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Rheniumdiborid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von ReB2)
Kristallstruktur
Struktur von Rheniumdiborid
Vorlage:Farbe Re6+ 0 Vorlage:Farbe B3−
Allgemeines
Name Rheniumdiborid
Verhältnisformel ReB2
Kurzbeschreibung

silberglänzender Feststoff<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Aussehen und Metallglanz von ReB2.] Daily Science News, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Juli 2012 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 207,829 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

2400 °C<ref>K. I. Portnoi, V. M. Romashov: Phase diagram of the system rhenium-boron. In: Powder Metallurgy and Metal Ceramics, Volume 7, 1968, Number 2, S. 112–114, doi:10.1007/BF00774302</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Rheniumdiborid (ReB2) ist ein künstlich hergestellter kristalliner Feststoff. Er besteht aus den Elementen Rhenium und Bor und besitzt eine vergleichbar hohe Härte wie Diamant. In Versuchen war es möglich, Diamant mit Rheniumdiborid zu ritzen, woraus sich schließen lässt, dass diese Substanz in zumindest einer kristallographischen Richtung (der c-Achse) eine höhere Härte als Diamant aufweist.

Geschichte und Herstellung

Datei:Rhenium Diboride.jpg
Rheniumdiborid, ReB2

Rheniumdiborid ist eine in der Natur nicht vorkommende Verbindung und wurde erstmals in den 1960er-Jahren synthetisiert.<ref>S. J. La Placa, B. Post: The crystal structure of rhenium diboride. In: Acta Cryst. 1962, 15, S. 97–99</ref> Seine extrem hohe Härte wurde erst von einer Gruppe Wissenschaftler um Hsiu-Ying Chung von der University of California, Los Angeles, entdeckt und im Jahr 2007 veröffentlicht.<ref>H. Y. Chung et al.: Synthesis of ultra-incompressible superhard rhenium diboride at ambient pressure. In: Science, Bd. 316, 2007, S. 436–439</ref> Es wird hergestellt, indem die Pulver der beiden Ausgangselemente im Vakuum, eingeschlossen in Quarzglas, für einen Zeitraum von fünf Tagen auf 950–1000 °C erhitzt werden. Dabei entsteht Rheniumdiborid als schwarzes Pulver. Die Reaktion von Rhenium und Bor im Lichtbogen führt dagegen zu metallglänzenden Pellets.<ref>Rheniumdiborid: Diamanthart ohne Druck. In: Spektrumdirekt, Ausgabe 20. April 2007, S. 8</ref>

<math>\mathrm{Re + 2 \ B \ \xrightarrow[(Lichtbogen)]{950-1000^{\circ}C} \ ReB_2}</math>

Anders als bei der Herstellung von künstlichem Diamant oder kubischem Bornitrid wird hier kein großer Druck benötigt. Dadurch ist der Produktionsprozess preiswerter und unkomplizierter.

Eigenschaften

Der Kompressionsmodul von Rheniumdiborid beträgt 360 GPa und liegt damit nahe unterhalb der bei Diamant gemessenen 442 GPa. Bei Temperaturen zwischen 4,5 K und 6,3 K wird die Substanz supraleitend; das Trirheniumborid (Re3B) besitzt diese Eigenschaft bei ca. 4,7 K.<ref>G. K. Strukowa, V. F. Degtyareva, D. V. Shovkun, V. N. Zverev, V. M. Kiiko, A. M. Ionov, A. N. Chaika: Superconductivity in the Re-B system. (PDF; 63 kB) 1. Februar 2008. Abgerufen am 4. Juli 2012.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />