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Reiner Möckelmann

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Reiner Möckelmann (* 20. April 1941 in Marburg) ist ein ehemaliger deutscher Diplomat und Autor.

Leben

Nach seinem Abitur im Jahre 1960 am Walddörfer-Gymnasium in Hamburg machte Reiner Möckelmann dort eine zweijährige Banklehre. Im Anschluss studierte er zwei Semester Philologie in Marburg und wechselte zum Studium der Soziologie und Volkswirtschaft nach Hamburg. Dieses Studium setzte er 1965 in Freiburg fort und schloss es dort 1968 als Dipl. rer. pol. ab. Es folgte ein Studienaufenthalt in Riverside (Kalifornien). Von 1969 bis 1973 war er als Entwicklungsreferent bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt tätig.<ref name=":2">Reiner Möckelmann: Lebenslauf. In: reiner.moeckelmann.de. Abgerufen am 4. Juni 2025.</ref>

Im Jahr 1973 trat er in das Auswärtige Amt ein. In der Zentrale war er in der Wirtschaftsabteilung (1978–82), dem Planungsstab (1989–1992) sowie der Europaabteilung (1996–2000) tätig. Seine Verwendungen im Ausland erfolgten als Wirtschaftsreferent an der Botschaft in Moskau (1975–1978), als Pressereferent an der Botschaft in Lima (1982–1986) und als Leiter der Wirtschaftsabteilung an den Botschaften in Belgrad (1986–1989) und Ankara (1992–1996). Von 2000 bis 2003 war er Gesandter an der Botschaft in Wien und von 2003 bis 2006 Generalkonsul in Istanbul.<ref name=":1">Übersicht. (XLSX; 1,22 MB) über die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen, die Errichtung der Auslandsvertretungen und ihre Dienststellenleiter*innen (Stand: 2022). Auswärtiges Amt, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref><ref name=":2" />

Ab 2006 bis einschließlich 2012 leitete er ehrenamtlich die Sommerschule Wust e. V. für englische Sprache, Literatur, Theater und Musik.<ref>Ulrich Hammer: Etabliert und neu geführt. In: Altmark Zeitung. 6. August 2012, abgerufen am 29. April 2025.</ref> Seit seiner Pensionierung recherchiert und publiziert er schwerpunktmäßig zu Themen in Verbindung mit den deutsch-türkischen Beziehungen während der NS-Zeit.

Möckelmann lebt mit seiner Frau in Berlin.

Schriften

Monographien

Aufsätze

  • Verfolgte Juden aus Südosteuropa und ihre Helfer: Schaltstation Türkei. In: Münchner Beiträge zur jüdischen Geschichte und Kultur, Jg. 19, 2025, Nr. 2, S. 23–37.
  • Die Türkei und der Holocaust – Ihre Rolle während der Judenverfolgung und heutige Geschichtspolitik. In: Südosteuropa Mitteilungen 04/22, S. 65–78.
  • Restaurativer Illusionär und Vasall: Franz von Papen. In: Politiker ohne Amt. Von Metternich bis Helmut Schmidt. Otto-von-Bismarck-Stiftung, Wissenschaftliche Reihe, Band: 28, Berlin 2020, S. 89–114.
  • Reichskanzler a. D. Franz von Papen – Ende einer Karriere? In: Werl gestern-heute-morgen, Jahrbuch der Stadt Werl, Werl 2019, S. 12–21.
  • Hitlers Saar-Beauftragter Franz von Papen. In: Journal on European History of Law, Vol. 9/2018 No.1, London 2018, S. 25–35.
  • Ernst Reuter – Herausforderungen in Ankara von 1935 bis 1946. In: Türkiye’de Yabancı Bilim İnsanları ve Cankay’da Bir Kent Bilimci: Ernst Reuter, Ankara 2018, S. 35–50.
  • Deutschland und die Republik Türkei in der Weimarer und NS-Zeit. In: P. Leidinger, U. Hillebrand (Hg.). Deutsch-Türkische Beziehungen im Jahrhundert zwischen Erstem Weltkrieg und Gegenwart. Grundlagen zu Geschichte und Verständnis beider Länder – 100 Jahre Deutsch-Türkische Gesellschaft Münster, Berlin 2017, S. 99–114.
  • Haymatloz. NS-Verfolgte im türkischen Exil. In: Türkei. Schlüsselmacht einer Krisenregion. Die Politische Meinung Nr. 537, März/April 2016, 61. Jg., Osnabrück, S. 30–35.

Herausgeberschaften

Weblinks

Einzelnachweise

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