fröhlich (* 4. Juli 1803 in Brugg, Aargau; † 15. Januar 1857 in Strassburg) war ein Schweizer reformierter Pfarrer und ab 1832 der Begründer der Evangelischen Täufergemeinden (auch «Neutäufer», «Fröhlichianer» oder «Nazarener» genannt).

Leben

Fröhlich war ein Sohn des Gerbers und Sigristen Samuel Fröhlich und seiner Frau Gottliebin, geborene Berger. Er war ein Vetter des Abraham Emanuel Fröhlich und des Friedrich Theodor Fröhlich. Sie entstammten der Hugenottenfamilie De Joyeux. Er besuchte die Stadtschulen in Brugg und das Gymnasium Carolinum in Zürich. Während seinem Studium der evangelischen Theologie in Zürich und Basel wurde er zuerst vom Theologieprofessor Wilhelm Martin Leberecht de Wette beeinflusst, und er kam mit der Christentumsgesellschaft in Kontakt. Durch den Seelsorger Theophil Passavant angestossen, erlebte Fröhlich 1824 eine Bekehrung und wandte sich danach der Herrnhuter Brüdergemeine und den Ideen von François Fénelon zu.

Nach seinem Abschluss 1827 war er kurze Zeit Hauslehrer in Feuerthalen und Vikar in Wagenhausen. Von 1828 bis 1830 war er im Dienst der Reformierten Kirche des Kantons Aargau zuerst als Vikar und dann als Pfarrverweser in der Gemeinde Leutwil. Dort wurde er durch seine Erweckungspredigten bekannt, er hielt auch Privatversammlungen ab, er taufte insgesamt 38 erwachsene Personen und weigerte sich, die Kinder nach einem rational geprägten Lehrmittel zu unterrichten. Im Oktober 1830 wurde er deswegen vom kirchlichen Dienst abgesetzt und im Frühling 1832 ausgeschlossen, nachdem eine erste Gemeinschaft von Taufgesinnten entstanden war.<ref>Fritz Herrli: Zum 200. Geburtstag von Samuel Heinrich Fröhlich, dem Vater der Täufergemeinden, idea, Website jesus.ch (17. Juli 2003, abgerufen am 23. Dezember 2023)</ref>

Er wurde Missionar einer englischen Kontinental-Gesellschaft für die Schweiz, und beeinflusst von englischen Baptisten empfing er 1832 in Genf durch Ami Bost des Genfer Réveil die Glaubenstaufe. Nach nur vier Jahren Verkündigungsdienst in der Deutschschweiz waren 14 Gemeinden mit 427 Getauften entstanden, die zuerst Fröhlichianer genannt wurden. Eine freikirchliche Bewegung mit Versammlungszentrum in Hauptwil, Thurgau, war entstanden, die sich in der ganzen Deutschschweiz, in Frankreich, in Deutschland, in Osteuropa (besonders in Ungarn; Nazarénusok) und in den USA ausbreitete, wo sie den Namen Apostolic Christian Church annahm.

Nachdem er von den schweizerischen Behörden wegen seiner Tauflehre unter Druck gesetzt und ausgewiesen worden war, siedelte er 1844 nach Strassburg über. Zudem wurde dort 1846 seine 1836 geschlossene Ehe anerkannt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0

   | {{#if: 647
       |
       | Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
     }}{{#if: 118536346
         | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|118536346}}
             | {{#if: 
                 | Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
               }}
             | Vorlage:NDB – GND unzulässig
           }}
         | {{#if: 
             | {{#if: 
                 | {{#ifeq: 494108 | 4526413
                     |
                     | Vorlage:NDB7= ist obsolet, jetzt SFZ=
                   }}
               }}
             | {{#ifeq:  | 1
                 | 
                 | 
               }}
           }}
     }}{{#if: 
         | {{#ifeq: 494108 | 11376103
             |
             | Vorlage:NDBWerktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
           }}
       }}

}}{{#if:

   | {{#if: 
       |
       | 
     }}

}}</ref><ref>Tagblatt: Samuel Heinrich Fröhlich, Website tagblatt.ch (17. August 2009, abgerufen am 21. Dezember 2023)</ref> Trotz Krankheit entfaltete er weiterhin evangelistische Tätigkeiten, korrespondierte mit vielen Personen und führte im Elsass und in Baden Versammlungen durch.<ref>{{#ifeq: Rudolf Dellsperger|Redaktion||Rudolf Dellsperger: }}{{#if:Fröhlich, Samuel Heinrich|Vorlage:Str replace|Samuel Heinrich Fröhlich}}. In: Historisches Lexikon der Schweiz{{#if: |. {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}{{#if: |, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}.{{#invoke:TemplatePar|valid|1|N>0 |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= Autor= |opt= 2= Datum= Zugriff= Abruf= |cat= {{#ifeq:0 | 0 |Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS}} |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}</ref> Bei seinem Tod 1857 hinterliess er über vierzig Gemeinden.<ref>Fritz Herrli: Zum 200. Geburtstag von Samuel Heinrich Fröhlich, dem Vater der Täufergemeinden, idea, Website jesus.ch (17. Juli 2003, abgerufen am 23. Dezember 2023)</ref>

Familie

1836 heiratete er Susette Brunschweiler, eine Tochter des Johann Joachim Brunschweiler.<ref>{{#ifeq: Rudolf Dellsperger|Redaktion||Rudolf Dellsperger: }}{{#if:Fröhlich, Samuel Heinrich|Vorlage:Str replace|Samuel Heinrich Fröhlich}}. In: Historisches Lexikon der Schweiz{{#if: |. {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}{{#if: |, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}.{{#invoke:TemplatePar|valid|1|N>0 |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= Autor= |opt= 2= Datum= Zugriff= Abruf= |cat= {{#ifeq:0 | 0 |Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS}} |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}</ref> Die reformierte Kirche im Aargau erkannte diese Ehe nicht an, was später zu einem Auslöser der zivilen Trauung wurde. Er lebte also in wilder Ehe und seine Kinder galten als unehelich.<ref>Fritz Herrli: Zum 200. Geburtstag von Samuel Heinrich Fröhlich, dem Vater der Täufergemeinden, idea, Website jesus.ch (17. Juli 2003, abgerufen am 23. Dezember 2023)</ref><ref>Tagblatt: Samuel Heinrich Fröhlich, Website tagblatt.ch (17. August 2009, abgerufen am 21. Dezember 2023)</ref>

Lehre und Kritik

Bereits als reformierter Pfarrer in Leutwil begann er gegen das antichristliche Staatskirchentum zu polemisieren. Er liess nur noch die Glaubenstaufe gelten, die er zugleich als geistliche Wiedergeburt verstanden haben wollte. Er forderte von den Gläubigen eine Glaubensgerechtigkeit, die sich in einem geheiligten Leben zeigen musste, und unterstützte Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen. Er strebte eine reine Gemeinde an, wozu er eine strenge Gemeindezucht als notwendig erachtete. Eigenwillig grenzte er sich von anderen christlichen Gemeinden ab, und seine Bewegung war zunehmend auf ihn fixiert und erstarrte nach seinem Tod in einer gewissen gesetzlichen Enge und im Konservativismus. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte eine Öffnung der Gemeinden zu anderen Organisationen hin und eine Abkehr von Fröhlich als überragender Gründerfigur.<ref>Fritz Herrli: Zum 200. Geburtstag von Samuel Heinrich Fröhlich, dem Vater der Täufergemeinden, idea, Website jesus.ch (17. Juli 2003, abgerufen am 23. Dezember 2023)</ref>

Schriften

  • Ein Wort über das Verhältnis der bekehrten Gläubigen zur Staatskirche und der Staatsreligion zum Evangelium Jesu Christi, 1834.
  • Das Geheimnis der Gottseligkeit und das Geheimnis der Gottlosigkeit, 1838.
  • Abhandlung über die Ehe überhaupt und meine Ehe insbesonders betrachtet, 1842.
  • Die Errettung des Menschen durch das Bad der Wiedergeburt und die Erneuerung des heiligen Geistes, 1847.
  • Einzelne Briefe und Betrachtungen aus dem Nachlasse von Samuel Heinrich Fröhlich VDM, 1898.

Literatur

|cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= Autor= |opt= 2= Datum= Zugriff= Abruf= |cat= {{#ifeq:0 | 0 |Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS}} |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}

  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
   | {{#if: 647
       |
       | Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
     }}{{#if: 118536346
         | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|118536346}}
             | {{#if: 
                 | Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
               }}
             | Vorlage:NDB – GND unzulässig
           }}
         | {{#if: 
             | {{#if: 
                 | {{#ifeq: 494108 | 4526413
                     |
                     | Vorlage:NDB7= ist obsolet, jetzt SFZ=
                   }}
               }}
             | {{#ifeq:  | 1
                 | 
                 | 
               }}
           }}
     }}{{#if: 
         | {{#ifeq: 494108 | 11376103
             |
             | Vorlage:NDBWerktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
           }}
       }}

}}{{#if:

   | {{#if: 
       |
       | 
     }}

}}

|1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:138-139|, Sp. {{#iferror:{{#expr:138-139}}|138-139|{{#expr:1*138-139*0}}–{{#expr:-(0*138-139*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:https://web.archive.org/web/20070625132428/http://www.bautz.de/bbkl/f/froehlich_s_h.shtml%7C}}.{{#if: 2 | |{{#ifeq:||}}}}

  • Garfield Alder: Die Tauf- und Kirchenfrage in Leben und Lehre des Samuel Heinrich Fröhlich, VDM, von Brugg 1803-1857. Bern 1976, ²1980.
  • Samuel Henri Geiser: Die Taufgesinnten-Gemeinden, 1931.
  • Albert Märki: Evangelische Täufergemeinde. Kurzer geschichtlicher Abriss. Uster 1995.
  • Bernhard Ott: Missionarische Gemeinde werden. Der Weg der Evangelischen Täufergemeinden. Uster 1996.
  • Hermann Rüegger: Aufzeichnungen über Entstehung und Bekenntnis der Gemeinschaft Evangelisch Taufgesinnter (Nazarener). Zürich 1948 und ²1962.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 118536346n/90/6566504919180 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118536346 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118536346 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n/90/656650 | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n/90/656650 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 4919180 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 4919180 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Fröhlich, Samuel Heinrich | {{#if: Fröhlich, Samuel | {{#if: Reformierter Pfarrer und Begründer der Evangelischen Täufergemeinden | {{#if: 4. Juli 1803 | {{#if: Brugg | {{#if: 15. Januar 1857 | {{#if: Straßburg |

Vorlage:Wikidata-Registrierung