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Attack of the Mutant Camels

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(Weitergeleitet von Revenge of the Mutant Camels)

Attack of the Mutant Camels (in den Vereinigten Staaten Advance of the Mega Camels) ist ein Computerspiel aus dem Jahr 1983. Bei dem Spiel handelt es sich um ein horizontal scrollendes Shoot ’em up. Es wurde von Jeff Minter programmiert und von seinem eigenen Unternehmen Llamasoft für die Heimcomputer Commodore 64 und Atari 400/800 veröffentlicht.

Handlung

Im ausgehenden 21. Jahrhundert hat die Menschheit einen Überlichtgeschwindigkeits-Antrieb entwickelt und erforscht das Weltall. Leider erregte sie dabei die Aufmerksamkeit der Zzyaxianer, einer aggressiven Rasse, die die gesamte Galaxis unterdrückt und Rassen, die ein bestimmtes technisches Niveau überschreiten, auslöscht. Im Rahmen einer ersten Expedition zur Erde, die von den Menschen als kurzer Besuch eines UFOs wahrgenommen wurde, entführten die Zzyaxianer eine große Anzahl von Kamelen. Durch gentechnische Behandlung verwandelten sie die Tiere in „30 Meter hohe, mit Neutroniumschilden und Lasergeschützen bewehrte Todeskamele“.<ref name="MobyGames">MobyGames.com: Advance of the Mega Camels - Covers. Abgerufen am 19. Februar 2026.</ref> 18 Monate nach den Entführungen setzten sie die Kamele auf der Erde ab. Die Menschheit rüstete kleine, wendige Kampfflugzeuge aus, um die Kamele zu bekämpfen. Eines davon fliegt der Spieler.

Spielprinzip

Die Aufgabe des Spielers ist es, mit einem kleinen Düsenflugzeug sechs riesige gelbe Kamele zu erschießen, bevor diese an der Heimatbasis des Spielers ankommen. Jedes Kamel muss etwa 100 Mal vom Spieler getroffen werden, bevor es getötet wird.<ref name="HC2" /> Gleichzeitig wird das Spiel dadurch erschwert, dass die Kamele ihrerseits zurückschießen. Das Spiel erstreckt sich in der Horizontalen über zehn Bildschirme.<ref name="CVG" />

Das Spiel ist stark an das 1982 erschienene Atari-2600-Spiel Star Wars: The Empire Strikes Back von Parker Brothers angelehnt.

Entwicklungs- und Veröffentlichungsgeschichte

Attack of the Mutant Camels erschien 1983 zunächst für den Commodore 64 und wurde dann auf die 8-bit-Heimcomputer von Atari portiert.<ref name="CVG" /> 1987 veröffentlichte der Publisher Mastertronic in Europa eine Budget-Version.<ref name="MobyGames" />

Verwirrenderweise wurde in den Vereinigten Staaten auch ein völlig andersartiges Spiel Minters aus der Gridrunner-Reihe unter dem Titel Attack of the Mutant Camels veröffentlicht.

Nachfolger

Revenge of the Mutant Camels wurde 1984 für die Computersysteme Atari ST, Commodore 64, Commodore Amiga und IBM PC veröffentlicht. Die Commodore-64-Version des Spiels wurde kommerziell vertrieben, alle anderen Portierungen wurden als Shareware angeboten.

1987 erschien noch ein letzter Teil, Revenge of the Mutant Camels II, auch als Return of the Mutant Camels bekannt. Dieser Teil wurde 2002 für Windows neu aufgelegt.

Rezeption

Wertungsspiegel
PublikationWertung
Atari 8-BitCommodore 64
CVG7/10k. A.
Happy Computer49/100k. A.
Commodore Userk. A.5/5
Your Commodorek. A.10/10

Für die deutsche Happy Computer stellte Redakteur Joseph Weigand zunächst die inhaltliche Nähe zu Star Wars: The Empire Strikes Back heraus und monierte allgemein, dass Attack of the Mutant Camels „eines der inzwischen unzählig gewordenen Schießspielchen“ sei. Eine „Existenzberechtigung“ besäße das Spiel aber dadurch, dass es zum einen hardwarebedingt eine deutlich bessere Grafik habe als die Atari-2600-Vorlage und zudem recht preisgünstig sei.<ref name="HC1">Joseph Weigand: Mutant Camels: Die Kamel-Karawane greift an. In: Happy Computer. Dezember 1983, S. 144.</ref> Das Magazin führte 1987 anlässlich der Veröffentlichung der Mastertronic-Version einen weiteren Test durch, diesmal der Atari-Version. Es lobte diesmal das „extrem schnelle und sauber programmierte horizontale Scrolling“ und eine ansprechende, effektreiche Grafik. Redakteur Henrik Fisch zeigte wiederum die deutliche Anlehnung an Star Wars: The Empire Strikes Back auf und kritisierte das damit altbackene Spielprinzip. Die Neuauflage des Budget-Publishers Mastertronic sei aber für Action-Fans ihr Geld wert. Fischs Kollege Anatol Locker kritisierte, dass das Spiel „nach einiger Zeit ziemlich öde“ werde.<ref name="HC2">Henrik Fisch, Anatol Locker: Mutant Camels. In: Happy Computer. September 1987, S. 87.</ref>

Das britische Magazin Commodore User sah Attack of the Mutant Camels in Minters Tradition, „geschickt designte Assembler-Spiele“ zu erstellen, die „schnelle Reflexe und präzise Joystick-Kontrolle“ erforderten. Grafik und Sound des Spiels seien gut, und es gäbe zahlreiche Optionen für eine Individualisierung des Spiels.<ref name="CU">„JDC“: Attack of the Mutant Camels. In: Commodore User. Band 1, Nr. 4, Januar 1984, S. 11 (online abrufbar – Internet Archive).</ref> Die britische Computer and Video Games vergab für Grafik und Sound des Spiels hohe Wertungen.<ref name="CVG">Mutant Camels. In: Computer and Video Games. Nr. 040, Februar 1985, S. 95 (online abrufbar – Internet Archive).</ref> Das ebenfalls britische Magazin Your Commodore befand die Mastertronic-Version für hochgradig originell und spielbar, sah ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und bewertete das Spiel ob seines psychedelischen Settings als das „erste und beste Minter-Magie-Gelage“.<ref>Tony Hetherington: Welcome Back: Attack of the Mutant Camels. In: Your Commodore. März 1988, S. 70 (online abrufbar – Internet Archive).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />