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Qianhong Gotsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Qianhong He)
Qianhong Gotsch Vorlage:SportPicto
Nation: DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtsdatum: 7. September 1968
Geburtsort: Tianjin
Aktueller Weltranglistenplatz: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Bester Weltranglistenplatz: 4 (September 1999)
Vereine als Aktive(r):
1991–1998 DeutschlandDeutschland SV Böblingen
1998–2003 DeutschlandDeutschland TSV Betzingen
2003–2024 DeutschlandDeutschland SV Böblingen
2024–2025 DeutschlandDeutschland SV-DJK Kolbermoor

Qianhong „Hongi“ Gotsch (Qianhong He) (* 7. September 1968 in Tianjin) ist eine chinesisch-deutsche Tischtennisspielerin. Sie wurde im Jahr 2000 Europameisterin.

Karriere in China

Qianhong He wuchs in China auf. Mit 8 Jahren erlernte sie das Tischtennisspiel. 1985 und 1986 wurde sie Jugendmeisterin von China im Einzel. 1986 gewann sie zudem die Damenmeisterschaft im Doppel. 1987 wurde sie in Sofia Studenten-Weltmeisterin. Für China absolvierte sie drei Länderspiele,<ref name="dts" details="1998/11 Seite 13" /> überwarf sich jedoch mit den verantwortlichen Trainern und wurde nicht mehr im Nationalkader berücksichtigt.<ref name="dts" details="1994/6 Seite 36" /> Nach einer zweijährigen Pause vom Tischtennis übersiedelte sie 1991 nach Deutschland, wo sie mit ihrem damaligen Ehemann Li Shusen, einem früheren Nationaltrainer von China, in Offenburg lebte.<ref name="dts" details="1993/8 Seite 19" />

Karriere in Deutschland

1991 schloss sie sich dem Verein SV Böblingen an, mit dem sie in der Bundesliga spielte. 1996 heiratete sie Ingo Gotsch und trat seitdem unter dem Namen Qianhong Gotsch auf. Im April 1998 erhielt sie die deutsche Staatsbürgerschaft.<ref name="dts" details="1998/6 Seite 19" /> Seit 1999 war sie Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Ihr erstes Länderspiel bestritt sie am 13. Januar 1999 im Europaligaspiel gegen Russland, in dem sie beide Einzel gewann.<ref name="dts" details="1999/2 Seite 8 + 20" />

1999 siegte sie im deutschen und im europäischen Ranglistenturnier. Ihr erfolgreichstes Jahr hatte sie 2000. In diesem Jahr gewann sie erneut das Europe TOP-12 und wurde Deutsche Meisterin im Einzel. Ihren größten Erfolg feierte sie mit dem Einzel-Gold und Team-Silber bei den Europameisterschaften 2000. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney schied Gotsch im Viertelfinale aus. Ende 2000 beendete Gotsch ihre internationale Karriere.<ref name="dts" details="2001/1 Seite 7" />

2017 spielte Gotsch in der Bundesliga für die SV Böblingen und war in der Vorrunde 2007/2008 die beste Spielerin Deutschlands mit einer makellosen 15:0-Bilanz. Zuvor spielte sie von 1998 bis 2003 für den TSV Betzingen.

Gotsch ist Abwehrspielerin mit der Fähigkeit, auch mit Angriffsspiel zu kontern.

Aus gesundheitlichen Gründen beendet Qianhong Gotsch Ende 2025 ihre Karriere.

Ehrungen

1999 und 2000 war Gotsch Spielerin des Jahres im DTTB.

Privat

Gotsch ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von 2014 bis April 2026 war sie für die CDU gewählte Gemeinderätin in ihrem Wohnort Gärtringen.<ref name="tt-2014-8" /><ref> siehe Gemeinderat von Gärtringen</ref>

Turnierergebnisse

<ref>ITTF-Datenbank (abgerufen am 24. September 2019)</ref>

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
GER  Europameisterschaft  2000  Bremen  GER   Gold      2
GER  EURO-TOP12  2000  Alassio  ITA   1      
GER  EURO-TOP12  1999  Split  HRV   1      
GER  Olympische Spiele  2000  Sydney  AUS   Viertelfinale  letzte 16     
GER  Pro Tour  1999  Linz/Wels  AUT   Gold  Viertelfinale     
GER  Pro Tour  1999  Bremen  GER   Viertelfinale  letzte 16     
GER  Pro Tour  1999  Guilin  CHN   Silber  letzte 16     
GER  Pro Tour  1999  Rio de Janeiro  BRA   Silber  Viertelfinale     
GER  Pro Tour  1999  Hopton-on-Sea  ENG   letzte 32  Silber     
GER  Pro Tour  1999  Doha  QAT   Halbfinale  Halbfinale     
GER  Pro Tour  1998  Sundsvall  SWE   Gold  Viertelfinale     
GER  Pro Tour  1998  Belgrad  YUG   letzte 16  letzte 16     
GER  Pro Tour  1998  Courmayeur  ITA   Silber  Rd 1     
GER  Pro Tour Grand Finals  1999  Sydney  AUS   Halbfinale       
GER  Pro Tour Grand Finals  1998  Paris  FRA   letzte 16       
GER  Weltmeisterschaft  2000  Kuala Lumpur  MAS         5-8 
GER  Weltmeisterschaft  1999  Eindhoven  NED   letzte 128  letzte 16  letzte 32   

Literatur

  • Tim Oliver Kalle: Das unglaubliche Mädchen, Zeitschrift DTS, 1999/2 Seite 4-5
  • 75 Jahre Deutscher Tischtennis-Bund – Ein Spiel fürs Leben, ISBN 3-00-005890-7, Seite 210
  • Mischa Drautz: "Ich bin gut, weil ich glücklich bin." in: FAZ 16. Dezember 2009, Seite 27
  • Ich kann nicht einfach untätig auf der Couch sitzen, Interview, Zeitschrift tischtennis, 2011/3 regional Süd Seite 8-9

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="tt-2014-8">Zeitschrift tischtennis, 2014/8 Seite 7</ref> <ref name="dts">Zeitschrift DTS</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1958: Éva Kóczián | 1960: Éva Kóczián | 1962: Agnes Simon | 1964: Eva Földy | 1966: Maria Alexandru | 1968: Ilona Voštová | 1970: Soja Rudnowa | 1972: Soja Rudnowa | 1974: Judit Magos | 1976: Jill Hammersley | 1978: Judit Magos | 1980: Walentina Popowa | 1982: Bettine Vriesekoop | 1984: Walentina Popowa | 1986: Csilla Bátorfi | 1988: Fliura Bulatowa | 1990: Daniela Gergeltschewa | 1992: Bettine Vriesekoop | 1994: Marie Svensson | 1996: Nicole Struse | 1998: Ni Xialian | 2000: Qianhong Gotsch | 2002: Ni Xialian | 2003: Otilia Bădescu | 2005: Liu Jia | 2007: Li Jiao | 2008: Rūta Paškauskienė | 2009: Wu Jiaduo | 2010: Wiktoryja Paulowitsch | 2011: Li Jiao | 2012: Wiktoryja Paulowitsch | 2013: Li Fen | 2015: Elizabeta Samara | 2016: Melek Hu | 2018: Li Qian | 2020: Petrissa Solja | 2022: Sofia Polcanova | 2024: Sofia Polcanova Vorlage:Klappleiste/Ende

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