Austria Glas Recycling
| Austria Glas Recycling (AGR) | |
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| colspan="2" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" class="notheme wikidata-content" | [[Datei:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|250x125px|rahmenlos|Logo]] | |
| Rechtsform | GmbH Behördliche Aufsicht: BMLFUW |
| Gründung | 1989 (Rechtsform 1988)<ref name="firmenabc" /> |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Sitz | Wien 2 |
| Vorläufer | Austria Recycling – Verein zur Förderung von Recycling und Umweltschutz in Österreich |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Zweck | Glasrecycling |
| Vorsitz | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Geschäftsführung | Harald Hauke<ref name="handelszeitung">handelszeitung.at: Watchlist März: Neuer Geschäftsführer für Austria Glas Recycling. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Juli 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>, Bernhard Karrer (Aufsichtsrat-Vors.)<ref name="unternehmensdaten" /> |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | 22,4 Mio. Euro () (Lizenzeinnahmen)<ref>agr.at: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Team der Austria Glas Recycling. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. November 2017; abgerufen am 13. Juli 2021.</ref> |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | 6 (2024) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Website | www.agr.at |
Die Austria Glas Recycling GmbH (AGR) ist eine Non-profit Organisation, die in Österreich für das Abwickeln des Verpackungsglas-Recycling zuständig ist. Sie ist die Branchenrecyclinggesellschaft für den Packstoff Glas im österreichischen Recyclingsystem Altstoff Recycling Austria (ARA), das unter behördlicher Aufsicht des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW, Lebensministerium) steht.<ref name="handelszeitung" />
In Österreich ist – ähnlich wie in der Schweiz, aber im Unterschied etwa zu Deutschland – das Abwickeln des Glasrecycling (wie die gesamte Altstoffverwertung) weitestgehend eine gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Branche, die Entsorger und Recycler selbst finanzieren ihre Tätigkeiten über kostendeckende, marktorientierte Preise.
Geschichte
Die Austria Glas Recycling wurde 1989 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung durch Ausgliederung aus dem Verein Austria Recycling<ref>Austria Recycling - Verein zur Förderung von Recycling u Umweltschutz in Österreich, herold.at</ref> gegründet, der in den 1960er und 70er Jahren die systematischen Dauersammlung mit stoffspezifischen Spezialsammelbehältern in Österreich aufgebaut hatte. Gründungsgesellschafter der ARG waren Vetropack Austria GmbH (Pöchlarn NÖ, Mutter Saint-Prex CH), Stölzle-Oberglas AG (Köflach/Bärnbach, Stmk.) und Lutzky Glas GmbH (Kremsmünster OÖ).<ref name="unternehmensdaten">Austria Glas Recycling GmbH: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Da Lutzky Glas 1993 von den Schweizer Vetropack übernommen wurde, verteilen sich die Anteile heute 50/50 zwischen Vetropack und Stölzle.<ref name="firmenabc">Austria Glas Recycling GmbH. Firmenbuchdaten, Creditreform/firmenabc.at</ref>
2008/2009 wurden alle anderen Branchenrecyclinggesellschaften in die ARA AG eingegliedert, sodass das ARA-Sammel- und Verwertungssystem sich heute aus der ARA, der AGR für Glas, sowie der ARA-Tochter ERA für Elektroschrott und Batterien darstellt.<ref name="OTS 2008">ARA: Richtungsweisende Entwicklung in der Abfallwirtschaft: ARA SYSTEM ordnet sich neu. Presseaussendung, APA OTS OTS0218 / 27. Juni 2008</ref> Diese Fusionierung war eine Reaktion auf die bedenklichen Entwicklungen in Deutschland gewesen, wo sogar die Duales System Deutschland, die Erfinder des Grünen Punkts, ihre Gemeinnützigkeit aufgeben musste, als sie von einer amerikanischen anlegerprofit-orientierten Investorengruppe übernommen wurde.<ref name="OTS 2008" /> Die Trägervereine der anderen Branchen sind heute teils Miteigentümer der ARA AG, teils als Einzelunternehmen Mitglied. Da es sich bei Verpackungsglas um nur zwei beteiligte Firmen handelt, und dieser Sektor einen Spezialfall darstellt (Modellbereich des Recyclings, wie auch der Diskussion um Einweg- oder Mehrweggebinde und Pfand),<ref name="derStandard 20111228">vgl. etwa Nur Bier steht noch auf die Mehrwegflasche. derStandard.at, 28. Dezember 2011</ref> wurde die AGR als Branchenrecyclinggesellschaft bisher behalten.
Zwar sind im Rahmen der EU-Richtlinien zum freien Markt prinzipiell auch andere Sammel- und Verwertungssysteme genehmigungsfähig, bisher wurde aber kein anderes System zugelassen.<ref name="AWG 29">Prinzipiell für Glas genehmigt ist auch das Sammel- und Verwertungssystem der GUT – Galle Umwelttechnik GmbH (Klosterneuburg) im gewerblichen Bereich und für Einweggeschirr und -besteck (McDonald’s Restaurants), die aber keine Recycling für Glasverpackung in diesem Sektor anbietet.
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft: Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen Veröffentlichung gemäß § 29 Abs. 4 letzter Satz AWG 2002, Stand: September 2011, lebensministerium.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liste der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen ( vom 8. März 2013 im Internet Archive)</ref><ref>lebensministerium.at: Liste Sammel- und Verwertungssysteme-Verpackungen. (PDF) Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Juli 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Zum Leistungsumfang siehe gut.at: Entsorgungs- & Verwertungswege. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Juli 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Agenden
Altglas macht in Österreich (Stand 2009)<ref name="BAWP">Lebensministerium, Abt. VI/3 (Hrsg.): Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Wien März 2012, 3. Betrachtung ausgewählter Abfallströme, S. 36 ff. (Link auf PDF Kap. 3, bundesabfallwirtschaftsplan.at). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Link auf PDF Kap. 3 ( vom 22. Oktober 2012 im Internet Archive)</ref> mit 211.600 Tonnen jährlich<ref name="BAWP 38">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen im Jahr 2009 – Bundesweites Aufkommen nach einzelnen Fraktionen, S. 38.</ref> 7,0 % der Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen aus<ref name="BAWP 37">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen, S. 37.</ref> (welche gesamt 3.895.000 Tonnen/Jahr umfassen),<ref name="BAWP 37-2">Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen gesamt: 466 kg/EW, Stand 2009. Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen im Jahr 2009 – Bundesweites Aufkommen nach Hauptfraktionen, S. 37.</ref> weitere 47.800 Tonnen kommen in den Restmüll.<ref name="BAWP 44">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Restmüll aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen – Anteile ausgewählter Verpackungen (Nettomassen), S. 44.</ref> Verpackungsglas (Weißglas und Buntglas), das in Haushaltsnahen Bereich in Mülltrennung gesammelt wird, fällt im Ausmaß von 205.900 t/a<ref name="BAWP 38-2">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Getrennt erfasste Verpackungen im Jahr 2009 Aufkommen (berechnet und gerundet), S. 38.</ref> (756.000 m³)<ref name="BAWP 39">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen im Jahr 2009 – Massen und Volumina (gerundet), S. 39.</ref> an, bildet also den überwiegenden Teil des Altglases, wobei an Glasverpackung etwas über 25 kg (knapp 70 Liter) pro Einwohner anfällt.<ref name="BAWP 48">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Altstoffe aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen im Jahr 2009 (ohne sortierte Altstoffe aus MBA und Splitting) – Bundesweites Aufkommen nach einzelnen Fraktionen, S. 48. Volumen errechnet nach Faktor Umrechnung in kg/m3 in Tabelle S. 39</ref> Weitere 34.000 Tonnen fallen im Sektor Getrennt gesammelte Altstoffe aus Gewerbe und Industrie an,<ref name="BAWP 57">Weißglas (Verpackungsglas): 15.600 t, Buntglas (Verpackungsglas) 18.400 t. Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Tabelle Altstoffe aus der getrennten Sammlung aus Gewerbe und Industrie im Jahr 2009 – Aufkommen nach Fraktionen, S. 57.</ref> hier dürfte verhältnismäßig wenig in den Restmüll geraten.<ref name="BAWP 57-2">allenfalls in der Klasse Abfälle aus dem Bauwesen. Außerdem fallen im Gewerbe 36.000 Tonnen Flachglas (Fensterglas, einschließlich Geschirrglas, Trinkglas, Spiegelglas) an, die nicht unter die Agenden der Austria Glas Recycling fallen. Tabelle, S. 57</ref> Dabei hat das Glas von 2004 auf 2009 um 11 % zugenommen (getrennt gesammelte Altstoffe aus Haushalten insgesamt um 14,3 %).<ref name="BAWP 48-2">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. S. 48, Sp. 2.</ref> Die Erfassungsmenge der AGR betrug 2009 214.431 Tonnen, mit einer Verwertungsquote von über 97 % (zur Verwertung übergebene Menge 208.621 t), 2010 stieg die Menge auf 216.138 t (verwertet 209.904 t).<ref>ara.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sammlung und Verwertung in Zahlen ( vom 27. März 2012 im Internet Archive)</ref>
Die AGR organisiert diese Verpackungsglassammlung aus privaten Haushalten und Betrieben in ganz Österreich, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, privaten und kommunalen Entsorgungsunternehmen, und regionalen Experten. Hauptaufgaben sind Optimierung im Sammelsystem, etwa was die Kosten, die Logistik der Behälter, Standplätze, Touren, oder Entleerungsintervalle, und die bedarfsgerechte Anlieferung als Sekundärrohstoff an die Glasindustrie betrifft.<ref name="leistungen"> agr.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leistungen der Austria Glas Recycling GmbH ( vom 26. November 2011 im Internet Archive)</ref> Dabei wirtschaftet sie nach dem europäischen Umweltmanagement Eco Management and Audit Scheme (EMAS).<ref>Verordnung (EWG) Nr. 1836/93 des Rates vom 29. Juni 1993 über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS-Verordnung), vgl. emas.gv.at</ref>
Rechtsgrundlage für die ganze Abfallwirtschaft sind in Österreich das Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) und die Verpackungsverordnung (VerpackVO), in denen die Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung, Verwertung und Entsorgung von Abfällen geregelt sind. Zielsetzung ist, Umwelt und Deponien von Verpackungsabfällen zu entlasten und Verpackungen in eine Kreislaufwirtschaft zu integrieren. Im Besonderen regeln Gesetz und Verordnung die Genehmigung von Sammel- und Verwertungssystemen und ihre Aufgaben und Pflichten, etwa durch Festlegung von zu erreichenden Erfassungsquoten.<ref name="ara recht">ara.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rechtliche Rahmenbedingungen ( vom 26. März 2012 im Internet Archive)</ref> Austria Glas Recycling ist das gemäß § 29 AWG per Bescheid genehmigte Sammel- und Verwertungssystem für im Haushalts- und Gewerbebereich anfallenden Glasverpackungen,<ref name="AWG 29" /> und gibt die Abnahme- und Verwertungs-Garantie für alle lizenzierten Glasverpackungen und finanziert die Verpackungsglassammlung aus den Lizenzbeiträgen und Altglaserlösen.<ref name="leistungen" /> Der Vertrag zwischen der ARA und der AGR als Branchenrecyclinggesellschaft (BRG) beruht darauf, dass keinerlei Gewinnerwirtschaftung vorgesehen ist.<ref>Spruch des Verwaltungsgerichtshofs vom 20. Oktober 2009 (PDF) Geschäftszahl 2007/13/0029</ref>
Das getrennte Verpackungsglas wird fast vollständig in Österreich recyclet, bedarfs- und qualitätsbedingte Restmengen zur Verwertung in die Nachbarländer Italien, Deutschland und Tschechien exportiert.<ref name="BAWP 57-3">Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Abschnitt Flachglas und Verpackungsglas, S. 57, Sp. 2.</ref>
Außerdem bietet die AGR Kommunikation und Beratung für Gemeinden und Abfallverbände und betreut die Öffentlichkeitsarbeit zur richtigen Verpackungsglassammlung. Wie im ganzen ARA-Verbund umfasst das Werbekampagnen zur Bewusstseinsbildung ebenso wie etwa reichhaltiges Material zur Früherziehung im schulischen Bereich.<ref name="agr paedagoginnen">agr.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Umwelterziehung mit Bobby Bottle: Glasrecycling macht Spaß ( vom 21. Mai 2012 im Internet Archive)</ref>
Siehe auch
- Vetropack Vetrorecycling, VetroSwiss (Schweiz)
- Grüner Punkt (Deutschland)
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:österreichbezogen
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Organisation (Abfallwirtschaft)
- Organisation (Nachhaltigkeit)
- Unternehmen (Wien)
- Leopoldstadt
- Verpackungs-Recycling
- Glasrecycling
- Abfallwirtschaft (Österreich)
- Umweltpolitik (Österreich)
- Unternehmensgründung 1989