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Rudolf Apponyi

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(Weitergeleitet von Rudolf Apponyi von Nagy-Appony)
Datei:Rudolph Apponyi Vanity Fair 14 January 1871.jpg
Rudolf Graf Apponyi (1871),
Karikatur im engl. Magazin Vanity Fair
Datei:Rudolf Apponyi Litho.jpg
Rudolf Apponyi, Lithographie von Josef Kriehuber, nach einer Zeichnung von Buchheister, ca. 1860

Rudolf Graf Apponyi von Nagyappony (* 1. August 1812 in Karlsruhe; † 31. Mai 1876 in Venedig) war ein österreichisch-ungarischer Diplomat.

Leben

Rudolf Apponyi stammte aus dem Hause Apponyi. Sein Großvater war Anton Georg Apponyi, ein ungarischer Großgrundbesitzer, Politiker, Diplomat und Obergespan. Sein Vater Anton Apponyi (1782–1852) war ebenfalls Diplomat des Kaisertum Österreichs, seine Mutter war Therese von Nogarola (1790–1874). Er war der Neffe des ungarischen Politikers György Apponyi und Bruder von Albert Apponyi, der als ungarischer Politiker und Diplomat aktiv war.<ref name="bio">Apponyi von Nagyappony, Rudolf Graf (1812–1876), Diplomat. In: biographien.ac.at. Abgerufen am 24. Februar 2026.</ref>

1840 heiratete er Anna Gräfin Apponyi von Nagyappony, geb. von Benckendorff (1818–1900), Tochter des Generals, Polizeiministers und Chefs der zaristischen Geheimpolizei Alexander Graf von Benckendorff. Sie hatten zwei Kinder Alexander und Ilona (1848–1914).<ref name="bio" />

Karriere

Apponyi wurde für die diplomatische Laufbahn erzogen und unterrichtet. Während sein Vater von 1826 bis 1848 als Gesandter in Paris war, lebte Rudolf ebenfalls dort, bis er 1846 als Gesandter in Lissabon seine eigene Karriere begann. Von 1847 bis 1849 war er als Missionschef im Großherzogtum Baden. Direkt im Anschluss lebte er als Gesandter zunächst im Königreich Sizilien, bis er 1853 ins Königreich Bayern abberufen. Ab 1856 war er zunächst Gesandter in London, bevor er 1860 zum Botschafter am Hof von St. James wurde. Weder im Rahmen des Sardinischen Krieges von 1859 noch während des Deutschen Krieges 1866 war es ihm möglich, Großbritannien dazu zu bewegen, Österreich zu unterstützen.<ref name="bio" />

1871 übernahm er selbst die Position des Botschafters in Paris, dort blieb er bis zu seinem Tod. Bei der Pontuskonferenz 1871 in London war es ihm ebenfalls nicht möglich, die Interessen Österreich-Ungarns erfolgreich zu vertreten. Dennoch wurde er als einer der letzten bedeutenden Diplomaten der klassischen Metternichschen Schule angesehen. Im Jahr 1875 unterzeichnete er für Österreich-Ungarn in Paris die Meterkonvention.<ref name="bio" />

Rudolf Graf Apponyi von Nagyappony starb am 31. Mai 1876 in Venedig.

Ehrungen

Graf Apponyi war Träger des Großkreuzes des Österreichisch-kaiserlichen Leopolds-Ordens<ref>Domum – Collegium rerum nobilium Austriae. In: coresno.com. Abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> und seit 1865 des Ordens vom Goldenen Vlies.<ref>Liste nominale des chevaliers de l’ordre de la Toison d’or, depuis son institution jusqu’à nos jours, in: Das Haus Österreich und der Orden vom Goldenen Vlies. Hg. von der Ordenskanzlei. Leopold Stocker Verlag, Graz/Stuttgart 2007 (ISBN 978-3-7020-1172-7), S. 161–198, hier S. 190.</ref> 1871 erhielt er den königlich ungarischen Sankt Stephan-Orden.<ref name="bio" />

Weblinks

Commons: Rudolf Apponyi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Valentin von EsterhàzyÖsterreichischer Gesandter in Bayern
10. Dezember 1853 bis 7. März 1856
Edmund von Hartig
Franz de Paula von Colloredo-WallseeÖsterreichischer Botschafter im Vereinigten Königreich
7. März 1856 bis 8. November 1871
Friedrich Ferdinand von Beust
Richard Klemens von MetternichÖsterreich-ungarischer Botschafter in Frankreich
13. Dezember 1871 bis 30. April 1876
Felix von Wimpffen

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