Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Limeswachturm Wp 3/26 – Wikipedia Zum Inhalt springen

Limeswachturm Wp 3/26

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Römerturm Idstein-Dasbach)
Datei:Limeswachturm Dasbacher Höhe Idstein.jpg
Römerturm Idstein-Dasbach

Der Römerturm Idstein-Dasbach ist eine Rekonstruktion des römischen Limeswachturms Wp 3/26 bei Idstein-Dasbach in Hessen, die 2002 fertiggestellt wurde.

Beschreibung

Die nach Auffassung von Historikern authentische Rekonstruktion eines römischen Wachturms aus der Zeit ab 145 n. Chr. wurde bei Idstein-Dasbach aus Anlass des Hessentags 2001 in Idstein vom Freundeskreis Römerturm Idstein e. V. geplant<ref>Claudia Schlicker: Vorstand und Verein. In: Freundeskreis Limes im Idsteiner Land. 21. Juni 2025, abgerufen am 10. August 2025.</ref> und fachlich vom Saalburgmuseum betreut. Es handelt sich um den Wachposten 3/26. Der Turm hat eine Höhe von rund 13 m und eine Grundfläche von rund 28 m². Die Römer benutzten Leitern, um in den Turm zu gelangen. Die drei Stockwerke des rekonstruierten Turmes sind über Treppen begehbar. Vom 8,5 m<ref name="Höhe" /> hoch liegenden Wehrgang aus bietet sich ein weiter Ausblick nach Idstein und in den Taunus. Im Turm befindet sich eine kleine Ausstellung zum Thema „Die Römer im Taunus“, die in den Sommermonaten jeden Sonntagnachmittag und zu speziellen anderen Terminen besichtigt werden kann. An diesen Tagen ist der Turm auch zu besteigen.<ref>siehe Informationstafel am Turm.</ref>

Holzturm

In einer geomagnetischen Prospektion wurden 2012 der Verlauf der Limespalisade und der Standort eines Holzwachturm nahe Wp 3/26 nachgewiesen – bisher waren Holztürme an der 6,5 km langen, nördlichen Strecke des Idsteiner Abschnitts nicht bekannt, was eine frühere Verlegung dieser Linie vermuten lässt.

Palisade

Datei:Rekonstruierte Palisade am Limesturm 605.jpg
Rekonstruierte Palisade am Römerturm

Auf Basis neuer Erkenntnisse<ref>Andreas A. Schaflitzl: How to Palisade - Wann ist eine Palisade eine römische Palisade? Der Limes (Nachrichtenblatt der deutschen Limeskommission), Jahrgang 19, 2025, S. 22–27 PDF.</ref> wurde 2025 bei Wp 3/26 ein Stück Palisade rekonstruiert (Experimentelle Archäologie).<ref>Palisade am Limesturm 3/26 - Ein Beitrag zur experimentellen Archäologie..</ref>

Hintergrund

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.

Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 145 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.

Siehe auch

Literatur

  • Thomas Becker: Frühe Grenzsicherung im Untertaunus – Neue Erkenntnisse zu Holztürmen am Limes. HessenArchäologie 2013, S. 107–111.
  • Elke Löhnig: Zum Limesverlauf bei Idstein-Dasbach. HessenArchäologie 2001, S. 102–103.
  • Kai Mückenberger: Neue Forschungen am hessischen Taunus-Limes. Der Limes (Nachrichtenblatt der deutschen Limeskommission), 17. Jahrgang, Heft 1, 2023, S. 22–27. PDF.
  • Wolfgang Schmidt: Wiederaufbau eines römischen Wachturmes (Wp 3/26) bei Idstein-Dasbach. HessenArchäologie 2001, S. 103–104.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Höhe"> Höhenangabe laut privat durchgeführten Messungen </ref> </references>

Koordinaten: 50° 11′ 51,5″ N, 8° 17′ 0,06″ O

 {{#coordinates:50,19764|8,28335|primary
   |dim=25
   |globe=
   |name=
   |region=DE-HE
   |type=landmark
  }}