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Rieker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Rieker Schuh GmbH)

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Rieker Holding AG<ref name="HR">Kanton Schaffhausen: Amtsblatt. 1. Februar 2008, abgerufen am 17. Juli 2023. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag der Rieker Holding AG (Memento vom 7. Juli 2011 im Internet Archive)</ref>

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Rieker Logo 2024.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1874
Sitz Thayngen, Schweiz<ref name="HR" />
Leitung Markus Rapp
(CEO und VR-Präsident<ref name="HR" />)
Mitarbeiterzahl ca. 20.000<ref name=":0"/>
Branche Schuhe
Website www.rieker.com
Datei:Rieker Schuhe.jpg
Eine Rieker-Filiale in Mannheim

Die Rieker Holding AG mit Sitz im schweizerischen Thayngen ist die Dachgesellschaft der gleichnamigen Schuhmarke, die ursprünglich in Tuttlingen (Baden-Württemberg) gegründet worden war. Der Sitz der Unternehmensgruppe befindet sich seit den frühen 1970er Jahren in der Schweiz. 1985 wurde die Rieker Holding AG in Reiden, Schweiz, gegründet und 2007 nach Thayngen verlegt.<ref>https://www.moneyhouse.ch/de/company/rieker-holding-ag-11187660831</ref>

Die Unternehmensgruppe verfügt über mehrere Produktionsstätten in fünf Ländern, drei Designbüros sowie 16 Vertriebszentren und beschäftigt weltweit rund 20.000 Mitarbeiter.<ref name=":0"/> Sie versorgt etwa 8000 unabhängige Einzelhändler, hauptsächlich in Europa, mit Schuhen und Accessoires.<ref name=":0" />

Für die Kollektion, Entwicklung, den Vertrieb und die Logistik sind verschiedene Standorte weltweit zuständig.

Geschichte

Datei:Rottweil Stadtmuseum Schuhmacherwerkstatt 01 (Ausschnitt).jpg
„Rieker Schuhe“, Emailschild in der Schusterwerkstatt von Georg Fuxloch in Rottweil (Stadtmuseum)

Im Jahre 1874 wurde Rieker als erste Schuhfabrik in Tuttlingen von Heinrich Rieker und Carl Seitz unter dem Namen Rieker & Seitz gegründet.<ref name=":0">Das Unternehmen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2016; abgerufen am 16. Juli 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rieker.com</ref> 1901 verliess Seitz das Unternehmen. Heinrich Rieker starb im Jahre 1905. Das Management übernahmen daraufhin seine drei Söhne Ernst, Heinrich und Karl Rieker.<ref name=":1">The Rieker Story. In: www.riekershoes-friaryshoes.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2016; abgerufen am 24. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.riekershoes-friaryshoes.com</ref> Der Unternehmensname wurde 1907 in Rieker & Co. geändert.

Das Unternehmen gehörte während der Zeit des Nationalsozialismus zu den deutschen Schuhunternehmen, die ihre Schuhe von KZ-Häftlingen im Konzentrationslager Sachsenhausen testen ließen. Dabei mussten die Häftlinge im sogenannten Schuhläufer-Kommando auf einer mit unterschiedlichen Belägen ausgestatteten 700 Meter langen Teststrecke mehrmals bis zu 40 Kilometer zurücklegen.<ref>Wir mussten auf unsere Schuhe pinkeln. In: Schwäbische Zeitung. 26. Januar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Juli 2022; abgerufen am 3. Juli 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schwaebische.de</ref>

1969 erreichte die Beschäftigtenzahl des Unternehmens in Deutschland mit rund 2000 Mitarbeitern ihren Höhepunkt.<ref>Rieker-Schuh Firmenprofil. In: www.wer-zu-wem.de. Abgerufen am 24. Juni 2016.</ref> Im selben Jahr wurde die Geschäftsführung den drei Cousins Kurt, Roland und Justus Rieker übergeben, welche die Gesellschaft in drei unabhängige Bereiche aufteilten. Justus Rieker übernahm die Produktion von Skistiefeln – diese Gesellschaft wurde später aufgelöst. Roland Rieker übernahm die Produktion von Kinder- und Jugendschuhen in Donaueschingen, die heute unter dem Namen Ricosta bekannt ist. Kurt Rieker übernahm in Tuttlingen die Produktion der sportlichen Damen- und Herrenschuhe.

In den frühen 1970er Jahren wurde der Sitz der Holdinggesellschaft in der Schweiz errichtet und die Produktion international ausgedehnt.<ref name=":0" />

1975 ging die Geschäftsführung in die Hände von Kurt Riekers Sohn Markus über.<ref name=":1" /> Im selben Jahr wurde in Tunesien die erste ausländische Produktionsgesellschaft gegründet. Weitere Produktionsstätten wurden in der Slowakei, in Portugal, Rumänien, Marokko, Moldau und in Vietnam eröffnet.<ref name=":2">Aktiv gegen Kinderarbeit - Rieker. 2014, abgerufen am 24. Juni 2016.</ref>

Die Produktionsstätten in Portugal, Rumänien und Moldau wurden inzwischen wieder geschlossen.<ref name=":0"/>

Anfang 2002 erweiterte die Rieker-Gruppe ihr Geschäftsfeld mit der Übernahme der Schuh-Union, wodurch die Marken Servas, Remonte und Dorndorf unter einem Dach vereint wurden.<ref>Schuh Union jetzt ganz bei Rieker. 2. Juli 2002, abgerufen am 24. Juni 2016.</ref><ref>Rieker kauft Schuh-Union auf. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2016; abgerufen am 24. Juni 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schwaebische.de</ref>

Konzernstruktur

Die von Markus Rieker seit 1969 zunächst gemeinsam mit seinem Vater geführte Kurt Rieker KG in Tuttlingen firmierte 1979 in Rieker Schuhe GmbH um und wurde 1996 mit der Rieker Beteiligungsgesellschaft verschmolzen. Unter diesem Firmennamen wird das Unternehmen seit 2008 gemeinsam mit der Rieker Entwicklungsgesellschaft als Tochterunternehmen der Schuh-Union geführt. Mutterunternehmen ist die Rieker Antistress Group Holding AG in Reiden,<ref>Kanton Luzern: Rieker Antistress Group Holding. In: Handelsregisterauszug. 2023, abgerufen am 17. Juli 2023.</ref> die 2006 ebenso wie die Rieker Finanz AG 1993 von der 1985 gegründeten Rieker Gruppe Holding AG (neu: Rieker Finance Group Holding AG, Reiden) abgespalten worden war und in dessen Verwaltungsrat Markus Rieker weiterhin mitwirkte. Weiteres Tochterunternehmen ist die Rieker Holding AG, die ihren Sitz 2007 nach Thayngen verlegte.<ref>Amtsgericht Stuttgart: Handelsregister B. Band 450531, 450275, 450412, 450101, 450312. Stuttgart 2023.</ref>

Alte Logos

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 47° 44′ 40″ N, 8° 42′ 20,4″ O; CH1903: 695026 / 288974

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