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Rav Aschi

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Datei:Rav Ashi.jpg
Aschis Grabmal auf dem Berg Shanan im Libanon

Rav (Rab) Aschi (Ehrenbezeichnung Rabbana Aschi; geb. um 352; gest. um 427) zählt zu den bedeutendsten Amoräern, und hier zur sechsten Generation in Babylonien.

Er kam aus einem sehr vermögenden Familie und war einer der vier Hauptredaktoren des babylonischen Talmud.<ref>Hans Erler: Judentum verstehen / Die Aktualität jüdischen Denkens von Maimonides bis Hannah Arendt. Campus, Frankfurt a. M. 2002, ISBN 3-593-37039-5, S. 38.</ref> Er soll 52 Jahre lang das Lehrhaus in Sura geleitet<ref>„A particularly important element in Ashi's success was the length of his tenure of office as head of the Sura Academy, which must have lasted fifty-two years, but which tradition, probably for the sake of round numbers, has exaggerated into sixty“; aus der Jewish Encyclopedia</ref> und in den Kalla-Monaten den ganzen Talmud, einen großen Teil zweimal, durchgenommen haben.<ref>Michael Krupp: Der Talmud / Eine Einführung in die Grundschrift des Judentums mit ausgewählten Texten. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1995, ISBN 3-579-00772-6, S. 93 und 94.</ref>

Er gilt zusammen mit Ravina als Endredaktor des babylonischen Talmuds. Er war Schüler Kahanas und Amemars, die er oft zitiert. Aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit – er wurde mit Jehuda ha-Nasi verglichen (bGitt 59a, Sanh 36a) – galt er als bedeutender Gesetzeslehrer seiner Zeit.

Literatur

  • Jacob Samuel Zuri: Rab Aschi. Warschau 1924 (hebräisch).
  • Jacob Neusner: A History of the Jews in Babylonia. 5 Bände. Brill, Leiden 1965–1970 (Band 5 passim).
  • Jacob Neusner: The Formation of the Babylonian Talmud. Studies in the achievements of late 19. and 20. century historical and literary-critical research. Brill, Leiden 1970.
  • Marcus Jastrow, Wilhelm BacherAshi. In: Isidore Singer (Hrsg.): Jewish Encyclopedia. Band 2, Funk and Wagnalls, New York 1901–1906, S. 187–188.

Einzelnachweise

<references />

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