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Union der Demokratischen Kräfte

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Vorlage:Infobox Politische Partei

Die Union der Demokratischen Kräfte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)/Sajus na Demokratitschnite Sili, kurz СДС/SDS) ist eine konservative Partei in Bulgarien. Die SDS ist Mitglied in der Internationalen Demokratischen Union, der Christlich Demokratischen Internationale und der Europäischen Volkspartei. Die Parteifarbe ist blau. Die Zeitung Demokrazija (bulgarisch für ‚Demokratie‘) ist das Parteiorgan.

Die SDS wurde 1989 von einer Reihe oppositioneller Parteien und Gruppierungen gegen die kommunistische Herrschaft gegründet. Von der ersten freien Wahl 1990 bis 2001 gehörte sie zu den zwei stärksten Parteien des Landes. 1991–92 und 1997–2001 führte sie die Regierung. Seitdem hat ihr Stimmenanteil kontinuierlich abgenommen. Seit 2021 ist sie wieder im bulgarischen Parlament vertreten.

Geschichte

Gründung und erste Erfolge

Datei:Zhelev-1990.jpg
Schelju Schelew, erster Vorsitzender der SDS und Präsident Bulgariens

Die SDS wurde ам 7. Dezember 1989 als Bündnis folgender zehn oppositionellen Parteien und Gruppierungen im kommunistischen Bulgarien gegründet: Klub sa glastnost i demokrazija (bulg. Клубът за гласност и демокрация), Vereinigung Ekoglasnost (bulg. Сдружение "Екогласност") Arbeitskonföderation Podkrepa (bulg. Конфедерацията на труда "Подкрепа"), Unabhängige Gesellschaft zum Schutz der Menschenrechte (bulg. Независимото дружество за защита на правата на човека), Komitee für Schutz der Religionsrechte, Freiheit des Gewissens und der geistigen Werte (bulg. Комитетът за защита на религиозните права, свободата на съвестта и духовните ценности), Klub der nach 1945 ungerecht Unterdrückten (bulg. Клубът на незаконно репресираните след 1945 г.), Unabhängige Studentische Vereinigung (bulg. Независимото студентско дружество), Bewegung Bürgerinitiative (bulg. Движение "Гражданска инициатива"), BRSDP (o) (bulg. БРСДП (о)), BSNS – Nikola Petkow (bulg. БЗНС "Никола Петков"). Später beteiligten sich noch die Radikaldemokratische Partei, die Grüne Partei, die Neusozialdemokratische Partei (bulg. Нова социалдемократическа партия), das Vereinigte demokratische Zentrum (bulg. Обединен демократичен център) und die Demokratische Front (bulg. Демократичният фронт).<ref>Coordinating Council of the Union of Democratic Forces. Demokratsiya Newspaper, 27. April 1990.</ref> Erster Vorsitzender der Union war der Philosoph und damalige Dissident Schelju Schelew, der 1990 auch erster demokratisch gewählter Präsident Bulgariens wurde und die Partei bis 1996 führte.

Die SDS beteiligte sich an der ersten demokratischen Regierung unter Führung der Sozialisten. Nach dem Zerbrechen der Koalition 1991 führte die SDS die Regierung allein. Ein Jahr später übernahmen wiederum die Sozialisten mit Schan Widenow die Regierung. Unter der Politik der Ex-Kommunisten geriet der Staat 1996 wirtschaftlich in den Ruin. In diesen Zeitraum wurde mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung 1996 die Koalition Vereinigte Demokratische Kräfte (ODS) gegründet. An der Koalition waren neben der SDS die Volksunion (eine Koalition der Demokratischen Partei und BSNS-NS) und die DPS vertreten. Das Ziel der Koalition war es, die Ex-Kommunisten der BSP von der politischen Macht zu verdrängen. Die wirtschaftliche Lage im Land verschlechterte sich, führte im Winter 1996/97 zur Hyperinflation und Massenprotesten im ganzen Land, welche von der ODS geleitet wurden. Am 13. Februar 1997 trat Widenow nach langen Verhandlungen mit der ODS-Opposition zugunsten einer Interimsregierung unter Stefan Sofijanski zurück.

Regierung von Iwan Kostow

Bei den vorgezogenen Wahlen im April 1997 konnte die SDS (erneut in einer Koalition mit der ODS) 1997 die absolute Mehrheit im Parlament erringen. Iwan Kostow wurde bulgarischer Ministerpräsident und Vorsitzender der nun als Partei organisierten Union. Ein weiteres Mitglied, Petar Stojanow, löste in diesem Jahr Schelew als Staatspräsident ab.

Die von der Regierung Kostow durchgeführten unbeliebten, aber für den EU-Beitritt notwendigen Reformen führten zur Niederlage der SDS bei den Wahlen 2001, die die Nationale Bewegung Simeon der Zweite gewann. Die SDS erhielt nur noch 18,2 % der Stimmen und 51 der 240 Mandate.

Ab 2001

Nachdem Kostow nach der Wahl zurückgetreten war, übernahmen für kurze Zeit Ekaterina Michailowa und nach ihr die frühere Außenministerin Nadeschda Michajlowa den Parteivorsitz. 2002 wurde auch Präsident Stojanow durch den Sozialisten Georgi Parwanow abgelöst. Nachdem Kostow 2004 die Partei verlassen und die Demokraten für ein starkes Bulgarien gegründet hatte, war die SDS weiter geschwächt und verlor bei den Wahlen 2005 nochmals. Sie kam nun nur noch auf 7,7 % und 20 von 240 Sitze und ist somit fünftstärkste Kraft, hinter der rechtsradikalen Koalition Ataka.

Parteivorsitzender war von 2005 bis 2007 der ehemalige Präsident Petar Stojanow. Nach den erfolglosen Europawahlen, bei der die SDS kein einziges Mandat erlangen konnte, folgte am 15. Juli 2007 die XVII. Nationalkonferenz der SDS. Die Nationalkonferenz wählte auch einen neuen Parteivorsitzenden – den Geschäftsmann Plamen Jurukow.

Im Dezember 2008 wurde per Urabstimmung aller Parteimitglieder Martin Dimitrow zum Vorsitzenden der Partei gewählt. Dieses geschah zum ersten Mal in der Geschichte der Partei auf Initiative von Plamen Jurukow, der nicht antrat, jedoch den zweitklassierten Rumen Christow unterstützte.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.kas.deGezielte Angriffe gegen die bürgerlichen Parteien mit Hilfe der Gerichte? (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Zur Europawahl in Bulgarien 2009 und zu den bulgarischen Nationalwahlen am 5. Juli 2009 trat die SDS als Teil der Blauen Koalition an. Nach den Europawahlen konnte die Koalition einen Abgeordneten stellen. Bei den Parlamentswahlen konnte sie wiederum 6,76 % der Wähler überzeugen und 15 Abgeordnete im 41. bulgarischen Parlament stellen.

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Wahlergebnisse

Jahr Wahl Stimmenanteil Sitze
1990 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Wahl zur Großen Nationalversammlung 1990 36,21 %
144/400
1991 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 1991 34,4 %
110/240
1994 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 1994 24,23 %
69/240
1997 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 1997 52,3 %
137/240
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2001 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 2001 18,18 %
51/240
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2005 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 2005 7,68 %
20/240
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2007 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2007 4,74 %
0/17
2009 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2009 7,95 %
1/18
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von
2/18
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 2009 6,76 %
15/240
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2013 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 2013 1,38 %
0/240
2014 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2014 6,45 %
0/17
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von
1/17
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 2014 8,89 %
23/240
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2017 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl 2017 3,06 %
0/240
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2019 EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europawahl 2019 6,45 %
1/17
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6/17
2021 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl April 2021 25,74 %
2/240
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von
75/240
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl Juli 2021 23,21 %
3/240
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von
63/240
BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Parlamentswahl November 2021 22,74 %
3/240
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von
59/240

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1 
als Teil des Wahlbündnis Vereinigten Demokratischen Kräfte

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2 
als Teil des Wahlbündnis Blaue Koalition

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3 
als Teil des Wahlbündnis Reformblock

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4 
als Teil des Wahlbündnis GERB – SDS

Vorsitzende der Partei

Literatur

  • Wolfgang Ismayr: Das politische System Bulgariens. In: Die politischen Systeme Osteuropas. VS Verlag, 2010, S. 679ff.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Parteien im Parlament
(Wahl Oktober 2024)

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Parteienkoalitionen: Demokratisches Bulgarien (DB) | BSP für Bulgarien

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Parteienkoalitionen: Lewizata!

Andere Parteien: Ataka | Balgarski Demokratitschen Zentar | Bulgarien neu laden | Bulgarische Sozialdemokratische Partei | Demokratische Partei | Dwischenie sa sozialen chumanisam | Grüne Partei | Partei bulgarischer Sozialdemokraten | Wolja | Progressives Bulgarien

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Christen-Democratisch en Vlaams (Belgien) | Demokraten für ein starkes Bulgarien (Bulgarien) | Bewegung „Bulgarien der Bürger“ (Bulgarien) | GERB (Bulgarien) | Union der Demokratischen Kräfte (Bulgarien) | Kristendemokraterne (Dänemark) | Det Konservative Folkeparti (Dänemark) | Christlich Demokratische Union (Deutschland) | Christlich-Soziale Union in Bayern (Deutschland) | Isamaa (Estland) | Kansallinen Kokoomus-Samlingspartiet (Finnland) | Kristillisdemokraatit (Finnland) | Les Républicains (Frankreich) | Nea Dimokratia (Griechenland) | Fine Gael (Irland) | Alternativa Popolare (Italien) | Unione di Centro (Italien) | Popolari per l’Italia (Italien) | Forza Italia (Italien) | Südtiroler Volkspartei (Italien) | Partito Autonomista Trentino Tirolese (Italien) | Hrvatska demokratska zajednica (Kroatien) | Hrvatska demokršćanska stranka (Kroatien) | Vienotība (Lettland) | Tėvynės sąjunga (Litauen) | Chrëschtlech-Sozial Vollekspartei (Luxemburg) | Partit Nazzjonalista (Malta) | Christen-Democratisch Appèl (Niederlande) | Österreichische Volkspartei (Österreich) | Platforma Obywatelska (Polen) | Polskie Stronnictwo Ludowe (Polen) | Centro Democrático e Social – Partido Popular (Portugal) | Partido Social Democrata (Portugal) | Uniunea Democrată Maghiară din România (Rumänien) | Partidul Mișcarea Populară (Rumänien) | Partidul Național Liberal (Rumänien) | Kristdemokraterna (Schweden) | Moderata samlingspartiet (Schweden) | Kresťanskodemokratické hnutie (Slowakei) | Hnutie Slovensko (Slowakei) | Demokrati (Slowakei) | Szövetség-Aliancia (Slowakei) | Slowenische Demokratische Partei (Slowenien) | Slovenska Ljudska Stranka (Slowenien) | Nova Slovenija – Krščanska Ljudska (Slowenien) | Partido Popular (Spanien) | TOP 09 (Tschechien) | Křesťanská a demokratická unie – Československá strana lidová (Tschechien) | Dimokratikos Synagermos (Zypern)

Assoziierte Parteien
Partia Demokratike e Shqipërisë (Albanien) | Bošnjačka stranka (Montenegro) | Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation – Demokratische Partei für Mazedonische Nationale Einheit (Nordmazedonien) | Høyre (Norwegen) | Die Mitte (Schweiz) | Srpska napredna stranka (Serbien) | Allianz der Vojvodiner Ungarn (Serbien)

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