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Rosengård

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Apartment complex in Rosengård, Malmö.jpg
Gebäudekomplex Chinesische Mauer in Rosengård

Rosengård ist ein Teil des „Stadtbezirks Ost“ (Stadsområde Öster) der südschwedischen Stadt Malmö. Die Großwohnsiedlung wurde in den 1960er und 1970er Jahren im Zuge des Millionenprogramms der schwedischen Regierung beplant und gebaut. Rosengård hat eine Fläche von 332 ha<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Områdesfakta Rosengård. (Memento vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive) (PDF; 34 kB) Malmö stad, 2008</ref> und 23.563 Einwohner (31. Dezember 2012).<ref name="Stat Malmö 2012"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Befolkning i stadsområden, stadsdelar och delområden i Malmö 2012-12-31. (Memento vom 7. August 2013 im Internet Archive) (schwedisch; MS Excel; 90 kB) Malmö stad, abgerufen am 5. Juli 2013</ref>

Rosengård, heute durch starke soziale Segregation und einen hohen Anteil an Muslimen in der Einwohnerschaft gekennzeichnet, ist inzwischen über die Landesgrenzen hinaus als Problemviertel bekannt.

Geographische Lage

Datei:Rosengard delomraden.png
Rosengårds Bezirksteile (delområden)
Datei:Kryddgården, Malmö.jpg
Rückseite der Chinesischen Mauer

Der frühere Stadtteil Rosengård wurde im Juli 2013 mit dem Stadtteil Husie zum Stadtbezirk Öster zusammengeschlossen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Därför skapar vi stadsområden (Memento vom 5. April 2014 im Internet Archive) (schwedisch) Auf der Webseite der Gemeinde Malmö, abgerufen am 4. Juli 2013</ref>

Rosengård besteht aus sieben Bezirksteilen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)): Apelgården, Herrgården, Kryddgården, Törnrosen, Örtagården, Persborg und Västra Kattarp, östlich des Malmöer Zentrums im Stadtbezirk Öster. Hinzu kommen Östra Kyrkogården, Emilstorp und Rosengård centrum. Es grenzt im Uhrzeigersinn an den Stadtbezirk Norr, die frühere Stadtteil Husie, sowie die Stadtbezirke Söder und Innerstaden.

Demographie

Jahr Einwohner<ref name="Fakta 2004">@1@2Vorlage:Toter Link/www.malmo.seOmrådesfakta Rosengård (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive ) (PDF; 43 kB)</ref>
1961 05.250
1971 23.112
1981 18.006
1991 17.190
2001 21.027
2004 21.526
2012 [0]23.563<ref name="Stat Malmö 2012" />

Einwanderer nach Herkunft

86 % der Einwohner haben einen Migrationshintergrund.

Land (2004)<ref name="Fakta 2004" /> Erste Generation Zweite Generation<ref>Bezieht sich nur auf in Schweden geborene Kinder mit beiden Elternteilen aus den entsprechenden Ländern</ref> Entspricht
Jugoslawien 02.987 1.244 04.231
Irak 02.482 0.753 03.235
Bosnien und Herzegowina 01.400 0.254 01.654
Libanon 01.310 1.386 02.696
Polen 00.520 0.142 00.662
Insgesamt 12.681 5.355 18.036
Anteil 59 % 25 % 84 %

Soziale Probleme

Rosengård (exklusive des Gebietes nördlich der Straße „Amiralsgatan“) wurde von der schwedischen Polizei 2019 (mit 21 anderen Gebieten), zum dritten Mal in Folge zu den Besonders gefährdeten Gebieten (die gefährdetsten Gebiete im Sinne der Kriminalitätsrate und sozialer Ausgrenzung) gezählt.<ref>Wayback Machine. 19. August 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. August 2016; abgerufen am 19. November 2019.</ref><ref>Wayback Machine. 10. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. März 2018; abgerufen am 19. November 2019.</ref><ref>Wayback Machine. 3. Juni 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Juni 2019; abgerufen am 19. November 2019.</ref>

Die Rosengård-Studie 2009

Im Jahr 2009 wurde eine stark kritisierte Studie über Rosengård präsentiert.<ref name="Ranstorp">Magnus Ranstorp, Josefine Dos Santos. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hot mot demokrati och värdegrund – en lägesbild från Malmö (Memento vom 27. Dezember 2013 im Internet Archive) (PDF; 193 kB). Försvarshögskolan, 28. Januar 2009.</ref> Laut der Studie erfassen die offiziell in Rosengård registrierten Menschen nur die Hälfte der tatsächlichen Einwohner, und es soll eine zunehmende Radikalisierung in den vergangenen fünf Jahren gegeben haben: „Eine kleine Zahl von Extremisten bekommt immer mehr Macht über immer mehr Menschen“, sagte der Konfliktforscher Magnus Ranstorp, einer der Autoren des Rapports. „Frauen, die früher nie Schleier trugen, werden dazu gezwungen, patriarchalische Machtstrukturen werden zementiert.“ In einer bis drei der etwa 15 Kellermoscheen wurden laut der Studie „Gewalt verherrlichende Botschaften“ verbreitet, und 13- oder 14-jährige Mädchen aus islamischen Familien wurden während des Urlaubs in der Heimat der Eltern zwangsverheiratet. Die Zurückgekehrten lebten laut der Studie als Hausfrau, und außer Haus bewegten sie sich nur mit Schleier verhüllt, selten aus freiem Willen, sondern aus Angst vor einigen „Gesinnungspolizisten“, d. h. Gruppen männlicher Jugendlicher, die diejenigen drangsalieren, die sich ihrer Meinung nach „unislamisch“ verhalten. Zudem sollen die Zuhörer in einigen der Kellermoscheen und islamischen Freischulen von radikalen Predigern aufgefordert worden sein, die schwedische Gesellschaft zu meiden und demokratische Grundregeln zu missachten. Von öffentlichen Schulen verlangten einige Eltern, dass Jungen und Mädchen nicht in der gleichen Schulbank sitzen sollten und, während die Jungen am Sportunterricht teilnehmen, sollten Mädchen nähen lernen. Die Studie wurde aber nur mit Informationen von 30 indirekten Quellen geschrieben, ohne eigene Observationen in Rosengård, und wurde stark kritisiert.<ref>Mattias Gardell: Oseriös larmrapport om Rosengård. Svenska Dagbladet 6. Februar 2009</ref>

Krawalle 2008

Zwischen dem 18. und 20. Dezember 2008 kam es im Bezirksteil Herrgården zu schweren Krawallen zwischen überwiegend Jugendlichen und der Polizei. Vorangegangen war die geplante Räumung einer besetztgehaltenen Kellermoschee. Mehrere PKW gerieten in Brand, es kam auch zu Bombendrohungen gegen eine Tankstelle. Jugendliche zwangen selbst Rettungskräfte durch Steinwürfe und Feuerwerkskörper zum Rückzug, und mehrere Personen wurden im Zusammenhang mit den Unruhen festgenommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polisen attackerad i Rosengård (Memento vom 21. Dezember 2008 im Internet Archive), Helsingborgs Dagblad, 19. Dezember 2008</ref> Nach offiziellen Angaben standen vor allem autonome Kräfte hinter den Unruhen und eine Vereinigung der Autonomen bekannte sich auch dazu.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />18 omhändertogs (Memento vom 7. Januar 2010 im Internet Archive) Sydsvenskan, 18. Dezember 2008</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />AFA Julia Malmö: Rosengård – Kravallerna fortsätter (Memento vom 5. Februar 2009 im Internet Archive), motkraft.net, 19. Dezember 2008</ref>

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Rosengård – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien


Koordinaten: 55° 35′ N, 13° 3′ O

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