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René Obermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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René Obermann, 2025
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René Obermann (2007)

René Richard Obermann (* 5. März 1963 in Düsseldorf) ist ein deutscher Manager. Von 2006 bis 2013 war er Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. Mittlerweile ist er Managing Director und Chairman Europa bei Warburg Pincus und Chairman of the Board of Directors bei Airbus.

Beruflicher Werdegang

Obermann wuchs in Krefeld auf. Nach dem Abitur am Arndt-Gymnasium in Krefeld 1982 leistete er seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr bis 1984. Danach absolvierte er bei BMW in München eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann. Anschließend begann er 1986 ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Zur gleichen Zeit gründete er das Handelsunternehmen ABC Rufsysteme (später „The Phone House Telecom GmbH“), später in ABC Telekom umbenannt, mit Sitz in Münster. Obermann brach sein Studium nach dem vierten Semester ab,<ref name="studienabbruch">RP Online: Prominente Studienabbrecher</ref> da sich sein Unternehmen immer besser entwickelte. 1991 fusionierte ABC Telekom, nach Erlangung des Status eines Mobilfunkanbieters für das deutsche D-Netz, mit der Hutchison Whampoa Ltd. zur Hutchison Mobilfunk GmbH. Obermann war dort von 1991 bis 1994 Geschäftsführender Gesellschafter und danach bis 1998 Vorsitzender der Geschäftsführung. Nach dem Verkauf seiner Anteile an Hutchison Mobilfunk wechselte Obermann 1998 als Geschäftsführer Vertrieb zur T-Mobile Deutschland GmbH. Dort war er von April 2000 bis März 2002 Vorsitzender der Geschäftsführung. Ab Juni 2001 war er zunächst Vorstand European Operations and Group Synergies, seit November 2002 Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft Deutsche Telekom AG und seit Dezember 2002 Vorstandsvorsitzender der T-Mobile International AG & Co. KG. Obermann übernahm die letzten beiden Positionen von Kai-Uwe Ricke, der zum Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG berufen wurde.

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Rede auf der Telekom-Hauptversammlung 2007

Nach dessen Rücktritt am 12. November 2006 bestellte der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom ihn mit Wirkung zum 13. November 2006 zum neuen Vorstandsvorsitzenden.<ref>Telekom-Chef Ricke gibt auf - Obermann Nachfolger</ref> Intern galt Obermann lange Zeit als Protegé von Ricke, dem er seit Mitte der 90er Jahre aus ihrer gemeinsamen Zeit beim damaligen Verband der Anbieter von Telekommunikationsdiensten (VAT), aus dem der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hervorging, freundschaftlich verbunden ist. Der Finanzinvestor Blackstone (Anteil 11/2006: 4,5 Prozent) und der Bund (Anteil 11/2006: 28 Prozent) drängten auf eine Ablösung von Ricke, dem schlechte Ergebnisse und Passivität angesichts des Verlustes von Kunden vorgeworfen wurden. Während sich anfangs noch Telekom-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel gegen eine Entlassung von Ricke sträubte, gab er schließlich den Forderungen des amerikanischen Minderheitsaktionärs nach. Obermann wie Ricke haben nach Ansicht verschiedener Wirtschaftsmagazine dieselbe Strategie verfolgt, demzufolge gab es für eine Einsetzung Obermanns keine sachliche Notwendigkeit.<ref>Ricke hat nichts falsch gemacht (tagesschau.de-Archiv), tagesschau, 13. November 2006</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heuschrecke als Nachfolger (Memento vom 30. November 2006 im Internet Archive) Financial Times Deutschland, 13. November 2006, Kommentare</ref> Beispiele für die Arbeitsergebnisse aus seiner Zeit v. a. als Vorstandsvorsitzender sind die exklusive Vertriebspartnerschaft für das iPhone Ende 2007 und die spätere Einführung in weiteren europäischen Ländern<ref>Apple (Deutschland) - Apple Presseinformationen - Apple und T-Mobile geben Partnerschaft für den exklusiven Vertrieb des iPhones in Deutschland bekannt. Abgerufen am 17. Mai 2017.</ref>, die Marktführerschaft in Deutschland<ref>heise online: Vodafone verliert Marktführerschaft an Telekom. Abgerufen am 17. Mai 2017.</ref>, der Merger von Orange und T-Mobile in UK zu Everything Everywhere<ref>EU approves Orange and T-Mobile merger. In: The Independent. 2. März 2010 (independent.co.uk [abgerufen am 17. Mai 2017]).</ref> oder der Merger zwischen Metro PCS und T-Mobile US mit anschließendem Börsengang.<ref>dpa / Thomas Michel: Telekom verheiratet T-Mobile USA mit Metro PCS (Update). (teltarif.de [abgerufen am 17. Mai 2017]).</ref> Seit Anfang 2012 nahm Obermann im Konzern die Funktion des Innovationsvorstandes selbst wahr.<ref>Helmut Bünder, Thiemo Heeg und Carsten Knop: Innovation ist für mich eine Energiequelle. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. März 2012, abgerufen am 24. Mai 2012 (Interview).</ref><ref>Vorzeitiges Ende: Telekom-Innovationsvorstand Kozel gibt auf. teltarif.de, 18. November 2011, abgerufen am 24. Mai 2012.</ref> „Er ist ein Kapitalist aus dem Bilderbuch“, schrieb die Wirtschaftswoche Ende der 1980er Jahre. Obermanns Spitzname lautet seitdem „Bulldozer“ (auch „Dobermann“ ist verbreitet).<ref>Der Dobermann zeigt Zähne Der Spiegel, 3. Mai 2007</ref> Von Februar 2007 bis November 2013 war Obermann Mitglied des Bitkom-Präsidiums.<ref>Timotheus Höttges zieht ins Bitkom-Präsidium ein Bitkom, Pressemitteilung, 21. November 2013</ref> René Obermann wurde 2011 in den Senat der Fraunhofer-Gesellschaft gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webseite der Fraunhofer-Gesellschaft (Memento vom 4. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>

Obermann gab seinen Posten als Vorstandsvorsitzender bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2013 auf<ref>dpa-Meldung auf FOCUS Online</ref> und wechselte zum niederländischen Kabelnetzbetreiber Ziggo.<ref>René Obermann geht von Bord. n24.de. Vom 30. Dezember 2013</ref><ref>dpa-Meldung auf Heise Online</ref> Er wollte „näher an den Maschinenraum“ und dort wieder eine operativere Rolle einnehmen.<ref>Rene Obermann geht wieder „näher an den Maschinenraum“: Meldung - WELT. Abgerufen am 17. Mai 2017.</ref> Nachdem im Januar 2014 bekannt geworden war, dass Ziggo vom Medienkonzern Liberty Global übernommen werden soll, kündigte Obermann an, seinen Chefposten wieder räumen zu wollen.<ref>René Obermann ist seinen Job bald wieder los. welt.de. Vom 27. Januar 2014</ref> Neuer Vorstandsvorsitzender bei der Deutschen Telekom wurde der Finanzvorstand Timotheus Höttges.

Nach seinem Ausscheiden bei Ziggo Ende 2014 trat Obermann im Jahr 2015 als Partner und Managing Director in das amerikanische Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus ein und ist dort seit 2024 Chairman Europa.<ref name="WP">René Obermann. Warburg Pincus, abgerufen am 2. November 2024.</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig René Obermann hired to track down private equity deals for Warburg Pincus.] Financial Times, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 11. Dezember 2014 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Warburg Pincus legt Fokus wieder stärker auf Deutschland. Abgerufen am 11. März 2020.</ref> 2016 gründete Obermann mit Digital-Größen wie Oliver Samwer, Ralph Dommermuth und Robert Gentz die Stiftung Internet Economy Foundation (IE.F). Ziele dieser Stiftung für die Förderung der Digitalwirtschaft in Deutschland sind unter anderem der Ausbau der digitalen Infrastruktur, Netzneutralität, steuerliche Anreize für Venture Capitals und ein modernes Wettbewerbsrecht.<ref>Internetworld: Internet-Größen gründen Allianz für Digital-Lobbyismus; abgerufen am 23. August 2016</ref><ref>Website der Internet Economy Foundation; abgerufen am 23. August 2016</ref> Von 2011 bis 2016 war René Obermann Mitglied im Aufsichtsrat der E.ON, von 2014 bis 2016 der Spotify Technology von 2015 bis 2017 der CompuGroup Medical.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.cgm.comMitglieder des Aufsichtsrates der CompuGroup Medical SE (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive ). Abgerufen am 7. August 2017</ref> und von 2013 bis 2018 der ThyssenKrupp. Seit 2017 ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Allianz Deutschland<ref>Digitalexperten in den Aufsichtsrat. Abgerufen am 17. Mai 2017.</ref>, Vorsitzender des Aufsichtsrats der 1&1 Internet<ref>René Obermann. In: warburgpincus.com. Warburg Pincus LLC, abgerufen am 6. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und seit April 2018 Mitglied des Board of Directors von Airbus,<ref>Annual General Meetings documents. Airbus SE, abgerufen am 8. Juni 2018.</ref> seit April 2020 Vorsitzender des Verwaltungsrats.<ref>Board and Board Committees | Our Governance | Airbus. 8. Juli 2021, abgerufen am 3. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jens Koenen: René Obermann übernimmt bei Airbus einen heiklen Job. Handelsblatt, 16. April 2020, abgerufen am 23. Oktober 2025.</ref>

Privatleben

Datei:Deutscher Fernsehpreis 2012 - Maybrit Illner - Rene Obermann.jpg
Obermann und Maybrit Illner, 2012

Obermann trennte sich 2007 von seiner ersten Ehefrau. Mit ihr war er 15 Jahre verheiratet, sie haben zwei Töchter. Er ist seit 2010 mit der Fernsehmoderatorin Maybrit Illner verheiratet;<ref>Maybrit Illner gibt Telekom-Chef Obermann ihr Ja-Wort. In: Handelsblatt Online. 15. August 2010.</ref> Ende November 2025 gaben beide ihre „vor einiger Zeit“ erfolgte Trennung in einer gemeinsamen Erklärung bekannt.<ref>Moderatorin Maybrit Illner verkündet Ehe-Aus. In: t-Online. 29. November 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025: „Wir haben uns vor einiger Zeit und in aller Freundschaft entschlossen, getrennte Wege zu gehen.“</ref>

Seit 2006 ist er Kuratoriumsmitglied der Bürgerstiftung Rheinviertel.

Auszeichnungen

Schriften

  • Jørgen Elmeskov, Assar Lindbeck, René Obermann: Creating employment. In: Session Handouts, Global Economic Symposium 2008 (GES). Kiel Institute for the World Economy (IfW), Kiel 2008 (econstor.eu [abgerufen am 31. Januar 2024]).

Literatur

  • Barbara Nolte, Jan Heidtmann: Die da oben. Innenansichten aus deutschen Chefetagen. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-12599-1, S. 137 ff.

Weblinks

Einzelnachweise

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Aktuelle Mitglieder: Timotheus Höttges (Vorsitzender) | Ferri Abolhassan (T-Systems) | Birgit Bohle (Personal) | Srini Gopalan (Deutschland) | Christian Illek (Finanzen) | Thorsten Langheim (USA und Unternehmensentwicklung) | Dominique Leroy (Europa) | Claudia Nemat (Technologie und Innovation)

Ehemalige Mitglieder: Adel Al-Saleh (T-Systems) | Manfred Balz (Datenschutz) | Josef Brauner (Vertrieb) | Detlev Buchal (Produktmarketing) | Reinhard Clemens (T-Systems) | Karl-Gerhard Eick (Finanzen) | Jeffrey A. Hedberg (Internationales) | Max Hirschberger (Operating Office) | Hagen Hultzsch (Technik/Dienste) | Guido Kerkhoff (Südosteuropa) | Heinz Klinkhammer (Personal) | Edward Kozel (CTIO) | Joachim Kröske (Finanzen) | René Obermann (Vorsitzender, USA) | Walter Raizner (T-Com) | Konrad Reiss (T-Systems) | Kai-Uwe Ricke (Vorsitzender) | Thomas Sattelberger (Personal) | Marion Schick (Personal) | Helmut Sihler (Vorsitzender) | Ron Sommer (Vorsitzender) | Helmut Ricke (Vorsitzender) | Gerd Tenzer (Technik/Netze)

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