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Rüdiger Weis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:2013-12-27 30C3 - Rüdiger Weis 2814.jpg
Rüdiger Weis auf dem 30C3 in Hamburg (2013).

Rüdiger Weis (* 12. Oktober 1966) ist ein deutscher Informatiker und Kryptograph. Er lebt und arbeitet in Berlin-Wedding und ist Professor für Informatik an der Berliner Hochschule für Technik.<ref name="weis_bht_berlin"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prof. Dr. rer. nat. Rüdiger Weis (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive). Professuren an der Berliner Hochschule für Technik. Abgerufen am 31. Dezember 2016.</ref>

Werdegang

Rüdiger Weis studierte an der Universität Mannheim Mathematik und promovierte dort in Informatik mit einer Arbeit über Kryptographie in verteilten multimedialen Systemen.<ref>Prof. Dr. rer. nat. Rüdiger Weis. Website der Universität Mannheim, Alumni. Abgerufen am 31. Dezember 2016.</ref><ref>Dissertation: Rüdiger Weis: Cryptographic protocols and algorithms for distributed multimedia systems, Shaker, Aachen 2000, ISBN 3-8265-8280-2</ref> Er arbeitete von 2002 bis 2005 als Post-Doc bei Andrew S. Tanenbaum an der Freien Universität Amsterdam<ref>Faculty of Science : Vrije Universiteit. Abgerufen am 2. August 2021.</ref> und folgte dann einem Ruf an die Technische Fachhochschule Berlin (heute: Berliner Hochschule für Technik) auf eine Professur für Informatik mit dem Schwerpunkt Systemprogrammierung.<ref name="weis_bht_berlin" /><ref>Private Homepage von Rüdiger Weis auf der Beuth-Hochschule mit seinem Curriculum vitae. Abgerufen am 31. Dezember 2016.</ref>

Er leitet die Kryptographie-Arbeitsgruppe Cryptolabs in Amsterdam.<ref>Cryptolabs Website. Abgerufen am 31. Dezember 2016.</ref><ref name="cv_cryptolabs">Private Homepage von Rüdiger Weis auf Cryptolabs mit seinen alten Curriculum vitae. Abgerufen am 31. Dezember 2016.</ref> Seit vielen Jahren ist er aktives Mitglied des Chaos Computer Clubs. Zudem ist er Gründungsmitglied des Vereins Digitale Gesellschaft.<ref name="Idee">Digitale Gesellschaft: Idee, abgerufen am 6. Januar 2016</ref>

Weis war seit 1997 Sprecher bei internationalen Konferenzen zu Themen der Datensicherheit bei Computern, Smart Cards und GSM wie IDMS 1998 in Oslo,<ref>5. IDMS 1998: Oslo, Norway, DBLP</ref> CARDIS 1998 in Louvain-la-Neuve,<ref>3. CARDIS 1998: Louvain-la-Neuve, Belgium, DBLP</ref> USENIX-Smartcard-Konferenz 1999 in Illinois,<ref>USENIX Workshop on Smartcard Technology May 10–11, 1999 Chicago, Illinois, USA, USENIX</ref> ECMAST 1999 in Madrid,<ref>4. ECMAST 1999: Madrid, Spain, DBLP</ref> ICME 2000 in New York<ref>ICME 2000: New York, NY, USA, DBLP</ref> und Cardis2000 in Bristol.<ref>4. CARDIS 2000: Bristol, UK, DBLP</ref> Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften wie Datenschutz und Datensicherheit.<ref name="cv_cryptolabs" /> Er ist regelmäßig Referent beim Chaos Communication Congress<ref>Vorträge auf dem Chaos Communication Congress, siehe Weblinks</ref> und seit 2010 bei re:publica.<ref>Mit Kristian Müller: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />MIXD.TV – Social Online Video-Plattform (Memento vom 8. Januar 2017 im Internet Archive), Vortrag auf der re:publica 2010, gehalten am 14. April 2010</ref><ref>Mit Anna Biselli: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cryptocalypse Now (Memento vom 8. Januar 2017 im Internet Archive), Vortrag auf der re:publica 2015, gehalten am 5. Mai 2015</ref>

Er beriet bereits das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und fungierte als Sachverständiger im Innenausschuss des Deutschen Bundestages.<ref>Felix Richter: Recht auf Verschlüsselung. „Verschlüsselung ist Grundrechtsschutz!“ In: netzpolitik.org. 27. Januar 2020, abgerufen am 23. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Veröffentlichungen

  • Mit Stefan Lucks und Volker Grassmuck: Technologien für und wider Digitale Souveränität. Sachverständigenrat für Verbraucherfragen, Berlin 2017, ISSN 2365-8436 (online verfügbar).
  • Technische Sicherung der Digitalen Souveränität. In: Mike Friedrichsen, Peter-J. Bisa (Hrsg.): Digitale Souveränität: Vertrauen in der Netzwerkgesellschaft. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-07348-0, S. 53–66.
  • Kryptographie nach Snowden. In: Markus Beckedahl, Andre Meister (Hrsg.): Überwachtes Netz. Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal der Geschichte. Newthinking Communications, Berlin 2013, ISBN 978-3-944622-02-6, S. 260–268 (online auf Netzpolitik.org).
  • Kryptographie, Open Source und Gesellschaft. In: Vorgänge. Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik. Vol. 54, Nr. 1, 2015, S. 18–28 (online auf netzpolitik.org).
  • Trusted Computing: Chancen und Risiken. In: Datenschutz und Datensicherheit. Bd. 28, Nr. 11, 2004, S. 651–654.
  • Cryptographic protocols and algorithms for distributed multimedia systems, Zugl. Diss. Universität Mannheim 2000, Shaker, Aachen 2000, ISBN 3-8265-8280-2.
  • Mit Stefan Lucks: Advanced Encryption Standard: Verschlüsselungsstandard für das einundzwanzigste Jahrhundert. In: Datenschutz und Datensicherheit. Bd. 23, Nr. 10, 1999, S. 582–585.
  • Mit Stefan Lucks: Sichere, standardisierte, symmetrische Verschlüsselung auf Basis von DES und AES. In: Praxis der Informationsverarbeitung und Kommunikation. Band 4, Heft 1, Januar 1999, doi:10.1515/piko.1999.22.4.226.

Weblinks

Commons: Rüdiger Weis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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