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Gelbbrauenkauz

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(Weitergeleitet von Pulsatrix koeniswaldiana)

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Gelbbrauenkauz
Datei:Pulsatrix koeniswaldiana front.jpg

Gelbbrauenkauz (Pulsatrix koeniswaldiana)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Brillenkäuze (Pulsatrix)
Art: Gelbbrauenkauz
Wissenschaftlicher Name
Pulsatrix koeniswaldiana
(M. Bertoni & A. W. Bertoni, 1901)

Der Gelbbrauenkauz (Pulsatrix koeniswaldiana), auch Koeniswald-Kauz, Weißkinnkauz oder Weißkehl-Brillenkauz genannt, ist eine Eulenart aus der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae). Sie kommt ausschließlich in Südamerika vor.

Erscheinungsbild

Der Gelbbrauenkauz erreicht eine Körperlänge von 44 Zentimetern und ist ein mittelgroßer Vertreter innerhalb der Gattung der Brillenkäuze.<ref> König et al., S. 352 </ref> Die Augenbrauen sind gelblich-braun und die Augen kastanienbraun. Am Kinn befindet sich ein großer weißer Fleck. Wie für Brillenkäuze typisch verläuft über die Brust ein breites braunes Band, das bei einzelnen Individuen in der Mitte jedoch unterbrochen sein kann. Die übrige Körperunterseite ist gelblich-zimtfarben. Die Beine sind befiedert, die Zehen sind nackt.

Der Gelbbrauenkauz kann mit mehreren anderen Brillenkäuzen verwechselt werden. Sowohl der Brillenkauz als auch der Kurzbrauen-Brillenkauz sind etwas größer und erreichen Körperlängen von bis zu 52 Zentimetern. Der Brillenkauz hat auffällige weiße Augenbrauen; der Kurzbrauen-Brillenkauz unterscheidet sich vom Gelbbrauenkauz vor allem durch seine deutlich kürzeren Augenbrauen und seine braungelben bis dunkelgelben Augen. Der Bindenkauz hat im Gegensatz zum Gelbbrauenkauz einen weißlichen Bauch. Alle vier Arten unterscheiden sich durch ihr Lautrepertoire.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Datei:Pulsatrix koeniswaldiana map.svg
Verbreitungsgebiet des Gelbbrauenkauzes (grün)

Das Verbreitungsgebiet des Gelbbrauenkauzes erstreckt sich vom Osten Brasiliens bis in den Nordosten Argentiniens. Er ist vermutlich ein Standvogel und besiedelt tropische und subtropische Wälder mit altem Baumbestand. Häufig sind diese mit Koniferen wie Araucaria angustifolia durchsetzt. Er kommt in Höhenlagen bis zu 1.500 Meter über NN vor.

Lebensweise

Der Gelbbrauenkauz ist eine nachtaktive Eulenart. Er übertagt normalerweise einzeln sitzend in Bäumen. Sein Nahrungsspektrum besteht aus kleinen Säugern und Vögeln. Er schlägt aber auch andere kleine Wirbeltiere sowie größere Insekten. Er nutzt Baumhöhlen als Nistplatz. Das Gelege besteht normalerweise aus zwei weißen Eiern, die allein vom Weibchen bebrütet werden. Das Männchen versorgt das Weibchen in dieser Zeit mit Futter. Die Jungvögel werden mit etwa fünf bis sechs Wochen flügge. Sie werden für mehrere Monate von den Elternvögeln versorgt.<ref> König et al., S. 353 </ref>

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Gelbbrauenkauzes erfolgte 1901 durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und Mosè Bertoni unter dem wissenschaftlichen Namen Syrnium Koeniswaldianum. Als Verbreitungsgebiet gaben sie das Departamento Alto Paraná an.<ref name="bertoni175">Arnaldo de Winkelried Bertoni u. a. (1901), S. 175–176 & 205</ref> Bereits 1848 führte Johann Jakob Kaup die Gattung Pulsatrix ein. Kaupp nannte hier u. a. die Brillenkauz-Unterart Pulsatrix perspicillata pulsatrix (<templatestyles src="Person/styles.css" />Wied, 1820).<ref name="linne92">Johann Jakob Kaup (1848), S. 771–772</ref> Der Begriff leitet sich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>Pulsatrix The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname »koeniswaldiana« ist Gustav Adalbert von Koenigswald (1863–1911) gewidmet.<ref name="bertoni175"/> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay keinen Balg zur Verfügung. In der Literatur betrachte er nur Pulsatrix koeniswaldiana als Nachweise für Paraguay.Pulsatrix sharpei <templatestyles src="Person/styles.css" />Berlepsch, 1901<ref name="berlepsch6">Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1901), S. 6</ref> betrachte er als Synonym zur Nominatform.<ref name="laubmann226">Alfred Laubmann (1939), S. 226</ref> Sharpei ist Richard Bowdler Sharpe (1847–1909) gewidmet.<ref name="berlepsch6"/>

Belege

Literatur

  • Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch: Count von Berlepsch sent for exhibition some specimens of rare South-American Owls and made the following observations. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Band 12, 1901, S. 4–10 (biodiversitylibrary.org).
  • Arnaldo de Winkelried Bertoni: Aves nuevas del Paraguay. Continuación á Azara. In: Anales cientificos paraguayos. Band 1, 1901, S. 1–216 (biodiversitylibrary.org).
  • Johann Jakob Kaup: Uebersicht der Eulen (Strigidæ). In: Isis von Oken. Band 40, Nr. 5, 1848, S. 753–774 (biodiversitylibrary.org).
  • Claus König, Friedhelm Weick: Owls of the World. Christopher Helm, London 2008, ISBN 978-0-7136-6548-2.
  • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 226 (google.de).

Einzelbelege

<references/>

Weblinks