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Rudolf Schärer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Franz Johann Rudolf Schärer<ref name="VB">Verzeichniss sämmtlicher Burger der Stadt Bern auf 1. Jenner 1848. Stämpfli, Bern 1848, S. 100.</ref> (* 22. August 1823 in Unterseen; † 16. Februar 1890 in Bern) war ein Schweizer Psychiater.

Leben

Der Sohn des Rudolf B. Franz Schärer († 1844), Pfarrer an der Nydeggkirche,<ref name="VB" /> studierte Medizin und promovierte<ref name="DBE">Schärer, Rudolf. In: Deutsche Biographische Enzyklopädie. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Saur, München. Bd. 8 (2007), S. 746 f. (online).</ref>. Als Student erteilte er an den bernischen Schulen Schwimm- und Turnunterricht.<ref name="HB">Hermann Böschenstein: Bundesrat Carl Schenk (1823–1895): Ein Lebensbild des Menschen und des Politikers in seiner Zeit. Züst, Bern-Bümpliz 1946, S. 24.</ref> 1846 wurde Schärer Sekundararzt am Äusseren Krankenhaus, einer Zweigstelle des Inselspitals. Ab 1855 war er in der neu errichteten Irrenanstalt Waldau tätig, deren Direktor er 1859 wurde.<ref name="DBE" /> Er hielt ab 1861 dort auch klinisch-psychiatrische Vorlesungen ab.<ref>Robert Blaser, Heinrich Buess (Hrsg.): Aktuelle Probleme aus der Geschichte der Medizin: Verhandlungen des 19. Internationalen Kongresses für Geschichte der Medizin, Basel, 7.–11. September 1964. Karger, Basel 1966, S. 476.</ref> 1863 wurde er habilitiert und am 23. Mai 1874 zum ausserordentlichen Professor für Psychiatrie an der Universität Bern ernannt.<ref>Schaerer, Rudolf. In: Die Dozenten der bernischen Hochschule 1528–1984. Universität Bern, Bern 1984 (online).</ref><ref>Berner Chronik: Das Jahr 1874. In: Berner Taschenbuch. Bd. 26 (1876), S. 283–306, hier S. 295 (online).</ref> 1890 musste er wegen einer schweren Krankheit zurücktreten, sein Nachfolger als Klinikdirektor und Psychiatrieprofessor wurde Wilhelm von Speyr.<ref name="FW">Fritz Walther: Wilhelm von Speyr 1852–1939. In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. Bd. 120 (1940/41), S. 494–502, hier S. 495 f. (online).</ref>

Schärer war ein Anhänger des Freiluftturnens, Wanderns, Schwingens und Schiessens. Er verfasste auch einen Leitfaden für Schwinger.<ref name="HB" /> Für die Waldau erreichte er den Kauf eines landwirtschaftlichen Gutes; er führte landwirtschaftliche Arbeit und Feste für die Patienten ein.<ref name="FW" />

Rudolf Schärers Schwester Luise Stauffer-Schärer war die Mutter des Malers Karl Stauffer-Bern.<ref>Bernhard von Arx: Der Fall Karl Stauffer: Chronik eines Skandals. Hallwag, Bern 1969, S. 204.</ref>

Schriften

  • Anleitung zum Schwingen und Ringen. Rudolf Jenni, Bern 1864 (online).

Literatur

  • Schaerer, Rudolf. In: Die Dozenten der bernischen Hochschule 1528–1984. Universität Bern, Bern 1984 (online).

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Albrecht Tribolet (1855–1859) | Rudolf Schärer (1859–1890) | Wilhelm von Speyr (1890–1933) | Jakob Klaesi (1933–1954) | Max Müller (1954–1963) | Hans Walther-Büel (1963–1978) | Wolfgang Böker (1979–1998) | Werner Strik (1998–2024) | Kristina Adorjan (seit Februar 2024) Vorlage:Klappleiste/Ende

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