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Quartierspark Rosenfelder Ring

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Der Quartierspark Rosenfelder Ring war eine zwischen 2009 und 2011 neu angelegte Parkanlage im Berliner Ortsteil Friedrichsfelde des Bezirks Lichtenberg. Der Quartiersplatz für das Stadtviertel um den Rosenfelder Ring entstand in zwei Etappen nach dem Abriss eines DDR-Schulkomplexes in Verbindung mit benachbarten Sport- und Grünflächen nach einer Bürgerbefragung im Auftrag des Bezirksamts. Er erstreckte sich über drei Geländeterrassen. Mit der Fertigstellung des oberen Bereichs wurde der neue Park am 5. Juni 2010 im Rahmen eines Kiezfestes (Countryfest LIBEZEM) eingeweiht. Die offizielle Übergabe der mittleren und unteren Ebene erfolgte am 28. Mai 2011. Er wurde wegen eines Schulneubaus im Jahr 2025 entwidmet, die Gewächse gerodet.

Lage und Geschichte

In den 1960er und 1970er Jahren wurde das Gebiet nördlich der Straße Alt-Friedrichsfelde durch intensive Errichtung von Plattenbauten von einem vorherigen Kleinsiedlungsgebiet zu einem Wohnviertel vor allem für kinderreiche Familien. Dafür entstanden außer den mehretagigen Wohnblöcken Kinderkrippen, Kindergärten (Kitas) auch zwei Schulkomplexe. Seit den 1990er Jahren erfolgte eine altersmäßige Durchmischung der Kiezbewohner, wodurch Kitas und Schulen nicht mehr ausgelastet wurden. Einige mussten nach längerem Leerstand abgerissen werden; mit dem Standort der ehemaligen 14. Oberschule Fritz Schmenkel (Rosenfelder Ring 39) zwischen den Wohnhäusern war die Basis für einen neuen Park gegeben. Die entstandenen Freiflächen sollten nach Anwohnerwünschen zu Erholungszwecken genutzt werden, weswegen in einem vereinfachten Wettbewerbsverfahren das Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur Steffi-Regina Betz mit der Planung beauftragt worden war. Im Dezember 2008 und im Januar 2009 konnten Anwohner auf Bürgerversammlungen Einblick in den Entwurf nehmen und ihre Ideen und Vorschläge einbringen. Wichtigster Gedanke war eine generationenübergreifende Nutzung. Ein eigens gebildeter ehrenamtlicher Baubeirat beriet das Bezirksamt bei der Feinplanung und der Realisierung.

Parkentstehung: erster Bauabschnitt

Im ersten Bauabschnitt vom Herbst 2009 bis Juni 2010 wurde das Gelände neu modelliert, es entstanden ein übersichtliches Wegesystem, Rosenbeete und Spielmöglichkeiten, außerdem wurden Parkbänke aufgestellt. Zu den bereits vorhandenen älteren Bäumen kamen in Kreisbögen angeordnete Neupflanzungen von Zierkirschen, Birken und Walnussbäumen hinzu. Wildrosensträucher und Rasenflächen umgeben die Funktionsbereiche. Die ausgewählten Gehölzarten garantieren im gesamten Jahresverlauf abwechslungsreiche Wirkungen. Die Kosten in Höhe von 340.000 Euro wurden weitestgehend aus dem Programm Stadtumbau Ost getragen.<ref>Neue Wege für Spaziergänger. Erster Bauabschnitt des Quartierparks Rosenfelder Ring abgeschlossen. In: Berliner Woche, Ausgabe für Lichtenberg, 16. Juni 2010, S. 3.</ref>

Der Name der Grünanlage – Quartierspark Rosenfelder Ring – orientiert sich an der umgebenden verzweigten Straße und interpretiert „Rosen“, „Felder“ und „Ring“ durch seine Gestaltung völlig neu.<ref name=Umbau1/>

Parkentstehung: zweiter Bauabschnitt

Im nächsten Bauabschnitt, der den ehemaligen Sportplatz mit der Laufbahn integrierte, komplettierten ein Tischtennis- und ein Bolzplatz, Fitnessgeräte für Senioren und weitere Bereiche den neuen Park.

Datei:Fitnessparcours Rosenfelder Ring (Berlin) 1v8.jpg
Übersicht der Fitnessanlage

Die Fitnessgeräte wurden 2025 wegen des Schulneubaus abgetragen, restauriert und werden auf einer nahe gelegenen Grünanlage südlich der Hausnummern 62–68 wieder aufgestellt.<ref>Fitnessanlage wird eingeweiht. Berliner Woche, Ausgabe für Lichtenberg, Fennpfuhl, Rummelsburg, Friedrichsfelde und Karlshorst. 3. Januar 2026, S. 2.</ref>

Der zweite Parkring um das vorher entstandene Zentrum enthielt mehrere verschiedenartige Ballspielmöglichkeiten sowie einen überdachten Treffpunkt für Jugendliche. Außerdem wurde ein spezieller Mädchenbereich mit Sitz- und Balancierbalken, einem Gurtsteg zum Hüpfen und mit einer als Bühne nutzbaren Rundbank gestaltet. Dieser Abschnitt war mit Sträuchern etwas vom übrigen Parkbereich abgetrennt. In einem äußeren abschließenden Ring wurden in farbige Kunststoffbelagsflächen Geräte zum Training von Gleichgewicht, Ausdauer, Koordination und Kraft eingebaut.

Barrierefrei konnte der Park an der Ostseite über den vorhandenen Betonweg betreten bzw. verlassen werden. Der südliche Parkbereich ist aus Sicherheitsgründen mit einem Metallzaun umgeben. Östlich und westlich führen Treppen in den Quartierspark hinein. Die Einweihung des Fitnessbereiches im zweiten Bauabschnitts erfolgte am 28. Mai 2011 im Rahmen des 6. Countryfestes.<ref>stadtumbau-berlin.de: Quartierspark Rosenfelder Ring: Freizeitsportbereich und Mädchentreff (2.BA). Juni 2011, abgerufen am 13. April 2012.</ref>

Parkentwidmung für den Neubau einer Grundschule

Auf dem 14.000 Quadratmeter großen Grundstück soll bis Sommer 2027 wieder ein Schulkomplex entstehen. Das Wohnungsunternehmen HOWOGE plant im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive den Bau einer dreizügigen Grundschule in Holzmodulbauweise mit dazugehöriger Sporthalle.<ref>Howoge errichtet ab Anfang 2026 Neubau in Holzmodulbauweise. In: Berliner Woche. Ausgabe Lichtenberg. 3. Januar 2024, abgerufen am 22. Juni 2024.</ref> Dazu wird der Quartierspark Rosenfelder Ring überbaut und wurde Anfang 2026 abgerissen.<ref>Anwohner und Abgeordneter sprechen sich für eine Ersatzfläche aus. In: Berliner Woche. Ausgabe Lichtenberg. 27. Juni 2023, abgerufen am 22. Juni 2024.</ref>

Weblinks

Commons: Quartierspark Rosenfelder Ring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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