Queer as Folk (Fernsehserie, 1999)
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Seifenoper, Dramaserie |
| Erscheinungsjahre | 1999–2000 |
| Länge | 35 Minuten |
| Episoden | 10 in 2 Staffeln |
| Idee | Russell T Davies |
| Musik | Murray Gold |
| Erstausstrahlung | 23. Feb. 1999 auf Channel 4 |
| Deutschsprachige Erstausstrahlung | 27. Dez. 2008 auf TIMM |
| → Besetzung | |
Queer as Folk ist eine britische Fernsehserie, entwickelt von Russell T Davies. Die erste Staffel dieser Serie lieferte die Vorlage für die gleichnamige US-Serie. Ausgestrahlt wurde die Serie von 1999 bis 2000 im britischen Fernsehen auf Channel 4. Der Name ist abgeleitet aus der in Teilen Nordenglands gebräuchlichen Redewendung „there's nought so queer as folk“, etwa „es gibt nichts Seltsameres als Leute“. Die erste Staffel der Serie bestand aus acht, die zweite Staffel nur noch aus zwei Folgen. Im deutschsprachigen Raum wurde die Serie erstmals auf SF DRS unter dem Titel „Queer as Folk – Warm ums Herz“ ausgestrahlt. Die deutsche Erstausstrahlung fand auf dem Sender TIMM statt. In beiden Fällen allerdings in Englisch mit deutschen Untertiteln.
Handlung
Der 15-jährige Nathan Maloney erlebt gerade sein Coming-out. In der Schwulenszene in Manchester (Canal Street) lernt er den Yuppie Stuart Alan Jones kennen, der erfolgreich in der Werbebranche arbeitet und Nathan als Eroberung für eine Nacht betrachtet. Tatsächlich haben sie in dieser Nacht Sex. Nathan verliebt sich in Stuart, der diese Liebe jedoch nicht erwidert.
Stuarts bester Jugendfreund, Vince Tyler, hat weniger Erfolg bei seinen Eroberungen. Nathan macht unterdessen schmerzliche Erfahrungen in Familie und Schule mit seinem Coming Out. Schließlich werden Stuart und Vince ein Paar.
Besetzung
Hauptdarsteller
| Rolle | Schauspieler |
|---|---|
| Stuart Alan Jones | Aidan Gillen |
| Vince Tyler | Craig Kelly |
| Nathan Maloney | Charlie Hunnam |
| Hazel Tyler | Denise Black |
| Bernard Thomas | Andy Devine |
| Janice Maloney | Caroline O’Neill |
Kulturelle Bedeutung
Die Serie gilt als Meilenstein der LGBTQ-Mediengeschichte, da sie erstmals ein ungeschöntes und optimistisches Bild der urbanen Schwulenszene zeichnete, fernab der bis dahin dominierenden Opfer-Narrative. Besonders die Darstellung der Canal Street in Manchester trug zur Etablierung des Viertels als internationales Symbol queerer Kultur bei. Kritiker hoben zudem hervor, dass die Serie durch die provokante Darstellung jugendlicher Sexualität eine breite gesellschaftliche Debatte über Gleichstellung und Schutzalter anstieß, die über das Vereinigte Königreich hinaus reichte.<ref>Benjamin: Queer as Folk (1999): Wie die Serie queeres TV revolutionierte. In: Stay Proud - Pride Onlineshop. 17. März 2026, abgerufen am 18. März 2026.</ref>
Auszeichnungen
Queer as Folk erhielt verschiedene Preise. Dazu gehört unter anderem ein GLAAD Media Award als beste Fernseh-Dramaserie sowie mehrere Festivalauszeichnungen. Zu den wichtigsten Auszeichnungen gehören insgesamt vier Nominierungen bei den BAFTA-Awards 2001 (darunter beste Musik, bester Schnitt und für Aiden Gillen als bester Darsteller).
Einzelnachweise
<references />