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Bob Schul

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(Weitergeleitet von Robert Schul)

Robert Keyser „Bob“ Schul (* 28. September 1937 in West Milton, Ohio; † 16. Juni 2024 in Middletown, Ohio) war ein US-amerikanischer Mittel- und Langstreckenläufer und Olympiasieger.

Laufbahn

Schuls Erfolg war maßgeblich mit den Methoden seines Trainers Mihály Iglói verknüpft. Während eines Universitätsstudiums kam Schul mit dem Leistungssport in Berührung. Er konzentrierte sich auf den Meilenlauf und verbesserte sich schnell. Während dieses Trainings entwickelte er Interesse für den 3000-Meter-Hindernislauf, für den er sich infolge seines ausgezeichneten Bewegungsgefühls schnell die entsprechende Technik aneignete. Da jedoch das 3000-Meter-Hindernislaufen bei Universitätsstrecken selten vorkam, trainierte er regelmäßig auch für längere Strecken. 1959 unterbrach Schul sein Universitätsstudium und meldete sich zur Luftwaffe, wo die besten Möglichkeiten für ein Lauftraining bestanden. Lange Zeit war fraglich, ob Schul überhaupt Wettkampfsport betreiben könne, erkrankte er doch am Pfeiffer-Drüsenfieber, das einen dreimonatigen Aufenthalt im Krankenhaus der Luftwaffe erforderlich machte. Er kehrte an die Miami University zurück, wo er sein Training nach Iglói durch Elemente von Arthur Lydiard erweiterte.<ref>Arnd Krüger: Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997). In: Norbert Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Czwalina, Hamburg 1998, ISBN 3-88020-322-9, S. 41–56</ref>

1963 gewann er über 5000 Meter Bronze bei den Panamerikanischen Spielen in São Paulo. Im Jahr darauf fuhr er als Sieger der US-Trials zu den Olympischen Spielen in Tokio und errang dort seinen größten Erfolg: Über 5000 Meter siegte er in 13:48,8 min vor dem Deutschen Harald Norpoth (13:49,6) und seinem Landsmann Bill Dellinger (13:49,8).<ref>YouTube: Legendary Bob Schul – Last 3 laps in 1964 Tokyo Olympic 5km Final. Eingestellt am 12. März 2012 (3:19 min)</ref>

1964 und 1965 wurde er US-Meister über 5000 Meter bzw. 3 Meilen. Bei seinem Versuch, sich 1968 noch einmal für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, wurde er Sechster bei den US-Trials.

1971 war Schul für ein Jahr Nationaltrainer in Malaysia, bevor er in die USA zurückkehrte. 1978 wurde er Ausdauertrainer der Air Force. Schul selbst trainierte auch wieder und nahm an Alterklassenrennen erfolgreich teil (33:55 min über 10.000 Meter und 1:16:00 h im Halbmarathon als 50-Jähriger; 17:56 min für 5000 Meter mit 60). Schul arbeitete als Leichtathletiktrainer der Männer- und der Frauenmannschaft der Wright State University von 1996 bis 2007.

Er starb im Juni 2024 mit 86 Jahren in Middletown (Ohio).<ref>Jonathan Gault: Bob Schul, America’s Only Olympic 5,000m Champion, Dies at 86. In: LetsRun.com. 17. Juni 2024, abgerufen am 18. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Persönliche Bestzeiten

Veröffentlichungen

  • mit Laura Rentz Krause: In the long run. Ohio Landfall Press, Dayton 2000, ISBN 0-913428-82-5

Weblinks

Commons: Bob Schul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1912: Finnland Großfurstentum 1883Datei:Flag of Russia.svg Hannes Kolehmainen | 1920: Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Joseph Guillemot | 1924: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Paavo Nurmi | 1928: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Ville Ritola | 1932: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Lauri Lehtinen | 1936: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Gunnar Höckert | 1948: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Gaston Reiff | 1952: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Emil Zátopek | 1956: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wolodymyr Kuz | 1960: NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Murray Halberg | 1964: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Schul | 1968: Tunesien 1859Datei:Flag of Tunisia (1959–1999).svg Mohamed Gammoudi | 1972: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Lasse Virén | 1976: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Lasse Virén | 1980: Athiopien 1975Datei:Flag of Ethiopia (1975–1987).svg Miruts Yifter | 1984: MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Saïd Aouita | 1988: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg John Ngugi | 1992: DeutschlandDeutschland Dieter Baumann | 1996: BurundiDatei:Flag of Burundi.svg Vénuste Niyongabo | 2000: Athiopien 1996Datei:Flag of Ethiopia (1996-2009).svg Million Wolde | 2004: MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Hicham El Guerrouj | 2008: Athiopien 1996Datei:Flag of Ethiopia (1996-2009).svg Kenenisa Bekele | 2012: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mo Farah | 2016: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mo Farah | 2020: UgandaDatei:Flag of Uganda.svg Joshua Cheptegei | 2024: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Jakob Ingebrigtsen

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/Ende

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