Rodesgrün
Rodesgrün Stadt Selbitz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(164)&title=Rodesgr%C3%BCn 50° 20′ N, 11° 45′ O
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dim=10000 | globe= | name=Rodesgrün | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 604 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 164 (8. Juni 2021)<ref name="Einwohner">Stadt Selbitz - Zahlen, Daten und Fakten. Abgerufen am 10. Oktober 2021.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 95152 | |||||
| Vorwahl: | 09282 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Rodesgrün ist ein Gemeindeteil der Stadt Selbitz im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Rodesgrün hat eine Fläche von 5,215 km². Sie ist in 605 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8620,63 m² haben.<ref>Gemarkung Rodesgrün (091908). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 30. April 2025.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kohlbühl.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. April 2025.</ref> Die Einöde Wiesenhaus zählt zum Gemeindeteil Rodesgrün.
Geografie
Das Dorf liegt weitestgehend auf freier Flur auf einem Höhenzug des Frankenwaldes. Im Westen grenzt ein Waldgebiet an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Linden vorbei nach Naila zur Staatsstraße 2195, die hier in einer Anschlussstelle der Bundesstraße 173 mündet (2 km südwestlich), bzw. nach Neuhaus (1,3 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt die B 173 überbrückend nach Selbitz zur HO 33 (2,2 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. April 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Veste Rodesgrün war der Stammsitz der Herren von Grün. Im Jahr 1330 wurde diese als „Rodansgrün“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Rodan, das Grundwort -grün (=Rodung). 1373 wurde Rodesgrün vom Nürnberger Burggraf Friedrich V. gekauft. In den Fehden mit den Vögten von Weida im ausgehenden 14. Jahrhundert wurde die Veste zerstört. Nachfolgebau ist das Schloss Neuhaus.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 516f.</ref>
Zur Realgemeinde Rodesgrün gehörten Kohlbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Rodesgrün aus 24 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthischen Vogteiamt Naila. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Vogteiamt Naila und Kastenamt Hof gemeinschaftlich. Grundherren waren
- das Kastenamt Hof: 2 Halbhöfe, 5 Viertelhöfe, 2 Dreiachtelhöfe, 3 Tropfhäuser, 1 Haus;
- das Bürgerhospital Kulmbach: 10 Häuser;
- das Verwaltungsamt Selbitz: 1 Halbhof.<ref name="Kö302">M. Körner: Naila, S. 302.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand Rodesgrün dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Rodesgrün dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neuhaus zugewiesen.<ref name="OV 1820"/> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Rodesgrün, zu der Kohlbühl gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Rodesgrün zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Die Gemeinde Rodesgrün hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,221 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Rodesgrün am 1. April 1971 nach Selbitz eingemeindet.<ref></ref><ref>Selbitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 30. April 2025.</ref>
Bau- und Bodendenkmäler
- Turmhügel Rodesgrün<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Selbitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Burgstall Rodesgrün<ref name="Denkmalliste"/>
- Weidenweg 5 (=Haus Nr. 15): Ehemals zur Schlossherrschaft Neuhaus gehörender Gutshof<ref name="Denkmalliste"/>
-
Früherer Gutshof
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 11: Zweigeschossiges Wohnstallhaus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Satteldach; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss Fachwerk, im Wohnteil verputzt, über Stall verschiefert.<ref name="L54">K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 54. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
- Haus Nr. 12: Zweigeschossiges Wohnstallhaus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Satteldach; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss verputztes Fachwerk.<ref name="L54"/>
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Rodesgrün
| Jahr | 1819 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 178 | 231 | 238 | 229 | 250 | 280 | 272 | 252 | 245 | 231 | 238 | 225 | 234 | 228 | 214 | 230 | 251 | 258 | 249 | 369 | 329 | 288 | 265 | 256 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 39 | 40 | 40 | 41 | 41 | 46 | 49 | |||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für die Gemeinde Rodesgrün zuzüglich Kohlbühl (S. 63).</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 920, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 144 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1094, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1041–1042 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1092 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1127–1128 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 975 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 717 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 157 (Digitalisat).</ref> |
Ort Rodesgrün
| Jahr | 1799 | 1819 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 65 | 139 | 194 | 219 | 189 | 206 | 207 | 265 | 233 | 225 | 181 | 164 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 12 | 32 | 33 | 33 | 38 | 41 | 55 | |||||
| Quelle | <ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 541.</ref> | <ref name="OV 1820" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 308 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Einwohner" /> |
Religion
Rodesgrün ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Selbitz gepfarrt.<ref name="Kö302"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rodesgrün. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 541 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3929364085 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Körner Naila
- Vorlage:Lippert Landkreis Naila
- Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 315.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Rodesgrün in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Rodesgrün im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
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- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Geographie (Selbitz, Oberfranken)
- Ort im Landkreis Hof
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof)
- Gemeindegründung 1812
- Gemeindeauflösung 1971
- Gemarkung im Landkreis Hof
- Ersterwähnung 1330