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Röthenbach bei Sankt Wolfgang

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Röthenbach bei Sankt Wolfgang
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2595)&title=R%C3%B6thenbach+bei+Sankt+Wolfgang 49° 22′ N, 11° 10′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2595) 49° 21′ 47″ N, 11° 10′ 11″ O
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  }}
Höhe: 344 m ü. NHN
Einwohner: 2595 (31. Dez. 2025)<ref name="Einwohner">Daten & Fakten - Markt Wendelstein. Abgerufen am 15. Juli 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 90530
Vorwahl: 09129
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Hafen in Röthenbach
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Ludwigskanal in Röthenbach (2024)
Datei:Brueckkanal ueber den Gauchsbach.jpg
Gauchsbach Brückkanal in Röthenbach
Datei:Alterkanal Kugelhammerbrücke.jpg
Steinbrücke bei Kugelhammer (2024)

Röthenbach bei Sankt Wolfgang (fränkisch: Rejdnba<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 65. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „réidnbɒ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Wendelstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Röthenbach bei Sankt Wolfgang hat eine Fläche von 10,668 km². Sie ist in 1880 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5674,40 m² haben.<ref>Gemarkung Röthenbach b.Sankt Wolfgang (093889). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Gugelhammer und Nerreth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>

Geographische Lage

Das Pfarrdorf liegt im Lorenzer Reichswald am Zusammenfluss von Schwarzach und Gauchsbach und am Ludwig-Donau-Main-Kanal. Die Schwarzach entspringt auf dem Tyrolsberg bei Neumarkt und gräbt sich, enge Schluchten bildend, südlich von Röthenbach tief in den fränkischen Burgsandstein ein.

Die Staatsstraße 2239 führt zur Anschlussstelle 47 der Bundesautobahn 73 (0,3 nordöstlich) bzw. nach Wendelstein (2,3 km südwestlich). Von der St 2239 zweigt eine Gemeindeverbindungsstraße ab und führt zur Staatsstraße 2225 beim Gewerbegebiet von Wendelstein (1,8 km südlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen die A 73 und A 9 unterquerend nach Feucht (2,5 km östlich) und die St 2225 überbrückend nach Wendelstein (1 km südwestlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Die sogenannten Treidelwege sind als Wander- und Radwege ausgebaut. Der Gauchsbach-Brückkanal bei Schloss Kugelhammer und der Schwarzach-Brückkanal zeugen von der Brückenbaukunst des 19. Jahrhunderts.

Ortsname

Im Jahre 1340 wurde der Ort als „Rotembach“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="W65" /> In einer Urkunde von 1361 wurde der Ort „Rötembach an der Swarzach“ genannt. In anderen Urkunden lautete der Name „Röthenbach an der Schwarzach“. Um das Jahr 1550 kam der Name Röthenbach bei Sankt Wolfgang auf, der auf ein Wolfgangsheiligtum hinweist. Der Ortsname Röthenbach bedeutet Rodung am Bach. Mit dem Bach ist der Gauchsbach gemeint, ein kleiner Nebenfluss der Schwarzach. Eine andere Deutung ist, dass der Name vom roten Bach abgeleitet wurde (ahd. zum roeten Bach). Bei geeigneter Sonneneinstrahlung verleihen die rotbraunen Keupersande dem Bachwasser eine rötliche Färbung.<ref name="W65">E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 65.</ref><ref>Alfons Baier: Das mittelalterliche Quellheiligtum „St. Wolfgang“ im Gauchsbachtal östlich Schloss Kugelhammer (Lkr. Roth).- Geol. Bl. NO-Bayern 56, 1-4: 217-256, 16 Abb., 6 Taf., Erlangen. 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20210730191421; abgerufen am 22. Juni 2024.</ref>

Geschichte

Entstanden ist Röthenbach aus zwei Zeidelgütern im Nürnberger Reichswald. Die ersten Siedlungsansätze gehen bis in das Jahr 1310 zurück. Im ausgehenden Mittelalter erlangten die Zeidler überregionale Bedeutung. Sie belieferten die königliche Tafel und die Nürnberger Lebküchner mit dem begehrten Waldhonig. Das Dorf unterstand damals dem Zeidelgericht in Feucht.

Bestimmend für die Entwicklung dieser Siedlung war neben dem Fernverkehr die Lage am Wasser und am Wald. Die Schwarzach war einst der Grenzfluss zwischen dem Gebiet der Markgrafen von Ansbach und dem Nürnberger Territorium. Gegenüber der Nürnberger Zollstätte am Nordufer der Schwarzach errichtete der Markgraf 1659 südlich der Schwarzachbrücke seine Zollstätte, ein stattliches Fachwerkhaus, das auch Richterhaus genannt wird.

Schon der Erste Markgrafenkrieg im 15. Jahrhundert fügte dem Ort beträchtlichen Schaden zu, im Zweiten (1552–1554) wurden das Dorf und der Ortsteil Gugelhammer weitgehend zerstört.

Im 16. Jahrhundert wohnten in Röthenbach nördlich der Schwarzach 15 Nürnberger Untertanen. Die Anwesen südlich des Flusses (ein Hof und ein Gut) gehörte zum Gericht Wendelstein. Südlich der Schwarzach liegt auch der Ort Nerreth, die neue Rodung. Der dort einst betriebene Ackerbau wurde wegen des geringen Ertrages auf dem kargen Sandboden aufgegeben.

Bedeutung erlangte der Ort Röthenbach aufgrund seiner Lage an der Salzstraße, worauf der Name eines Straßenzuges hinweist. Die Salzstraße führte von Nürnberg nach Bad Reichenhall. Durch den lebhaften Verkehr entstanden vier Gastwirtschaften, eine Poststelle und ein Kramerladen. Mit dem Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals (Bauzeit: 1836–1845) erhielt der Ort Anschluss an das europäische Wasserstraßennetz. Über die 173 Kilometer lange Wasserstraße wurden die Schleppkähne zunächst mit Pferden getreidelt. Später kamen auch Dampfkähne hinzu. Es gab in Röthenbach eine Ladestelle (Anlände) für den Güterumschlag. Der Schifffahrtsbetrieb wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingestellt. Die untertägigen Reste der Anlegestelle sind jetzt mit dem Gelände der Grundschule überbaut.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Röthenbach 21 Anwesen und eine Pfarrkirche, ein Pfarrhof, eine Schule und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das ansbachische Richteramt Kornburg aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte der Nürnberger Eigenherr Kreß von Kressenstein. Hiervon ausgenommen waren drei Anwesen (Nr. 26 bis 28), über die das ansbachische Oberamt Burgthann das Hochgericht und das Richteramt Wendelstein die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte. Grundherren waren die Reichstadt Nürnberg (Rieter’sche Stiftungsverwaltung Kornburg: 1 Ganzhof, 1 Gütlein; das Waldamt Laurenzi: 1 Ganzhof, 1 Köblergut) und der Nürnberger Eigenherr Kreß von Kressenstein (2 Ganzhöfe, 1 Halbhof, 1 Halbhof mit Tafernwirtschaft, 1 Köblergut, 1 Gütlein, 1 Gütlein mit Gastwirtschaft, 2 Tafernwirtschaftsgüter, 8 Leerhäuser).<ref name="E417">F. Eigler: Schwabach, S. 417.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Röthenbach bey St. Wolfgang. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 54 (Digitalisat). Hiernach soll es nur 20 Untertansfamilien gegeben haben.</ref>

Von 1797 bis 1808 unterstand Röthenbach dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Röthenbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Raubersried zugewiesen. 1818 entstand die Ruralgemeinde Röthenbach, zu der Gugelhammer und Nerreth gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Schwabach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Schwabach (1919 in Finanzamt Schwabach umbenannt). Ab 1862 gehörte Röthenbach zum Bezirksamt Schwabach (1939 in Landkreis Schwabach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Schwabach (1879 in Amtsgericht Schwabach umbenannt).<ref name="E483">F. Eigler: Schwabach, S. 483.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 10,740 km².<ref name="OV 1961"/>

Das schnelle Anwachsen der Gemeinde nach 1945 stellte die damalige Verwaltung der 1950er und 1960er Jahre vor schwierige Aufgaben, wobei die Wasserversorgung das größte Problem darstellte. In den Jahren 1954/55 und 1961/63 wurde das gesamte Rohrnetz erneuert und in den Jahren 1963/64 ein Wasserwerk gebaut. Dieses ist mittlerweile nicht mehr vorhanden.

Röthenbach bei Sankt Wolfgang war Haltepunkt an der ehemaligen Bahnstrecke Feucht–Wendelstein, die 1955 im Personenverkehr und 1959 im Güterverkehr stillgelegt und 1960 abgebaut wurde.

In der Zeit zwischen dem 21. Dezember 1973 und 2. März 1974 trieb ein „Feuerteufel“ sein Unwesen in Röthenbach. Deshalb waren jede Nacht, zwischen 20:00 und 5:00 Uhr morgens, Brandwachen (Männer zwischen 18 und 60 Jahren) unterwegs. Insgesamt wurden dabei 6331 km an Kontrollfahrten zurückgelegt. Der Täter wurde andernorts gefasst.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Röthenbach bei Sankt Wolfgang am 1. Mai 1978 nach Wendelstein eingegliedert.<ref> </ref><ref>Wendelstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref> Bei einer Bürgerbefragung hatten allerdings 96 % der Teilnehmer gegen die Eingemeindung votiert, die Wahlbeteiligung lag bei 78 %. Letzter Bürgermeister von Röthenbach war Eberhard Büttner, der zum Zeitpunkt des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach deren Vorstand war.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl reduzierte sich im 17. Jahrhundert durch eine Pestepidemie drastisch. So wurden im Jahr 1612 die ersten Pestopfer festgestellt. Bis zum Jahr 1632 starben von den damals 150 Einwohnern insgesamt 59 an der Pest, ganze Familien wurden ausgelöscht. In den Kirchenbüchern findet man als Todesursache noch „hitzige Kopfkrankheit“, „ungarische Krankheit“ oder Flecktyphus. Umherziehende Soldaten des Dreißigjährigen Krieges und ihr „Anhang“ verbreiteten die Krankheit.

Gemeinde Röthenbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 258 346 358 335 330 315 317 350 380 396 359 435 343 353 422 384 375 438 550 922 924 943 984 1631
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 35 48 53 55 56 57 66 118 166
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 77 (Digitalisat). Für die Gemeinde Röttenbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Nerret (S. 62).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 239 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 184, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1087–1088, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 174 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1254, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1189 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1261 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1299 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1127 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 826 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 180 (Digitalisat).</ref>

Ort Röthenbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002011 002021 002025
Einwohner 170 230 230 253 333 310 339 851 952 1615 2191 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *2447 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *2643 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *2595
Häuser<ref name="Häuser" /> 26 32 40 52 59 109 158 630
Quelle <ref name="E483" /> <ref name="OV 1846" /> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 349 (Digitalisat).</ref> <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Bevölkerung Wendelsteins zum 28. Februar 2011 (Memento vom 15. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> <ref>Nahverkehrsplan Landkreis Roth. (PDF; 9,8 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 67, abgerufen am 26. September 2024.</ref> <ref name="Einwohner" />
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* 
inklusive Nerreth

Religion

Röthenbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei Sankt Wolfgang.<ref name="E417"/><ref name="OV 1961"/> Die Katholiken sind nach St. Nikolaus (Wendelstein) gepfarrt.<ref>Pfarrverband Rednitzhembach-Schwanstetten-Wendelstein. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 15. Juli 2025.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Es gibt in Röthenbach 20 Baudenkmäler, darunter:<ref>Denkmalliste für Wendelstein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

Schloss Kugelhammer

Datei:Kugelhammer1707.jpg
Schloss Kugelhammer 1707
Datei:Schloss Kugelhammer.jpg
Schloss Kugelhammer
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Statue des Wolfgang von Regensburg in Röthenbach bei Sankt Wolfgang

Das bedeutendste Bauwerk des Ortes ist das Schloss Kugelhammer

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  }}, dessen Administrator (Verwalter) Christoph Frhr. Kress von Kressenstein ist. Seinen Namen hat das Schloss von dem Hammerwerk, das schon im 14. Jahrhundert eiserne Kugeln herstellte. Der Bauernhof im Schlossbereich wurde 1310 urkundlich als Zeidelgut des Heinrich Creutzer erwähnt. Er dürfte auch den ersten festen Sitz, das „Steinhewslein“ errichtet haben. Später erschienen die Namen „Schloss am Doos“ (Wasserfall) und „Schlösschen zu Sankt Wolfgang“ (Wolfgangskapelle). Seit 1700 wird die Bezeichnung Schlüsselfeldscher Herrensitz verwendet. Von den späteren Besitzern des Schlosses nehmen die Meichsner in Röthenbachs Geschichte eine bedeutende Stellung ein.

Von 1678 bis 1709 war das Gut im Besitz von Johann Carl von Schlüsselfelder von und auf Kirchensittenbach und Röthenbach bei St. Wolfgang, der als Letzter seines Geschlechtes eine nach ihm benannte Familienstiftung einrichtete. Er bestimmte das sogenannte Nassauer Haus

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  }} in Nürnberg gegenüber der Westfassade der Lorenzkirche zum Stiftungshaus der J. C. von Schlüsselfelder’schen Familienstiftung.

Das Stiftungstestament bestimmte seine beiden Schwager F. S. Kreß von Kressenstein und C. Welser von Neuhof zu Nutznießern. Die Verwaltung übertrug er dem jeweils Ältesten dieser Familien im Wechsel. Mit dem Tod seiner Gattin Maria Helena im Jahr 1713 trat die Stiftung in Kraft. Seit 1709 standen 23 Verwalter der Familien Kreß von Kressenstein, Welser und Volckamer von Kirchensittenbach (seit 1878) der Stiftung vor.

Wolfgangskapelle (zerstört)

In der Gauchsbachschlucht hinter dem Schloss Kugelhammer stand die Wolfgangskapelle, die dem heiligen Wolfgang, einem Bischof von Regensburg, geweiht war. Bis zur Reformationszeit war diese Kapelle eine beliebte Wallfahrtsstätte und ein Rastplatz für Pilger, die zum Wolfgangsheiligtum am Abersee (heute Wolfgangsee) in Österreich unterwegs waren.

Am 29. September 1732 wurde die Wolfgangskapelle durch ein Hochwasser „gänzlich niedergerissen und hinweggeführet, also dass nicht einmal ein Vestigium (Spur) finden können, wo solche vorher gestanden ist...“ (Protokoll der Freiherrlich von Schlüsselfeld’schen Stiftungsregistratur). An Inventar der Wolfgangskapelle sind im Schloss noch das zinnerne Taufbecken mit Kanne, alte Leuchter und Hostiengläser vorhanden. Die Vermutung liegt nahe, dass die über die Hammerwiese verstreut liegenden, behauenen Steine der Kapelle als Baumaterial weiterverwendet wurden. An der östlichen Wand des Schuppens des Krämerhauses befinden sich 8 Sandsteine mit sogenannten Wetzrillen, wie sie an vielen Sakralbauten zu finden sind.

Wolfgangskirche

Datei:Röthenbach Kirche1.jpg
Wolfgangskirche (2023)

Die ortsbildprägende Wolfgangskirche stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Dorfbrunnen

Im Rahmen der Altortsanierung, im Jahr 2000, wurde der alte Dorfbrunnen in seiner ursprünglichen Bauweise wiederhergestellt und der Platz vor der Wolfgangskirche umgestaltet.

Altes Rathaus

Das Fachwerkhaus neben der Kirche wurde vom Landpflegeamt Nürnberg erbaut und in den Jahren 1579, 1719 und 1844 umgebaut. Es diente einst als Schul- und Mesnerhaus und vom 17. Januar 1882 bis zur Eingemeindung 1978 als Rathaus.

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Freizeit

In der Natur

Datei:2015 Röthenbach bei Sankt Wolfgang Radwiese 02.jpg
Radwiese

Sport

Mit dem Bau der Turn- und Mehrzweckhalle wurde im Jahr 1974 ein weiterer Meilenstein in der Geschichte Röthenbachs gesetzt. Diese Turnhalle dient als Schulturnhalle, als Veranstaltungshalle und dem Sportverein TSV Röthenbach bei St. Wolfgang als Trainingsmöglichkeit.

Gesangsverein

Seit 1907 bemüht sich der Männergesangsverein Einigkeit um die Pflege des deutschen Chorgesangs. Er hält regelmäßig Singstunden und Proben ab und absolviert mehrmals im Jahr Auftritte in der Öffentlichkeit.

Infrastruktur

Kindergarten und Schule

Datei:2021 Röthenbach bei Sankt Wolfgang Schulstraße 6 02.jpg
Das „alte Rathaus“ (jetzt Kindergarten)

Unmittelbar neben dem ehemaligen Röthenbacher Rathaus steht der 1967/68 errichtete Kindergarten. Das mittlerweile umgebaute „alte Rathaus“ wurde in den Kindergarten integriert. Das Schulhaus stammt aus dem Jahr 1965 und ist das dritte in der Geschichte der Gemeinde.

Feuerwehr

Im Jahr 1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet und in den 1950er Jahren durch ein Feuerwehrhaus gesichert, das allerdings schnell zu klein wurde. Im Jahr 1977 wurde das heute noch bestehende Feuerwehrhaus erbaut, dessen Übergabe zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr erfolgte.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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