Aromatisierung (Chemie)
Aromatisierung bezeichnet die Reaktion einer ungesättigten cyclischen chemischen Verbindung zu einer aromatischen Verbindung.<ref name=roempp /> Da hierbei die Oxidationsstufe der zuvor ungesättigten Ringatome ansteigt, handelt es sich um eine Oxidation. Die Aromatisierung ist in der Regel energetisch günstig, da ein energiearmes mesomeriestabilisiertes aromatisches System entsteht.<ref name=bw />
Aromatisierungen sind oftmals die letzten Reaktionsschritte in der Synthese von Heteroaromaten, beispielsweise bei gängigen Pyridin-, Chinolin-, Isochinolin- oder Indolsynthesen.<ref name=davies /><ref name=joules />
Bei elektrophilen aromatischen Substitutionen treten Aromatisierungen durch Abspaltung eines Protons als letzter Reaktionsschritt auf. Da in diesem Fall bereits ein Aromat als Edukt vorlag (1) und das aromatische System nur intermediär aufgebrochen wird (2b), spricht man in diesem Fall von einer Rearomatisierung.<ref name=bw />
Einzelnachweise
<references> <ref name=roempp>Eintrag zu Aromatische Verbindungen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum{{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}}||{{#ifeq: 0 | 0 | }} }}</ref> <ref name=davies>D. T. Davies: Basistexte Chemie: Aromatische Heterocyclen, 1. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 1995, ISBN 3-527-29289-6.</ref> <ref name=joules>J. A. Joules, K. Mills: Heterocyclic Chemistry, 5. Auflage, S. 125–141, Blackwell Publishing, Chichester, 2010, ISBN 978-1-4051-9365-8.</ref> <ref name=bw>Hans Beyer und Wolfgang Walter: Lehrbuch der Organischen Chemie, 24. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-7776-1221-9.</ref> </references>