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Rieder Hütte

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Rieder Hütte
ÖAV-Schutzhütte Kategorie I
Rieder Hütte 2025
Rieder Hütte 2025

Rieder Hütte 2025

Gebirgsgruppe Höllengebirge
Geographische Lage: 47° 48′ 14,6″ N, 13° 40′ 36″ OKoordinaten: 47° 48′ 14,6″ N, 13° 40′ 36″ O
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Höhenlage 1765 m ü. A.
Rieder Hütte (Oberösterreich)
Rieder Hütte (Oberösterreich)
Erbauer Alpenverein Ried im Innkreis des DuOeAV
Besitzer Alpenverein Ried im Innkreis des ÖAV
Erbaut 1930; Neubau: 1974–77
Bautyp Schutzhütte
Übliche Öffnungszeiten Pfingsten bis Ende Oktober,
Silvester bis Ostermontag
Beherbergung 0 Betten, 45 Lager
Winterraum Lager
Weblink www.riederhuette.at
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Rieder Hütte ist ein Schutzhaus der Sektion Ried im Innkreis des Österreichischen Alpenvereins im Höllengebirge im oberösterreichischen Salzkammergut. Die Hütte befindet sich im östlichen Teil des Gebirges in der Nähe des Feuerkogels. Der Hausberg der Rieder Hütte ist die höchste Erhebung des Höllengebirges, der 1862 m hohe Große Höllkogel. Im Sommer wie im Winter ist die Hütte ein gern besuchtes Ziel der Bergwanderer, Skitouren- und Schneeschuhgeher.

Geschichtliches

Die Rieder Hütte wurde von der Sektion Ried im Innkreis des DuOeAV errichtet und am 1. Dezember 1930 eröffnet. Anfänglich war die Hütte eine Bürobaracke, welche nach dem Bau der Feuerkogelseilbahn nicht mehr benötigt wurde. 1945 diente die Hütte einer Gruppe Widerstandskämpfer rund um Albrecht Gaiswinkler, die Goebbels töten sollten, als Unterschlupf, nachdem sie mit dem Fallschirm über dem Feuerkogel abgesprungen waren.<ref>DerStandard: Wandern in Oberösterreich: Auf den Spuren des Widerstands zur Rieder Hütte</ref> 1973 fiel die Hütte einem Brand zum Opfer. In den Folgejahren wurde sie wieder errichtet und im Sommer 1977 neu eröffnet.

Der Vermissten-Fall Georg Koppelstätter

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1943 war die Rieder Hütte Ausgangspunkt eines tragischen Ausflugs, bei dem der 17-jährige Georg Koppelstätter aus St. Martin im Innkreis verschwand. Koppelstätter, Sohn von Bäckerei-Besitzern, hatte sich mit sieben Freunden zur Hütte begeben, um seinen Geburtstag zu feiern. Nach der Ankunft kehrte er allein zur Bergstation der Feuerkogel-Seilbahn zurück, um seine vergessene Ziehharmonika zu holen, kam dort jedoch nie an.<ref>n-tv Nachrichten: Österreich löst ältesten Vermisstenfall. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>

Koppelstätters Verschwinden blieb 75 Jahre lang ungeklärt und galt als einer der ältesten Vermisstenfälle Österreichs.<ref>krone.at: „Eltern hofften bis zuletzt, dass Georg noch lebt“. 21. Oktober 2018, abgerufen am 25. Februar 2025.</ref> Seine Eltern initiierten zahlreiche Suchaktionen im Höllengebirge und schalteten weltweit Zeitungsinserate in der Hoffnung, Nachrichten von ihrem Sohn zu erhalten.

Im Jahr 2016 wurden menschliche Überreste in der Doline „Große Quetsche“ im Höllengebirge, in der Nähe der Rieder Hütte entdeckt. Diese konnten 2018 geborgen und als die sterblichen Überreste von Georg Koppelstätter identifiziert werden.

Anfang Oktober 2018 wurde Georg im Grab seiner Eltern beigesetzt. Sein Vater war 1951 verstorben, seine Mutter 1984.<ref>n-tv Nachrichten: Österreich löst ältesten Vermisstenfall. Abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>

Aufstieg

  • Von Langwies oder Steinkogl aus dem Trauntal (ca. 440 m) über die Vordere Spitzalm (4,5 Stunden)
  • Von der Bergstation der Feuerkogelseilbahn (1560 m) (2 Stunden)

Hüttenwirte

1931 bis 1933 Adolf Vogler

1933 bis 1941 Karl und Hedwig Neuhuber, Gmunden

1941 bis 1943 Hr. Drack, Grünau

1943 bis 1952 Maria Puchinger, Ebensee

1952 bis 1955 Toni Gebhart und Berta Hopf, Neukirchen<ref>Startseite. Abgerufen am 29. Januar 2026.</ref>

1955 bis 1960 Ernst Hainbuchner, Schwanenstadt

1960 bis 1962 Max Aspelmayr, Linz

1962 bis 1964 Helmut Baier und Karl Huber

1964 bis 1667 Helmut Seidenbusch

1967 bis 1970 Karl und Sonja Höller, Neukirchen

1970 bis 1973 Wochenendbewirtschaftung

1973 Die Hütte wurde durch Brand völlig zerstört

1974 bis 1998 Engelbert Sternbauer

1998 bis 2001 Ernst Winkler

2002 bis 2007 Elisabeth Hölldobler

2007 bis 2010 Tilo Wolf und Annemarie Schablinger

2011 bis 2012 Peter Pruckner, Wesobrunn

2013 bis 2018 Daniel Weber, Nürnberg

2018 Jochen Holtmann und Susi Geier

ab 2019 bis 2022 Günter Hausjell

2024 bis Stephan Jobke

Bekannte Wanderziele in der Umgebung des Hauses

Übergänge

  • über den Grünalmkogel und den Pfaffengraben zum Hochleckenhaus in rund 5 Stunden
  • zu den Feuerkogel-Hütten und zum Feuerkogel in rund 2 Stunden

Weblinks

Einzelnachweise

<references />