Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Andreas von Riaucour – WikipediaZum Inhalt springen
Am 1. Oktober 1754 erfolgte die Erhebung in den Reichsgrafenstand anlässlich seiner Vermählung mit Henriette Luise von Wrede († 1793), Tochter des kurpfälzischen Ministers Ernst von Wrede.<ref>Helmut Tenner: Mannheimer Kunstsammler und Kunsthändler bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, 1966, S. 42, 49</ref> Dieser Ehe entstammten neben drei Töchtern nur ein als Kind verstorbener Sohn namens Adam Heinrich Peter (1761–1762). Sein Marmorepitaph hat sich in der Mannheimer St.-Sebastian-Kirche erhalten. Er wird darauf als „die große Hoffnung der Familie“ bezeichnet. Die Eltern, in umfänglicher Titulatur, erscheinen auf dem Gedenkstein als trauernde Stifter.
Das Wappen der Grafen von Riaucour zeigt im zweigeteilten Schild oben drei Rosen auf goldenem Grund und unten zwei silberne Querströme auf blauem Grund.
Das Grafengeschlecht Riaucour erlosch 1794 mit seinem Tod. Die Grabplatten von Andreas von Riaucour und seiner Frau befinden sich in der Münchner Frauenkirche, ihre Gebeine ruhen in der dortigen Domkapitelsgruft.<ref>Anton Mayer: Die Domkirche zu U. L. Frau in München, München 1868, S. 450 u. 451; (Digitalscan)</ref>
Die jüngere Tochter Marianne, verehelicht mit Graf Clemens August von Waldkirch, erhielt den süddeutschen Besitz, u. a. das Palais Riaucour und die Orte Binau, Kleineicholzheim (heute ein Ortsteil von Schefflenz), Sindolsheim (heute ein Ortsteil von Rosenberg) sowie die Hälfte des Dorfes Hillesheim.
Literatur
Harald Stockert: „…viele adeliche Häuser“. Stadtsitze, Landschlösser und adlige Lebenswelten in Mannheim und der Kurpfalz. Mannheim 2011, ISBN 978-3-941001-08-4.
Datei:20170406415DR Crostau Schloß Wappen Graf Schall zu Bell.jpgWappen der Grafen Schall zu Bell am Schloss CrostauGünther Ebersold: Alter, neuer und „natürlicher“ Adel – Karrieren am kurpfälzischen Hof des 18. Jahrhunderts, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher, 2014, ISBN 978-3-89735-724-2, S. 117–138
Friedrich Walter: Riaucours Gesandtschaftsberichte als Quelle zur Geschichte des Kurfürsten Karl Theodor. In: Mannheimer Geschichtsblätter. 8, 1907 (Digitalisat)