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Räderloh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Räderloh
Gemeinde Steinhorst
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(139)&title=R%C3%A4derloh 52° 43′ N, 10° 24′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(139) 52° 43′ 29″ N, 10° 24′ 12″ O
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Höhe: 85 m ü. NN
Einwohner: 139 (Juli 2021)<ref>Wir. In: Webauftritt. Gemeinde Lüsche, abgerufen im September 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 29367
Vorwahl: 05148
Lage von Räderloh in Niedersachsen
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Räderloh ist ein Ortsteil der Gemeinde Steinhorst im niedersächsischen Landkreis Gifhorn im südlichen Teil der Lüneburger Heide.

Geografie

Lage

Räderloh liegt im nördlichen Teil der Gemeinde Steinhorst, drei Kilometer nördlich vom Kernort Steinhorst.

Östlich und südlich von Räderloh liegt das 1090 Hektar große Naturschutzgebiet Obere Lachte, Kainbach, Jafelbach.

Geschichte

Um das Jahr 1585 war Henricus de Harlingebarge vom Bistum Verden im Amt Isenhagen unter anderem mit dem Zehnten von Ruderlo (Räderloh) beliehen.<ref>Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen, hrsg. unter Leitung des Vereins-Ausschusses, Jg. 1863, Hannover 1864, S. 110.</ref>

1770 wurde in Räderloh bereits eine Schule erwähnt, 1777 fünf Vollhöfe und ein Halbhof.

1915 wurde bei Räderloh ein Barackenlager für rund 1.000 Kriegsgefangene errichtet, die Moor entwässern und zu Grünland umgestalten sollten. Von 1915 bis Januar 1919 waren Gefangene aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland interniert. Heute sind noch elf Grabstätten vorhanden, eine kleine Gedenkstätte erinnert an das ehemalige Lager.<ref>Steinhorst – Räderloh, Kriegsgefangenenfriedhof. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, abgerufen am 15. April 2019.</ref>

1925 wird der Schützenverein Lüsche-Räderloh e.V. gegründet und im Nachbardorf Lüsche ein erster Schießstand errichtet. 1965 erfolgte die Auflösung der Schule, 1967 die Gründung der Brennereigenossenschaft Räderloh eG.

Am 1. März 1974<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> wurde Räderloh zusammen mit der östlichen Nachbargemeinde Lüsche in die Gemeinde Steinhorst eingegliedert.

Die ehemalige Gemeinde hatte eine Fläche von 15,64 km².<ref name="Gemeindeverzeichnis1950">Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1950</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1925 1933 1939 2008 2016
Einwohner 90 111 96 105 123 114

<ref>Landkreis Isenhagen im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2022; abgerufen am 4. Februar 2026.</ref><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Nahverkehrsplan 2008 für den Großraum Braunschweig. S. 158. (C3.3.3 Teilnetz 12 Wittingen - Hankensbüttel)</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Einzige Gaststätte ist das Landhaus Räderloh, das früher Zur Linde hieß.<ref>Landhaus Räderloh., abgerufen am 14. April 2019.</ref> Weitere Übernachtungsmöglichkeiten bietet die Pension Eichenhof.<ref>Eichenhof., abgerufen am 14. April 2019.</ref> Beide Betriebe befinden sich seit Generationen in Familienbesitz. Die Poststelle wurde geschlossen, Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs sind in Räderloh nicht vorhanden.

Sport

In Räderloh befindet sich die Landestrainingsstätte für Gespannfahrer des Reiterverbandes Hannover-Bremen. Nördlich des Dorfes besteht eine Bademöglichkeit. Das Vereinsleben findet im Schützenverein Lüsche-Räderloh 1925 e.V. statt, das Schützenheim des Vereins befindet sich im rund zwei Kilometer entfernten Nachbardorf Lüsche.

Straßen

Durch Räderloh verläuft die Kreisstraße K 1. Buslinien führen von Räderloh bis nach Hankensbüttel, Groß Oesingen und Steinhorst.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende