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Plutonium(III)-chlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von PuCl3)
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Plutonium(III)-chlorid
Vorlage:Farbe Pu3+ 0 Vorlage:Farbe Cl
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

P63/m (Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176

Gitterparameter

a = 739,4 pm
c = 424,3 pm

Koordinationszahlen

Pu[9], Cl[3]

Allgemeines
Name Plutonium(III)-chlorid
Andere Namen

Plutoniumtrichlorid

Verhältnisformel PuCl3
Kurzbeschreibung

grüner Feststoff<ref name="Gmelin"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 19902959
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 350,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,70 g·cm−3<ref name="Gmelin">Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie, System Nr. 71, Transurane, Teil C, S. 129–135.</ref>

Schmelzpunkt

767 °C<ref name="Gmelin"/>

Siedepunkt

1727 °C<ref name="Gmelin"/>

Gefahren- und Sicherheitshinweise
Datei:ISO 7010 W003.svg
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung. In Bezug auf weitere Gefahren wurde dieser Stoff entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden. </ref>
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−229,8 ± 0,8 kcal·mol−1<ref name="Gmelin"/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Plutonium(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Plutonium und Chlor. Es besitzt die Formel PuCl3 und gehört zur Stoffklasse der Chloride.

Darstellung

Plutonium(III)-chlorid kann im durch Reaktion von Plutonium und Chlor im Vakuum oder einer Tetrachlorkohlenstoff-Argon-Atmosphäre gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1301.</ref>

<chem>2 Pu + 3 Cl2 -> 2 PuCl3</chem>

Ebenfalls möglich ist die Herstellung aus Plutonium(IV)-oxid mit Tetrachlorkohlenstoff.<ref name="brauer" />

<chem>2 PuO2 + 4 CCl4 -> 2 PuCl3 + 4 COCl2 + Cl2</chem>

Andere Herstellungsmethoden sind die Chlorierung einer Plutonium(IV)-hydroxid mit Chlorwasserstoff oder die Umsetzung von Plutonium mit Wasserstoff zu Plutoniumhydrid und dessen anschließende Chlorierung mit Chlorwasserstoff oder die Reaktion von Plutonium(III)-oxalat-Decahydrat mit Hexachlorpropen.<ref name="brauer" />

Eigenschaften

Plutonium(III)-chlorid bildet grüne Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 767 °C. In Wasser und in verdünnten Säuren ist es mit blauer Farbe löslich.<ref name="brauer"/> Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem in der Raumgruppe P63/m (Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176 mit den Gitterparametern a = 739 pm und c = 424 pm und zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle. Seine Kristallstruktur ist isotyp mit Uran(III)-chlorid. In der Struktur werden die Plutoniumatome von je neun Chloratomen umgeben, als Koordinationspolyeder ergibt sich dabei ein dreifach überkapptes, trigonales Prisma.<ref>John H. Burns, J. R. Peterson, J. N. Stevenson: „Crystallographic Studies of some Transuranic Trihalides: 239PuCl3, 244CmBr3, 249BkBr3 and 249CfBr3“, in: Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry, 1975, 37 (3), S. 743–749 (doi:10.1016/0022-1902(75)80532-X).</ref>

Mit Wasser bildet Plutonium(III)-chlorid ein Mono-, Tri- und Hexahydrat.<ref name="brauer"/>

Sicherheitshinweise

Einstufungen nach der CLP-Verordnung liegen nicht vor, obwohl die chemische Giftigkeit bekannt ist. Wichtig sind die auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren, sofern es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

  • David L. Clark, Siegfried S. Hecker, Gordon D. Jarvinen, Mary P. Neu: Plutonium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 813–1264 (doi:10.1007/1-4020-3598-5_7).