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Rodrigo Londoño

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Datei:Timochenko-GoraHerria.jpg
Timoleón Jiménez

Rodrigo Londoño Echeverri, auch unter den Kampfnamen Timoleón Jiménez und Spitznamen Timoschenko bekannt, (* 22. Januar 1959 in Calarcá, Departamento del Quindío) ist ein kolumbianischer Arzt und Politiker und ehemaliger Anführer der Guerilla-Organisation FARC-EP.

Biografie

Studium und Untergrund

Rodrigo Londoño studierte nach seinem Schulabschluss in Kolumbien ursprünglich Medizin an der Patrice-Lumumba-Universität in Moskau und anschließend in Kuba.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timochenko, el designado (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. September 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/informador.com.mx</ref> Er ist seit den 1980er Jahren im Sekretariat der FARC tätig.<ref name="NZZAnführer">Kolumbianische FARC-Rebellen ernennen neuen Anführer. In: Neue Zürcher Zeitung. 16. November 2011, abgerufen am 16. November 2011.</ref>

Er gehört seit Anfang der 1990er Jahre zum Führungskreis der FARC und gilt dort als Hardliner. Er leitet seinen Beinamen Timoschenko vom ehemaligen Oberbefehlshaber der Roten Armee, Marschall der Sowjetunion, Semjon Konstantinowitsch Timoschenko ab. Es gibt zahlreiche Haftbefehle gegen ihn, die Vereinigten Staaten haben eine Belohnung in Höhe von 5 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Nach deren Angaben ist er verantwortlich für massiven Kokainschmuggel sowie Hunderte von Tötungen. 2008 trat er öffentlich in Erscheinung und kündigte an, dass Alfonso Cano der neue Anführer der FARC geworden sei.<ref name="Creports"/> Am 5. November 2011<ref name="Creports"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/colombiareports.com</ref> trat er erneut die Nachfolge des kurz zuvor vom kolumbianischen Militär getöteten Alfonso Cano als Anführer der FARC an.<ref name="NZZAnführer"/> Am 15. November 2011 veröffentlichte die FARC seine Ernennung zum Anführer.<ref name="NZZAnführer"/>

Kandidatur für die Präsidentschaft 2018

Rodrigo Londoño kündigte im November 2017 seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen in Kolumbien 2018 an. Der frühere Chef der linken Guerilla-Organisation FARC rechnete sich „gute Chancen“ aus.<ref>Farc strebt Macht in Kolumbien an. In: ZDF. 24. November 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Januar 2018;.</ref><ref>Ex-Guerilla-Chef Rodrigo Londoño will Präsident Kolumbiens werden dw.com vom 17. November 2017</ref> Nach den ersten Umfragen vom Dezember 2017 kam Londoño allerdings nicht einmal auf 2 % der Abstimmungsabsichten.<ref>Los candidatos todavía no son muy conocidos en las regiones eltiempo.com, vom 17. Dezember 2017 (spanisch)</ref> Im März 2018 verzichtete die FARC auf die Teilnahme an der Wahl, da Londoño gesundheitliche Probleme habe.<ref>Ex-Farc-Rebellen ziehen sich aus Kolumbiens Präsidentenwahl zurück. Der Standard, 8. März 2018, abgerufen am selben Tage.</ref>

Rodrigo Londoño lebt heute in der Gemeinde La Tebaida, Departamento del Quindío.<ref>La vida de Rodrigo Londoño tras el final de Timochenko elpais.com, vom 10. Juli 2022 (spanisch)</ref>

Weblinks

Commons: Rodrigo Londoño – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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